E-Commerce-Marketing – ein vollständiger Leitfaden für Anfänger.

Graphic illustrating ecommerce marketing

Online-Shopping hat sich seit seinen Anfängen in den 1990ern erheblich verändert. Gleichzeitig hat sich E-Commerce-Marketing noch nie so stark beschleunigt wie in den letzten drei Jahren.

Die Pandemie hat zu einem erheblichen Wachstum bei Internet-Verkäufen geführt und dieser Trend scheint weiter anzuhalten. Die Unternehmen, die heute davon profitieren, investieren in E-Commerce-Marketing.

Erfolgreiches E-Commerce-Marketing umfasst eine Kombination aus Content, Social Media, PPC und E-Mail-Marketing mit genauem Fokus auf die Zielgruppen des Unternehmens. Doch die Suche nach der richtigen Strategie und deren Umsetzung ist eine große und mitunter überwältigende Herausforderung.

Themen in diesem Artikel:

Was ist E-Commerce-Marketing?

E-Commerce-Marketing ist der Prozess, mit dem potenzielle Kundinnen und Kunden auf Online-Produkte oder -Services aufmerksam gemacht und zur Conversion motiviert werden. Während also ein Bereich des E-Commerce-Marketings auf die Neukundenakquise abzielt, versucht ein anderer Bereich, frühere Kundinnen und Kunden von einem erneuten Kauf zu überzeugen. E-Commerce-Marketing-Fachleute verwenden eine Vielzahl von Methoden, um die Produkte und Services ihres Unternehmens gegenüber potenziellen und bestehenden Kundinnen und Kunden zu bewerben, einschließlich Social Media, Influencer-Marketing, E-Mail-Kampagnen, Content, SEO und bezahlter Werbung.

Dabei spielt E-Commerce-Marketing eine größere Rolle denn je.

So haben Marketing-Fachleute beim hektischen Weg ins Internet und der Etablierung der Marke während der Lockdowns die Investitionen in E-Commerce-Marketing und digitale User Experiences verdoppelt. Die Menschen haben sich inzwischen an diese Online-Erlebnisse gewöhnt und erwarten sie nun überall. Investitionen in E-Commerce-Marketing sind daher unverzichtbar, um im umkämpften digitalen Raum aufzufallen.

Die damit verbundenen E-Commerce- und Marketing-Maßnahmen boten jedoch auch schon vor der Pandemie erhebliche Vorteile. Die meisten modernen E-Commerce-Plattformen lassen sich leicht einrichten und viele bieten Multi-Channel-Funktionen, mit denen Marketing-Fachleute für alle Digital-Marketing-Kanäle nahtlose Kampagnen erstellen können. E-Commerce und E-Commerce-Marketing bieten Marken die einzigartige Möglichkeit, sich auf natürliche Weise mit Zielgruppen zu verbinden und mit diesen zu interagieren, wenn sie sich in den digitalen Alltag der Menschen einfügen. Dadurch steigt der Umsatz.

Die gängigsten E-Commerce-Marketing-Kanäle.

Einer der größten Vorteile von E-Commerce-Marketing ist die Vielzahl an Möglichkeiten, neue und bestehende Kundinnen und Kunden zu erreichen. Und dank der vielen Kommunikationsmethoden haben Marketing-Fachleute viel Raum für Kreativität.

Social-Media-Marketing.

Social Media Marketing ist die Kunst, Kundinnen und Kunden über Social-Media-Netzwerke wie Facebook, Instagram, TikTok oder YouTube zu erreichen und anzusprechen. Diese (und viele andere) Social-Media-Kanäle sind demografisch sehr verschieden, sodass die Zielgruppen mit den idealen Kundenprofilen abgeglichen werden können.

Adobe Marketo Engage ecommerce social media marketing example

Ein Statista-Report zeigt zum Beispiel, dass Facebook tendenziell vor allem unter Menschen im Alter von 25 bis 54 Jahren beliebt ist, während die meisten Benutzerinnen und Benutzer von TikTok 18 bis 24 Jahre alt sind. Bei anderen Plattformen überwiegen möglicherweise männliche oder weibliche User oder sie sind vor allem in einer bestimmten geografischen Region beliebt.

Über Social Media könnt ihr euch hervorragend direkt mit euren idealen Kundinnen und Kunden verbinden – individueller, natürlicher und häufig effektiver als mit aufdringlichen Anzeigen. Über Social-Media-Konten könnt ihr außerdem Produktankündigungen, Rabatte und Kundenempfehlungen bewerben, um potenzielle Kundinnen und Kunden zu informieren, ihr Interesse zu wecken und Social Proof zu präsentieren. In der nachfolgenden, nicht vollständigen Liste findet ihr Vorschläge zu den ersten Schritten beim Social-Media-Marketing.

