Die wichtigsten Digital-Marketing-Trends 2023 – Social Commerce, Conversational Marketing, Livestreams und mehr.

Digital marketing trends for 2023

Marketing-Fachleute haben bei ihrer Arbeit direkt mit neuen gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen zu tun. Da die digitale Transformation die Bedürfnisse und Erwartungen von Zielgruppen steigen lässt, werden sich Digital-Marketing-Trends noch weiterentwickeln und verstärken.

Deshalb behalten erfahrene Digital-Marketing-Fachleute aktuelle und kommende Trends auf dem Markt stets im Blick. In diesem Artikel werden die 20 wichtigsten Digital-Marketing-Trends für 2023 vorgestellt. Sie unterstützen euch dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben, eure Marketing-Ziele zu erreichen und neue Geschäftsmöglichkeiten für 2023 und darüber hinaus zu erschließen.

  1. Social Commerce
  2. Conversational Marketing
  3. Video-Marketing und TikTok
  4. Künstliche Intelligenz
  5. Personalisierung
  6. Storytelling
  7. Chatbots
  8. Livestreams
  9. Weiterentwicklung von SEO
  10. Verschiebung der Zielgruppen
  11. Sprachbasierte Suche
  12. Push-Benachrichtigungen
  13. Mobile Commerce
  14. Hervorragender Kunden-Service
  15. Predictive Analytics
  16. Omni-Channel-Marketing
  17. Datenschutz und Sicherheit
  18. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung
  19. Amazon Advertising
  20. Internet der Dinge, Augmented Reality, Blockchain und neue Technologien


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1. Social Commerce.

Social-Commerce-Shop eines kleinen Unternehmens auf Instagram.

Social Commerce verbindet Social Media mit Shopping. Kundinnen und Kunden können Einkäufe innerhalb von Social-Media-Mobile-Apps tätigen, ohne ihren Webbrowser oder ein anderes Programm öffnen zu müssen. Viele Social-Media-Plattformen verfügen über integrierte Funktionen, die es Anwenderinnen und Anwendern ermöglichen, Shops einzurichten, Artikel aufzuführen und Zahlungen zu akzeptieren. Das kommt sowohl der Kundschaft als auch den Digital-Marketing-Fachleuten entgegen.

Das Social-Commerce-Konzept ist nicht neu, etabliert sich inzwischen aber allmählich zu einer Shopping-Alternative. Social Media spielt angesichts der wachsenden Anwender- und Plattformzahlen nach wie vor eine wichtige Rolle beim Digital Marketing. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für Marketing-Fachleute, und die Erweiterung um Commerce-Funktionen ist die logische Weiterentwicklung für den Social-Media-Bereich.

Social Commerce wird 2023 an Bedeutung hinzugewinnen. Er bietet ein Fundament für markenbasierte Inhalte und Social-Proof-Möglichkeiten durch Kundenrezensionen, Mitarbeiterempfehlungen und andere Content-Formate. Der Wegfall eines Schritts in der Customer Journey, nämlich von einer Social-Media-Mobile-App auf die Website einer Marke zu wechseln, um dort einzukaufen, macht es einfacher, Social-Media-Zielgruppen als Kundinnen und Kunden zu gewinnen.

Ermittelt, welche Plattform für eure Marke am besten geeignet ist und welche Social-Commerce-Optionen sie bietet. Berücksichtigt, welche Zielgruppen die einzelnen Social-Media-Plattformen ansprechen. So berichtet beispielsweise Oberlo, dass rund 25 % der gesamten LinkedIn-Anwenderbasis Influencerinnen und Influencer auf Führungsebene sind, womit sich die Plattform besonders für B2B-Anbieter empfiehlt. Im Vergleich dazu sind mehr als 50 % der TikTok-Anwenderinnen und -Anwender jünger als 30 Jahre, sodass die Mobile App sich zur Ansprache der Millennials und der Generation Z anbietet.

