Wissen kommt an.

Wie handbookgermany.de geflüchtete Menschen mit einem maßgeschneiderten Angebot auf ihrem Weg in den deutschen Alltag begleitet.

Handbook Germany

Gegründet

2017


Mitarbeiter*innen: 12 Festangestellte sowie vier Freelancer*innen

Berlin, Dresden
www.handbookgermany.de


Schneller Reichweitenaufbau und Personalisierung dank Segmentierung

Ziele

Personalisierung der Inhalte durch leistungsstarke Analyse- und Segmentierungswerkzeuge.

Eine multilinguale Zielgruppe bedürfnisgerecht ansprechen.

Die Perspektive der User*innen einnehmen.

Ergebnisse

Mithilfe von Adobe Analytics genau wissen, welche Themen User*innen interessieren.

Personalisierte und segmentierte Inhalte dank Adobe Experience Manager.

Kurze Erklärvideos mit Adobe Premiere Pro.

Deutsche Bürokratie, verständlich erklärt

Mülltrennung, beglaubigte Kopie, Schufa-Auskunft – oder die ständig neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Regelungen rund um COVID-19. Selbst Muttersprachler*innen können da schon einmal den Durchblick verlieren. Wie soll es da erst Neuzugewanderte gehen? Antworten auf die großen und kleinen Fragen des Alltags, aber auch wichtige Fakten und Informationen rund um die grassierende COVID-19-Pandemie, gibt handbookgermany.de, ein Informationsportal, das Zuwanderer*innen aus Drittstaaten, d.h. Geflüchteten sowie Personen, die als Fachkraft, zum Studium oder im Rahmen der Familienzusammenführung nach Deutschland kommen, die vielen impliziten und expliziten Regeln der Bundesrepublik erklärt.

Hinter handbookgermany.de stehen die Neuen deutschen Medienmacher*innen, ein bundesweit unabhängiger Zusammenschluss von Journalist*innen, die sich für mehr Vielfalt in den Medien einsetzen. Unterstützt durch den Digitalisierungs-Partner T-Systems MMS und gefördert durch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, begleitet das internationale Redaktionsteam seit 2017 Menschen auf ihrem Weg in den deutschen Alltag. Das Besondere: Statt umständlichem Behördendeutsch finden Nutzer*innen verständlich aufbereitete Informationen nicht nur auf Deutsch und Englisch, sondern auch auf Arabisch und Farsi, Französisch, Türkisch und Pashto, also den Muttersprachen vieler Neuankömmlinge.

Auf der Suche nach zukunftsweisenden Content-Lösungen fand sie in Adobe einen starken Partner, der das Projekt mit Tools und Webservices aus dem Digital Government Portfolio unterstützt. „Wir bei Adobe freuen uns sehr, dazu beitragen zu können, dass Menschen bei ihrem Neustart in Deutschland durch Technologie unterstützt werden und so individuelle Hilfestellung bekommen, die eine Integration erleichtert“, erklärt Christoph Kull, VP & MD Adobe Central Europe.

Gezielt auf Informationsbedürfnisse eingehen: Analyse-Tools machen es möglich

Um ihre Zielgruppe zu verstehen und die angebotenen Inhalte genau auf ihre Bedürfnisse anpassen zu können, setzt das Team von handbookgermany.de auf eine gesunde Mischung aus Adobe Analytics und Erfahrung, da viele Mitarbeiter*innen selbst eine Migrationsgeschichte haben und viele Herausforderungen kennen, vor denen viele Neuzugewanderte stehen. Und so steht in Überschriften jetzt beispielsweise nicht mehr „Asylanhörungsverfahren“, sondern eine Hauptfrage wie „Was passiert, wenn ich zum Asylgespräch eingeladen werde?“ „Ich schätze Adobe Analytics sehr, inzwischen habe ich mich ziemlich tief eingefuchst“, erzählt Mosjkan Ehrari, die Redaktionsleiterin von handbookgermany.de. „Mit dem Tool kann ich wirklich genau die Informationen herausholen, die unser Angebot weiterbringen.“

