1. Demografische Profilierung.
Demografische Profilierung ist in der Regel der erste Schritt zum Verständnis eures Kundenstamms. Sie umfasst grundlegende statistische Kategorien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsniveau, Beruf und Familienstand.
Diese Art Profilierung ist zwar ein guter Ausgangspunkt, erzählt aber nur einen Teil der Geschichte. Nur weil zwei Benutzerinnen oder Benutzer in dieselbe Alters- oder Einkommenskategorie fallen, heißt das noch lange nicht, dass sie auf dieselbe Weise denken, einkaufen oder leben. Für eine differenziertere Perspektive kommen die nächsten Ebenen der Profilierung ins Spiel.
2. Geografische Profilierung.
Wo eure Kunden wohnen, kann viel über ihre Vorlieben und Bedürfnisse aussagen. Geografische Segmente wie Land, Stadt, Klimazone oder städtische bzw. ländliche Umgebung sind nützlich, um Kampagnen zu lokalisieren und regionale Trends zu verstehen.
Geografische Profilierung ist z. B. für ein Bekleidungsunternehmen nützlich: Kundschaft in nördlichen, kälteren Regionen werden warme Mäntel angeboten, während für Kundinnen und Kunden im Süden leichtere Jacken im Angebot sind. Dies gewährleistet die regionale Relevanz und erhöht die Wirksamkeit der Kampagne.
3. Psychografische Profilierung.
Die psychografische Profilierung berücksichtigt Einstellungen, Werte, Interessen, Lebensstile und Persönlichkeitsmerkmale der Verbraucherinnen und Verbraucher. Was motiviert sie? Was ist ihnen wichtig? Mit welcher Art von Inhalten beschäftigen sie sich, wenn sie nicht gerade einkaufen? Diese Art Erkenntnis ist unerlässlich, wenn ihr eine Markenbotschaft entwickeln wollt, die bei eurem Zielpublikum auf Resonanz stößt.
Ein Beispiel: Eine Fitness-Marke möchte gesundheitsbewusste Personen ansprechen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, indem sie umweltfreundliche Trainingskleidung bewirbt. Durch die Abstimmung der Botschaften auf die Werte und Lebensgewohnheiten der Kundschaft gelingt es der Marke, eine stärkere emotionale Bindung aufzubauen und die Loyalität zu fördern.
4. Verhaltensprofilierung.
Bei der Verhaltensprofilierung werden Kundenaktionen wie Kaufhistorie, Produktnutzung, Browsing-Muster und Markeninteraktionen analysiert. Sie trägt dazu bei, zukünftiges Verhalten vorherzusagen und Erlebnisse zu personalisieren. Wenn ihr die Muster versteht, wie Menschen mit eurer Marke interagieren, könnt ihr ihre Bedürfnisse antizipieren und Upselling-Chancen erkennen. Verhaltensdaten sind besonders nützlich, wenn es darum geht, zeitnahe, relevante Erlebnisse zu liefern, die auf die Einzelperson zugeschnitten sind.
Ein Beispiel: Eine E-Commerce-Website stellt fest, dass eine Besucherin häufig nach Laufschuhen stöbert, aber noch keinen Kauf getätigt hat. Mithilfe von Verhaltensanalysen wird ihr eine personalisierte E-Mail mit einem Rabatt auf Laufschuhe versandt, die auf der Grundlage des beobachteten Surf-Verhaltens zu einer Conversion führt.