2. Conversational Marketing.

Conversational Marketing, auch als Conversational Commerce oder Chat Commerce bezeichnet, nutzt Kommunikations- und Messaging-Plattformen und -Mobile-Apps, um auf ungezwungenere Weise über den gesamten Verkaufstrichter hinweg Produkte zu vermarkten, mit Zielgruppen zu kommunizieren und Support anzubieten. Beispiele für Plattformen, die für diese Form von Marketing genutzt werden, wären WhatsApp und Facebook Messenger.

Früher waren Vertriebs- und Kunden-Service-Prozesse förmlich gehalten und die Vertriebsmitarbeitenden siezten ihre Kundschaft. Traditionelles Messaging hat jedoch den Ruf, zu inszeniert, aufgesetzt oder erzwungen zu sein. Diese Form der Interaktion schadet der Glaubwürdigkeit einer Marke und führt zur Abwanderung von Leads.

Obwohl es immer noch Situationen gibt, in denen sich klassische Kommunikationsformen anbieten, etwa beim Kunden-Support per E-Mail, berichtet LinkedIn, dass Kundinnen und Kunden heute weniger förmliche Erlebnisse bevorzugen, die ihren Zeitplänen entsprechen.

Conversational Marketing bietet Unternehmen außerdem die Möglichkeit, engere Beziehungen zu Verbraucherinnen und Verbrauchern aufzubauen und sie schrittweise zur Conversion zu bewegen. Eine ungezwungene Ansprache kann dazu beitragen, dass sich potenzielle Kundinnen und Kunden wohler fühlen und eher zur Interaktion bereit sind. Doch wenn es darum geht, Interaktionen weniger förmlich zu gestalten, ist es mit einer einmaligen Maßnahme nicht getan. Dies ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich während der gesamten Kundenbeziehung fortsetzen sollte.

So wurden beispielsweise Kunden-Service-Teams in der Vergangenheit angewiesen, mit Kundinnen und Kunden in einem förmlichen, entschuldigenden Ton zu sprechen. Dies ist in gewissem Maße hilfreich, kann sich aber auch nachteilig auswirken, da sich die Adressaten dann weniger wohl fühlen. Die richtige Balance zu finden, ist wichtig, um euren Zielgruppen bestmögliche Kundenerlebnisse zu bieten.

3. Video-Marketing und TikTok.

Digital trend: Video marketing and TikTok

Video als Medium spielt schon immer eine wichtige Rolle im Digital Marketing, doch mittlerweile hat es sich zur vorherrschenden Content-Form im Internet entwickelt. Laut einer jährlichen Wyzowl-Umfrage nutzen über 80 % der Unternehmen das Medium Video als Marketing-Tool. Aufgrund der immer höheren Qualität von Smartphone-Kameras, der Verfügbarkeit von Bearbeitungs-Tools und der Zugänglichkeit von Videoplattformen hat sich Videotechnologie demokratisiert und ermöglicht es damit Unternehmen und Teams jeder Größe, ohne großen Aufwand professionelle Videos zu erstellen.

Um online relevant zu bleiben, müsst ihr eine solide Strategie für Video-Content entwickeln. Marketing-Fachleute können verschiedene Arten von Videos einsetzen, um die Interaktionen mit Zielgruppen aufrechtzuerhalten und Reaktionen zu testen.

Wenn euch die Entwicklung von Video-Content Schwierigkeiten bereitet, könnt ihr mit Influencerinnen und Influencern zusammenarbeiten, um Unterstützung zu erhalten. Influencer-Marketing bietet eine Reihe von Vorteilen, etwa die Möglichkeit, mit einer bereits interagierenden Zielgruppe in Kontakt zu treten, oder die kreative und inhaltliche Produktion auszulagern und nur für Ergebnisse zu bezahlen. Diese Art des Marketings ist dann erfolgreich, wenn eine starke Übereinstimmung zwischen eurer Marke und dem Image und der Zielgruppe der Influencerin bzw. des Influencers besteht. Letztendlich hängt der Erfolg oder Misserfolg eurer Influencer-Marketing-Kampagnen von den Partnern ab, mit denen ihr zusammenarbeitet.

4. Künstliche Intelligenz.

KI hat in dem Maße an Bedeutung gewonnen, in dem Digital Marketing immer mehr Routineaufgaben und Datenanalysen erfordert. Routineaufgaben wie der Versand der nächsten E-Mail oder das Zusammenführen neuer Kundendaten sollten am besten künstlicher Intelligenz überlassen werden, sodass sich Marketing-Teams auf wichtigere Aufgaben konzentrieren können.