Dies ermöglicht es dem Team auch, bedarfsgerecht auf die Informationsbedürfnisse ihrer Rezipient*innen einzugehen und das Angebot thematisch zu erweitern bzw. anzupassen. „Spannend ist für uns, wie sich die Suchanfragen geändert haben“, erzählt die Redaktionsleiterin. „Am Anfang wollten die Menschen wissen, welche Schritte direkt nach der Ankunft nötig sind und an welche Ansprechpartner*innen sie sich wenden können. Ein paar Monate später haben viele nach Sprachkursen gesucht, inzwischen stehen arbeitsrelevante Themen, etwa die Suche nach einem Ausbildungsplatz, hoch im Kurs. Dass Integration gelingt, können wir mit Adobe Analytics sehr genau nachvollziehen.“ Gleichzeitig zeigen Kommentare und Direktnachrichten, wie wichtig fundierte Informationen für Geflüchtete und Neuzugewanderte sind. Ein Nutzer kam beispielsweise mit einer Frage zum Ausbildungswesen auf das Team von handbookgermany.de zu und schrieb anschließend: „Vielen Dank! Einige Leute verbreiten falsche Informationen über YouTube. Ich bin froh, dass ich euch und euer Angebot gefunden habe.“


„Ich schätze Adobe Analytics sehr. Mit dem Tool kann ich wirklich genau die Informationen herausholen, die unser Angebot weiterbringen.“

 

Mosjkan Ehrari
Redaktionsleiterin handbookgermany.de


Die richtigen Informationen können Leben retten

Dass sich Suchanfragen mitunter auch innerhalb kürzester Zeit ändern können, zeigt die aktuelle COVID-19-Pandemie. Die Krise hat handbookgermany.de eine völlig neue Aufgabe gegeben: Über das Virus und seine Auswirkungen zu berichten. „Als am 16. März 2020 die Ansage kam, dass Schulen und Geschäfte geschlossen werden und wir in den Lockdown gehen, haben wir unsere Berichterstattung komplett neu ausgerichtet“, erzählt Mosjkan Ehrari. „Uns war klar: Wir müssen die Menschen informieren. Wie sollen sie sich an Auflagen halten, wenn sie diese nicht kennen bzw. nicht verstehen?“ Dabei geht es in erster Linie zwar darum, Menschen mit aktuellen Informationen zu versorgen, doch gleichzeitig vermittelt handbookgermany.de auch das demokratische System der Bundesrepublik Deutschland: Warum darf die Regierung diese Regelungen erlassen? Was darf der Bund, was liegt in der Kompetenz der Bundesländer? „Da steigen schon gebürtige Deutsche oft nicht durch, die Anfälligkeit für Fake News ist auch in der Community der Geflüchteten hoch. Hier sehen wir uns ganz klar in der Pflicht, Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, zu informieren. Dass der Einsatz ankommt, zeigen die Kommentare, die Nutzer*innen des Angebots beispielsweise auf der Facebook-Seite von handbookgermany.de schreiben: „Danke für die Echtzeitinformationen. Möge Gott uns, die wir nicht krank sind, von COVID-19 verschonen und uns schützen. Möge Gott alle Kranken heilen! Beachten Sie die Lockdown-Regeln. Setzen Sie Ihre Masken auf, desinfizieren Sie Ihre Hände. Corona ist echt.”

Damit Informationen ankommen: Sprachliche Vielfalt ist entscheidend

Doch nicht nur die Inhalte, auch das Sprachangebot profitiert durch den Einsatz des Analyse-Tools. Denn mithilfe von Adobe Analytics wissen Mosjkan Ehrari und ihr Team nicht nur, von wo in Deutschland ihre Leser*innen auf das Informationsportal zugreifen – sofern diese dem Browser den Zugriff auf ihre Standortdaten erlauben. Das Portal kommt bei den Nutzer*innen so gut an, dass sie Angehörigen und Freunden in ihren Herkunftsländern von der Website erzählen – über 30 Prozent der Zugriffe kommen inzwischen aus dem Ausland. „Mit Adobe Analytics konnten wir nachvollziehen, dass auch besonders viele Menschen in verschiedenen Ländern Osteuropas auf handbookgermany.de zugreifen“, so Mosjkan Ehrari. „Ab März 2021 wird es unser Angebot deshalb auch in russischer Sprache geben.“

