Der Hauptunterschied zwischen einer Data Management Platform (DMP), einer Kundendatenplattform (CDP) und einer Kundenbeziehungsmanagement-Plattform (CRM) liegt im Zweck, für den Kundendaten gespeichert und organisiert werden. Egal ob es um die Verwaltung von Bestandskundinnen und -kunden, das Marketing für potenzielle Kundinnen und Kunden oder die Integration dieser Informationen zur Erstellung eines einheitlichen Kundenprofils geht: Jede Plattform nutzt Daten auf unterschiedliche Weise.
Eine Data Management Platform ruft Drittanbieter-Daten ab, um Zielgruppen gezielter anzusprechen und wichtige Attribute zu segmentieren. Sie erfasst Benutzerdaten, anonymisiert sie und tauscht sie dann mit anderen Unternehmen zur Bereitstellung zielgruppengerechter Werbung aus. Dies kann Digital-Marketing-Maßnahmen effizienter machen.
Das anonyme Wesen einer DMP, die pseudonymisierte Daten in großem Umfang erfasst, bedeutet außerdem, dass die Daten nicht mit vorhandenen Benutzerinformationen verknüpft werden können. Trotzdem ist es wichtig zu beachten, dass sich für DMPs Veränderungen abzeichnen werden: Angesichts des Umbruchs bei Online-Tracking-Strategien im Internet, des geänderten Ansatzes von Google in Bezug auf Third-Party-Cookies und vieler Unternehmen, die einen verbesserten Tracking-Schutz bieten, bleibt abzuwarten, wie sich DMPs weiterentwickeln und zukünftig Third-Party-Daten für Werbetreibende bereitstellen werden.
Eine Kundendatenplattform erstellt ein umfassendes, vielfältiges Bild eurer Kundschaft, indem sie Daten aus vielfältigen Quellen erfasst. Sie fasst Kundendaten aus verschiedenen Quellen zusammen, darunter Besuche eurer Website, Interaktionen mit dem Kundendienst, Besuche in der App, Besuche in Geschäften und Informationen aus Kundenbeziehungsmanagement- oder Datenmanagement-Plattformen.
Eine Kundendatenplattform verarbeitet nur First-Party-Daten. Dabei werden diese ansonsten isolierten Datenpunkte verwendet, um ein vollständiges, einheitliches und praktisch nutzbares Bild jeder Kundin und jedes Kunden zu erstellen. Diese detaillierten, plattformübergreifenden Bilder von Käuferinnen und Käufern liefern wertvolle Erkenntnisse dazu, wie ihr in jeder Phase der Vertriebspipeline alle Beteiligten effektiv erreichen könnt.
Der Fokus einer Plattform für Kundenbeziehungsmanagement liegt auf der Verwaltung der Beziehungen mit Bestandskunden und Leads. Sie hilft bei der Organisation von Daten, z. B. Einkaufshistorien, Kundenkontaktdaten und jeglicher Kommunikation, die mit der betreffenden Person stattgefunden hat.
Plattformen für Kundenbeziehungsmanagement werden häufig vom Kundendienst und den Vertriebsmitarbeitenden verwendet, da diese Daten nützlich für die Planung einer Vertriebspipeline sein können. So können Vertriebs-, Marketing-, Buchhaltungs- und Kundendienstabteilungen aufeinander abgestimmt werden, da sie über ein zentrales Tool für den Zugriff auf Kundeninformationen verfügen.