Die zunehmende Beliebtheit ist auch darauf zurückzuführen, dass KI-Technologie immer zugänglicher, leistungsfähiger und erschwinglicher wird. Die 20 Milliarden Dollar schwere KI-Branche wird Statista zufolge von 2022 bis 2026 ein Wachstum von mehr als 200 % verzeichnen und bietet Marketing-Fachleuten eine Vielzahl von Vorteilen.

5. Personalisierung.

Digital trend: Personalization

Zu den größten Herausforderungen für Digital-Marketing-Fachleute gehört es, Möglichkeiten zur Content-Personalisierung zu finden, ohne dabei ihre Workflows aufzublähen. Zielgruppen erwarten Erlebnisse und Botschaften, die speziell auf sie abgestimmt sind. Adlucent zufolge bevorzugen 71 % der Käuferinnen und Käufer Anzeigen, die auf ihre persönlichen Interessen und Gewohnheiten zugeschnitten sind.

Grundlegende Personalisierungsmaßnahmen wie die Aufnahme eines Namens in die Betreffzeile einer E-Mail sind zwar hilfreich, verlieren aber auch schnell an Gewicht. Empfohlene Inhalte von Streaming-Services wie Netflix, Hulu und Prime Video sind Beispiele für effektive Personalisierung im Marketing. Diese Plattformen nutzen Petabyte an Kundendaten, um passende Medien zu den Inhalten zu identifizieren, die eine Anwenderin oder ein Anwender üblicherweise anschaut, und Miniaturansichten und Benachrichtigungen auf die einzelnen Anwenderinnen und Anwender abzustimmen. Mit dieser Strategie erhöhen sie die Verweil- und die Abonnementdauer.

Das Erfassen von Kundendaten ist der erste Schritt zur Gestaltung personalisierter Erlebnisse, mit denen ihr euch von der Konkurrenz abhebt. Ihr könnt euer Kundenerlebnis in jeder Phase der Customer Journey personalisieren.

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6. Storytelling.

Der Schuhersteller Manitobah beschreibt auf jeder Produktseite, wofür seine Marke steht.

Storytelling ist eine der wirkungsvollsten Methoden, um persönliche Verbindungen aufzubauen und eine starke Markenidentität zu fördern. Unser Gehirn ist für Geschichten empfänglich und besonders beliebt sind Geschichten, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht.

Anstatt eurer Kundschaft einfach nur herkömmliches Marketing-Material zu präsentieren, könnt ihr sie mit Inhalten, die authentische Erlebnisse mit eurem Produkt vermitteln, besser erreichen. Geschichten in einem Marketing-Kontext effektiv zu erzählen, kann sich als schwierig erweisen, da es Zeit braucht, bis sich ein Narrativ entwickelt. Sie können aber auch Leserinnen und Leser ansprechen und sie schließlich dazu bringen, euer Produkt in Betracht zu ziehen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Storytelling im Marketing einzusetzen.

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7. Chatbots.

Digital trend: Chatbots

Chatbots sind mittlerweile für jeden Kunden-Service-Workflow unabdingbar. Sie sind jedoch besonders nützlich für Unternehmen mit einem hohen Aufkommen an Support-Anfragen.

Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Einkäuferinnen und Einkäufer aller Branchen erwarten Verfügbarkeit und Service rund um die Uhr. Chatbots werden sowohl bei Unternehmen als auch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern immer beliebter. Laut einer Studie von Tidio ziehen 69 % der Verbraucher einen Chatbot der Warteschleife des Kunden-Service vor.

Vielleicht scheut ihr vor dem Einsatz von Chatbots zurück, weil ihr befürchtet, die Kommunikation könnte zu generisch und unpersönlich wirken, aber das muss nicht der Fall sein. Chatbot-Plattformen sind heute ausreichend flexibel und lassen sich an eure Anforderungen anpassen, beispielsweise um die Antwortzeiten für Kundinnen und Kunden zu verkürzen oder Probleme auf Kundenseite einzugrenzen. Gemäß Insider Intelligence bevorzugen 40 % der Internet-Anwenderinnen und -Anwender die Interaktion mit Chatbots gegenüber virtuellen Agenten.