Multi-Channel-Projekte brauchen ein modernes Content Management

Klar ist aber auch: Eine Website sowie Social Media-Auftritte in sieben, bald acht Sprachen zu betreiben, ist eine Herausforderung. Mit Adobe Experience Manager hat sich das Team von handbookgermany.de nicht nur für ein Tool entschieden, das ein zielgruppengenaues Publishing über verschiedene Formate auf der Website sowie in den sozialen Netzwerken ermöglicht, sondern auch nahtlos mit Adobe Analytics zusammenarbeitet. So lassen sich die gewonnenen Insights in das Nutzungsverhalten direkt umsetzen. „Adobe Experience Manager hat uns als Content-Plattform wegen seiner großen Flexibilität überzeugt. Tatsächlich befinden sich die Nutzer*innen in zum Teil völlig unterschiedlichen Situationen, mit AEM können wir Inhalte hervorragend segmentieren und personalisieren, sodass sie genau die Informationen finden, die sie gerade benötigen“, erklärt Ronald Schulz von T-Systems MMS.


„Adobe Experience Manager hat uns als Content-Plattform wegen seiner großen Flexibilität überzeugt. Tatsächlich befinden sich die Nutzer*innen in zum Teil völlig unterschiedlichen Situationen, mit AEM können wir Inhalte hervorragend segmentieren und personalisieren, sodass sie genau die Informationen finden, die sie gerade benötigen.“

 

Ronald Schulz
Head of Data & Content Driven Services Digital Marketing, T-Systems MMS


(Bewegte) Bilder sagen mehr als Worte

Mehr noch als über Texte informieren sich viele Geflüchtete und Neuzugewanderte über Videos in sozialen Netzwerken. Ursprünglich Filmemacherin, hat Mosjkan Ehrari seitdem sie das Projekt 2018 übernommen hat auch hier einiges dazugelernt. „Unsere Nutzer*innen greifen fast ausschließlich über ihre Smartphones auf unser Angebot zu, das gilt natürlich auch für Videos“, erzählt sie. Wir werden inzwischen immer besser darin zu verstehen, wie Bewegtbild-Content auf Smartphones funktionieren. Weil der Bildschirm und entsprechend die Bildfläche viel kleiner als bei einem Desktoprechner sind, müssen wir den Informationsgehalt pro Bild deutlich reduzieren. Außerdem beantworten wir pro Video nur noch eine einzige Frage, spielen also lieber mehrere kurze statt eines langen Videos aus.“ Eine echte Hilfe ist da die Auto Reframe-Funktion von Adobe Premiere Pro. Das intelligente Erkennen des Fokuspunkts ermöglicht es, die Frames der Clips automatisch an unterschiedliche Seitenverhältnisse anzupassen. Denn nicht nur zwischen Smartphone-Screen und Desktop-Bildschirm besteht ein deutlicher Unterschied, auch Social-Media-Kanäle wie Instagram, YouTube oder Facebook geben unterschiedliche Bildverhältnisse vor. Und weil die Filmschaffenden nicht immer jede einzelne Filmsequenz selbst aufnehmen können, setzt das Team zusätzlich auf das vielfältige Angebot an Videoclips, Informationsgrafiken und Fotos, das Adobe Stock bietet, um Videos und Textbeiträge zu illustrieren.

Die nächsten Ziele sind bereits gesteckt

Mosjkan Ehrari ist überzeugt: Die Erfahrungen der letzten vier Jahre haben handbookgermany.de optimal auf die nächste Herausforderung vorbereitet: „Gerade jetzt geht es auch darum, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Wir müssen uns überlegen, wie wir mit den Behörden bzw. Organisationen zusammenarbeiten und Synergien schaffen können, damit am Ende nicht die gleiche Arbeit mehrfach gemacht wird.“

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