Chatbots können als erste Anlaufstelle dienen, da sie es euch ermöglichen, rund um die Uhr auf eure Kundschaft einzugehen. Sie können schnell und unkompliziert einfache Fragen klären oder Kundinnen und Kunden bei der Suche nach den richtigen Ressourcen unterstützen, sodass eurem Support-Team mehr Zeit für komplizierte Fälle bleibt.

Angenommen, euer Support-Team verbringt 20 % seiner Zeit mit der Beantwortung der immer gleichen fünf Fragen. Ihr könnt euren Chatbot einfach so programmieren, dass er diese Anwenderinnen und Anwender auf die entsprechende Seite in eurer Wissensdatenbank oder den FAQs weiterleitet, anstatt Geld für diese Routineaufgabe auszugeben.

8. Livestreams.

Digital trend: Livestreams

Beim Livestreaming werden Medien gleichzeitig aufgezeichnet und in Echtzeit übertragen. In der Regel erfolgt dies über einen Social-Media-Kanal. Livestreams zählen zu den weltweit am schnellsten wachsenden Darstellungsformen für Content und bieten Zielgruppen eine einzigartige Möglichkeit, mit ihren Lieblings-Creators in Kontakt zu treten.

Die Technologie erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Twitch, eine der beliebtesten Livestreaming-Plattformen in den USA, verzeichnete laut TwitchTracker Ende 2022 durchschnittlich 2,5 Millionen Zuschauende pro Monat. Weitere beliebte Livestreaming-Plattformen sind TikTok, Instagram, Facebook und Amazon Live.

Unternehmen machen sich diesen wachsenden Trend zunutze. So hat etwas das amerikanische Modeunternehmen Tommy Hilfiger Produkte per Livestream beworben. Die Zuschauenden hatten dabei die Möglichkeit, durch Klicken im Stream Bestellungen aufzugeben. Diese Art von nahtlosem Erlebnis sorgt für weniger Reibungsverluste und ermöglicht es euch, mehr aus euren Livestreams zu machen.

9. Weiterentwicklung von SEO.

Keywords sind nach wie vor wichtig für die Suchmaschinenoptimierung. Doch die modernen Suchmaschinenalgorithmen unterscheiden sich stark von denen, mit denen Marketing-Fachleute in der Vergangenheit gearbeitet haben. Vor fünf oder zehn Jahren ließ sich mit „Keyword Stuffing“ eine gute Platzierung bei der organischen Suche erzielen. Heute jedoch kann eine solche Praxis dazu führen, dass die betreffende Website herabgestuft wird.

Moderne Suchmaschinen werden von Programmen für maschinelles Lernen gesteuert, die Interaktionsmetriken für Milliarden von Suchanfragen pro Sekunde überwachen. Sie suchen nach Inhalten, die die Fragen von Anwenderinnen und Anwendern beantworten und ihre Bedürfnisse besser erfüllen als alles andere. Daher hat sich die moderne Suchmaschinenoptimierung weiterentwickelt, um Strategien zu entwickeln, die sich auf die Absicht und Interaktion der Anwenderinnen und Anwender konzentrieren. Google bezeichnet diese als „Micro-Moments“.

Suchmaschinenoptimierung, die 2023 und darüber hinaus qualifizierten organischen Traffic generiert, setzt Folgendes voraus:

10. Verschiebung der Zielgruppen.

Zielgruppen verhalten sich nicht mehr so wie in der Vergangenheit. Die Kaufkraft der Generation Z und Millennials ist gewachsen. Laut Bloomberg generierte die Generation Z allein im Jahr 2021 mehr als 360 Milliarden Dollar an verfügbarem Einkommen – mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2018 – und diese Zahl wird mit ihrem Eintritt in das Berufsleben weiter steigen.

Ihre Präferenzen stehen in starkem Gegensatz zu dem, was Marken von den vor 1990 geborenen Generationen gewohnt sind. Es gilt, die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen zu erfüllen und sicherzustellen, dass die richtige Zielgruppe angesprochen wird. Marken sollten ihre Strategien anpassen, um diese neue Verbrauchergeneration zu erreichen.

Zu dieser Verschiebung der Zielgruppen gehören auch der Aufstieg der aufstrebenden internationalen Märkte und der relative Bedeutungsverlust des US-amerikanischen Marktes. Asien bleibt laut Euromonitor auch in den nächsten zwei Jahrzehnten eine der spannendsten Regionen unter den Schwellenländern. Hierzu gehören die Märkte in China, Indien, Indonesien, Thailand, den Philippinen und Vietnam.

Amerikanische Verbraucherinnen und Verbraucher spielen immer noch eine wichtige Rolle im globalen Handel, aber sie sind nicht mehr so zentral wie zuvor. Der globale Konsumentenkreis wird um neue Verbraucherinnen und Verbraucher aus der Mittelschicht in Ländern auf der ganzen Welt erweitert.

Überlegt, wie ihr diese neuen Verbraucherinnen und Verbraucher erreichen könnt, denn unterschiedliche Kulturen, Sprachen, gesellschaftliche Normen und Online-Verhaltensweisen können das Marketing vor neue Herausforderungen stellen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn es um Content-Erstellung geht.

11. Sprachbasierte Suche.

Digital trend: Voice search

Statista zufolge wurde in den 2010er Jahren bei sprachbasierter Suche, Sprachbefehlen und anderen Sprach-Services ein sprunghafter Anstieg verzeichnet, wobei sich die Nutzung von intelligenten Lautsprechern von 2018 bis 2022 mehr als verdoppelte.

Sofern ihr nicht bereits Inhalte für die sprachbasierte Suche (Voice Search) erstellt, entgeht euch möglicherweise eine wichtige Quelle für Traffic und Markeneinfluss. Verbraucherinnen und Verbraucher suchen weiterhin sprachbasiert über Smartphones und andere Geräte, was zusätzliche Möglichkeiten für Digital-Marketing-Fachleute schafft.

Je mehr sich Menschen an die Interaktion mit sprachgesteuerten Geräten gewöhnen, desto intensiver wird die sprachbasierte Suche genutzt, und die Technologie wird sich entsprechend verbessern. Das Update des BERT-Algorithmus von Google ist hierfür ein anschauliches Beispiel. Früher haben Suchmaschinen Suchanfragen Wort für Wort analysiert. Doch mit dieser Neuerung wurden die Funktionen von Suchmaschinen um „Natural Language Processing“ erweitert, um Phrasen und natürliche Sprache besser zu verstehen.

Ihr könnt eure Inhalte auf unterschiedliche Weise für die sprachbasierte Suche optimieren.

12. Push-Benachrichtigungen.

Eine Push-Benachrichtigung ist eine direkte Echtzeit-Meldung, die Anwenderinnen und Anwender auf ihrem Smartphone oder einem anderen Mobilgerät erhalten. Sie entwickeln sich schnell zu einer der effektivsten Methoden, um die Aufmerksamkeit von Zielgruppen zu gewinnen. Push-Benachrichtigungen können Öffnungsrate, Conversions und Interaktionen mit der Zielgruppe steigern. Zwar ist es nicht immer einfach, die Zustimmung für den Versand dieser Benachrichtigungen zu erhalten, doch ermöglichen sie eine einzigartige, direkte Verbindung. Viele Zielgruppen schauen häufiger auf ihre Smartphones als in ihren E-Mail-Posteingang.

Verwendet Push-Benachrichtigungen sparsam und gestaltet sie so personalisiert wie möglich. Angebote und Rabatte sind gute Gründe für den Versand von Push-Benachrichtigungen. Allerdings müssen die angepriesenen Produkte oder Lösungen für die jeweiligen Anwenderinnen und Anwender relevant sein. Wenn ihr beispielsweise eine Push-Benachrichtigung zu einer Verkaufsaktion für Haustierspielzeug an jemanden sendet, der noch nie Produkte für Haustiere gekauft hat, wird er sich lediglich von eurer Marke abmelden.

13. Mobile Commerce.

Digital trend: Mobile commerce

In der Vergangenheit nutzten Marketing-Fachleute mobile Anzeigen, um Leads zu einem Desktop-Kauf oder einem Kauf vor Ort zu bewegen. Mit Apple Pay, Google Pay und anderen digitalen Zahlungsanbietern ist es jedoch einfacher geworden, an mobile Anwenderinnen und Anwender zu verkaufen. Verbraucherinnen und Verbraucher sind heute eher bereit, Mobile Commerce (M-Commerce) zu nutzen – vor allem, wenn ihnen einfache Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden. Statista geht davon aus, dass der mobile Einzelhandel in den USA bis 2025 die 710-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten wird.

Um euer Kundenerlebnis für besseren Mobile Commerce vorzubereiten, solltet ihr zunächst dafür sorgen, dass eure Website für Mobilgeräte optimiert ist. Google bietet einen kostenlosen Test auf Optimierung für Mobilgeräte an, mit dem ihr eventuelle Probleme identifizieren könnt. Testet anschließend euren Checkout-Prozess auf möglichst vielen verschiedenen Mobilgeräten. Stellt sicher, dass das Verfahren intuitiv und einfach durchzuführen ist.

14. Hervorragender Kunden-Service.

Kunden-Service ist für jeden Aspekt der Customer Journey entscheidend, weshalb es nicht mehr ausreicht, lediglich schnellen Support zu bieten. Findet weitere Möglichkeiten, um ein nahtloses Erlebnis zu entwickeln und Anwenderinnen und Anwendern den Einkauf bei eurer Marke zu erleichtern. Dies dürfte in den 2020er Jahren und darüber hinaus einer der dynamischsten Bereiche im Digital Marketing werden.

Frühzeitige Interaktionen mit dem Support können dazu beitragen, Bedenken auszuräumen und Kundinnen und Kunden zu einem Kaufabschluss zu motivieren. Auch nach der ersten Conversion verbessert guter Support die Kundenbeziehung und trägt dazu bei, den Kundenlebenszeitwert für eure Marke zu maximieren.

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15. Predictive Analytics.

Predictive Analytics projiziert Trends in die Zukunft, um mögliche Ergebnisse abzuleiten. Die Technologie ähnelt KI, ist aber nicht ganz dasselbe.

Beide Technologien nutzen vorhandene Daten und Erkenntnisse, um künftige Interaktionen mit Kundinnen und Kunden zu verbessern. Aber KI ist völlig autonom, während Predictive Analytics auf menschliche Interaktion angewiesen ist, um Daten abzufragen, Trends zu erkennen und Annahmen zu testen. Letztgenannte Technologie konzentriert sich auf die Vergangenheit und sammelt Daten, um vorauszusagen, was geschehen wird.

Daten sind der Schlüssel zu vielen fortschrittlichen Marketing-Trends, und Big Data und Analysen gewinnen von Jahr zu Jahr an Bedeutung. Es ist davon auszugehen, dass diese Art von Technologie in immer mehr Branchen und mit immer komplexeren Funktionen zum Einsatz kommt.

Laut Gartner werden bis Ende 2024 75 % der Unternehmen dazu übergehen, KI für ihre betrieblichen Anforderungen zu nutzen. Die Zahl der Tools und Programme für Predictive Analytics wie erweitertes Lead-Scoring, Kundensegmentierung und Personalisierung wird in den kommenden Jahren ebenfalls zunehmen.

16. Omni-Channel-Marketing.

Eure Zielgruppe ist auf verschiedenen Kanälen zu finden. Das sollte auch für eure Marke gelten. Omni-Channel-Marketing sorgt für eine kohärente Markenbotschaft und ein einheitliches Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg. Die meisten Unternehmen sprechen ihre Zielgruppe bereits auf mehr als einer Plattform an, sodass sich eine Umstellung auf diese Form von Marketing anbietet, sofern noch nicht geschehen.

Die Anfänge des Omni-Channel-Marketings wurden durch die inkonsistenten Auftritte der Marken auf verschiedenen Plattformen und interne Datensilos erschwert. Moderne SaaS-Tools haben jedoch die Erstellung komplexer Kampagnen über mehrere Kanäle hinweg vereinfacht.

Im Gegensatz zum Multi-Channel-Marketing werden beim Omni-Channel-Marketing die Kundendaten und -erlebnisse von den einzelnen Kanälen zu einem einzigen Kundenprofil zusammengefasst. Omni-Channel-Marketing bedeutet, dass das Vertriebs-Team nachvollziehen kann, welche Web-Seiten eine Anwenderin oder ein Anwender besucht hat, dass der Kunden-Support die Einkäufe in Filialen einsehen kann und dass Marketing-Teams E-Mail-Kampagnen für einzelne Personen auf Basis der Social-Media-Aktivitäten auswählen können. Die Kundschaft erlebt einen zusammenhängenden Dialog mit der Marke.

Digital trend: Omnichannel marketing

17. Datenschutz und Sicherheit.

Da Marketing sich immer stärker auf Kundendaten stützt, machen sich Kundinnen und Kunden auch zunehmend Gedanken darüber, wie ihre Informationen erfasst und genutzt werden. Noch besorgniserregender für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Gefahr von Datenschutzverletzungen durch Dritte, von denen sowohl kleine als auch große Unternehmen betroffen sein können. Auch wenn ihr möglicherweise davon ausgeht, dass euch das nicht passieren kann, berichtet Statista, dass jedes Quartal Millionen von Datensätzen infolge von Datenschutzverletzungen offengelegt werden.

Sicherheitsverstöße gehören zu den kostspieligsten Vorfällen, die Unternehmen widerfahren können. Es kann Jahre dauern, bis der Image-Schaden, der mit der Gefährdung von Anwenderdaten einhergeht, behoben ist – ganz zu schweigen von den unmittelbaren Kosten der Sicherheitsverletzung selbst.

Wenn ihr Maßnahmen zum Schutz eurer Daten ergreift, erhöht ihr eure Glaubwürdigkeit und verringert gleichzeitig euer Risiko. Auch die Sicherheit eurer Website selbst sollte nicht vernachlässigt werden. Im Rahmen einer von John Cabot durchgeführten Studie erklärten 46 % der Anwenderinnen und Anwender, auf einer unsicheren Website keine personenbezogenen Informationen anzugeben – nicht einmal ihre Namen. 64 % dieser Befragten gaben an, sie würden die Website sofort wieder verlassen.

Regierungen weltweit ergreifen Maßnahmen, um die Erfassung von Daten einzuschränken und Verbraucherinnen und Verbrauchern die Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten zurückzugeben. Gleichzeitig stehen Marketing-Fachleute vor der Aufgabe, innovative Wege zu finden, um Daten weiterhin zu nutzen und gleichzeitig den Schutz von Verbraucherdaten zu wahren und transparente Verfahren anzuwenden.

Datenschutz wird in den nächsten fünf Jahren und wahrscheinlich weit darüber hinaus eines der kompliziertesten und umstrittensten Themen im Digital Marketing sein.

18. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung.

Nachhaltigkeit ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen von Unternehmen und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Laut IBM war mehr als 50 % der Verbraucherinnen und Verbrauchern weltweit ökologische Nachhaltigkeit 2022 wichtiger als noch 2021.

In der Vergangenheit haben sich viele Unternehmen auf ihr Geschäft konzentriert und sich mit öffentlichen Erklärungen oder kontroversen Themen zurückgehalten. Heute bevorzugen Zielgruppen jedoch Unternehmen, die sich durch Nachhaltigkeit und ein gewisses Maß an Achtsamkeit auszeichnen.

Praktisch jedes Unternehmen kann davon profitieren, wenn es kommuniziert, wie sich seine Marke für soziale oder ökologische Belange einsetzt. Wenn euer Unternehmen bislang nicht über Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung nachgedacht hat, dann ist es jetzt an der Zeit, damit zu beginnen.

Die Einbindung „grüner“ Botschaften in eure Marketing-Strategie muss nicht aufwendig sein, sollte allerdings mehr sein als nur ein Lippenbekenntnis. Käuferinnen und Käufer von heute würden dies merken. Daher sollte eure Marke zeigen, dass euch das betreffende Thema wirklich am Herzen liegt.

19. Amazon Advertising.

Digital trend: Amazon advertising

Wir rechnen für 2023 mit einer Vielzahl von Änderungen. Eines bleibt jedoch gleich: die Vorherrschaft von Amazon als größte E-Commerce-Plattform.

Einige Marken verkaufen ihre Produkte immer noch erfolgreich unabhängig. Doch Amazon ist derzeit für die meisten E-Commerce-Unternehmen die erste Adresse, um Sichtbarkeit, Klicks und Umsatz zu generieren. Laut CNBC wuchs der Amazon-Anzeigenmarkt im zweiten Quartal 2022 um 18 % und ist damit die am schnellsten wachsende Online-Anzeigenplattform neben Giganten wie Google, Pinterest, Twitter und Facebook.

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren von Amazon ist die Präsenz von Leads mit hoher Kaufabsicht. Eine Person, die auf Amazon einen Suchbegriff eingibt, macht in der Regel keinen „Schaufensterbummel“. Sie ist bereit, einen Kauf zu tätigen, sobald sie ein passendes Produkt findet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine gut konzipierte bezahlte Kampagne auf Amazon praktisch über Nacht zu einer erheblichen Umsatzsteigerung führen kann.

20. Internet der Dinge, Augmented Reality, Blockchain und neue Technologien.

Keine Liste von Marketing-Trends wäre vollständig ohne eine Erwähnung der neuesten Technologien. Auch wenn die Auswirkungen des Internet der Dinge sowie von Augmented Reality (AR) und Blockchain noch schwer vorherzusagen sind, verändern alle drei Technologien die Art und Weise, wie Marken Digital Marketing angehen.

Das Internet der Dinge ist beispielsweise eine Technologie, die es uns ermöglicht, ein „ruhendes“ Objekt zu vernetzen, beispielsweise eine Lampe, die über ein Smartphone gesteuert werden kann. Das Internet der Dinge hat bereits in einer Weise Einzug in unser tägliches Leben gehalten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schien.

Die Zahl der Anwenderinnen und Anwender, die mit Geräten im Internet der Dinge und intelligenten Objekten verbunden sind, wird sich laut Statista zwischen 2020 und 2030 voraussichtlich mehr als verdreifachen. Dieses Wachstum eröffnet Digital-Marketing-Fachleuten einzigartige Möglichkeiten, im Alltag ihrer Kundschaft organisch zu werben.

Augmented Reality wurde ebenfalls bereits in verschiedene innovative Marketing-Strategien eingebunden. So nutzt etwa die IKEA-Mobile-App AR-Technologie, um virtuelle Objekte in einer physischen Umgebung darzustellen. Marken aus der Kosmetik-, Bekleidungs- und anderen Branchen erkunden ebenfalls Möglichkeiten, AR in ihre Websites und Mobile Apps zu integrieren. AR kann das Kundenerlebnis erheblich verbessern und ermöglicht gleichzeitig interaktive Werbung.

Das Metaverse ist ein weiteres vielversprechendes Beispiel für neue Marketing-Technologien. Obwohl die Anwenderbasis noch relativ klein ist, haben integrierte digitale Erlebnisse wie das Metaverse das Potenzial, die Art und Weise, wie wir das Internet verstehen, grundlegend zu verändern.

Neue Technologien und sich ändernde Verbraucherpräferenzen sind nur einige der Trends, die Digital-Marketing-Fachleute im Blick haben müssen, um ihre Arbeit effektiv zu erledigen. Zwar gibt es noch viele weitere Veränderungen in der Welt des Marketings, aber in dieser Liste wurden die wichtigsten Trends für 2023 aufgeführt.

Sobald ihr bereit seid, mit euren Marketing-Kampagnen für 2023 loszulegen, steht euch mit Adobe Marketo Engage eine Komplettlösung zur Verfügung, mit der ihr sicherstellen könnt, dass ihr die richtige Zielgruppe ansprecht und euch gleichzeitig auf Kundenbindung, personalisierte Erlebnisse, optimierte Inhalte und Omni-Channel-Ergebnisse konzentriert.

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