Influencer-Marketing.

Influencer-Marketing geht mit Social-Media-Marketing Hand in Hand, da Influencerinnen und Influencer auf Social-Media-Kanälen aktiv sind. Influencer gehören zu den wirksamsten Stimmen, Kundinnen und Kunden vom Kauf zu überzeugen, da sie dedizierte Followerinnen und Follower aufbauen, die sie kennen und ihnen vertrauen. Der Effekt ist dabei so stark, dass Marketing-Fachleute laut einem Influencer Benchmark Report für jeden Dollar, den sie in eine Influencer-Marketing-Kampagne investieren, im Durchschnitt eine Rendite von 18 Dollar erwarten können.

Ecommerce marketing influencer brand promotion example

Der größte Vorteil: Influencerinnen und Influencer müssen keine Prominenten sein. Sie benötigen lediglich mehrere Tausend Follower in der entsprechenden Nische. Wenn ihr mit guten Influencerinnen und Influencern zusammenarbeitet, könnt ihr sofort die Aufmerksamkeit der Kundinnen und Kunden gewinnen. Um maximal vom Influencer-Marketing zu profitieren, solltet ihr Folgendes beachten:

E-Mail-Marketing.

E-Mail ist nicht tot. Statista sagt sogar voraus, dass die Zahl der weltweiten E-Mail-Benutzerinnen und -Benutzer bis 2025 auf 4,6 Milliarden steigen wird.

E-Mail-Marketing ist besonders für E-Commerce-Marketing-Fachleute hilfreich, da sie damit erhebliche Zeit einsparen. Sie können Kampagnen deutlich im Voraus erstellen und Trigger festlegen, mit denen Kundinnen und Kunden automatisch entsprechend ihrer Phase im Vertriebszyklus oder dem wahrscheinlichen Wissensstand oder Interesse segmentiert werden. Basierend auf den Ergebnissen dieser Kampagnen können Marketing-Fachleute die Inhalte oder die Trigger anpassen, um die Ergebnisse kontinuierlich zu verbessern.

Mit diesen Methoden könnt ihr von einer soliden, aktuellen E-Mail-Liste profitieren:

Content-Marketing.

Content-Marketing bezieht sich auf digitale Assets wie PDF-Dateien, Videos und Web-Seiten, mit denen ihr eure Zielgruppe informiert. Content ist für E-Commerce-Marketing entscheidend, weil er Traffic zu eurer Website generiert und wichtige Fragen eurer Zielgruppe beantwortet. Und diese Strategie zahlt sich aus: Laut Edelman und LinkedIn verbringen 54 % aller Entscheidenden jede Woche mindestens eine Stunde mit dem Lesen von Thought-Leadership-Content.

Ecommerce marketing content marketing example from adobe.com

Es gibt verschiedene Arten von Content-Marketing. Selbst bei der Erstellung von Web-Seiten sollten bestimmte Strategien befolgt werden.

Suchmaschinen-Optimierung (SEO).

Durch Suchmaschinen-Optimierung (SEO) wird die Sichtbarkeit eurer Website verbessert, indem ihr eure Marke an die Anforderungen eurer Zielgruppe an Suchmaschinen anpasst. Mit mehr organischem Traffic wird eure Marke von mehr potenziellen sowie bestehenden Kundinnen und Kunden gesehen.

Bei Content-Marketing wird häufig SEO angewendet, weil eure Zielgruppe nach guten Inhalten sucht. Wenn es richtig gemacht wird, passt der Inhalt perfekt zu den Absichten eurer Zielgruppe, bietet ihr größere Vorteile als andere Web-Inhalte, fördert Interaktionen und Traffic und steigt innerhalb der Rangfolge für organische Suchen. Zur Optimierung eures SEO-Ansatzes solltet ihr auf Folgendes achten:

Pay-per-Click (PPC).

Pay-per-Click (PPC) ist eine Technik für Online-Werbung, bei der Anzeigen auf verschiedenen Plattformen, Kanälen und Websites platziert werden und der Publisher für Klicks auf die Anzeigen Geld bekommt. PPC verwenden Kunden- und Keyword-Daten, um sehr konkrete Zielgruppen zu erreichen.


Graphic illustrating PPC ecommerce marketing

Um von PPC beim E-Commerce-Marketing optimal profitieren zu können, solltet ihr auf wichtige Details achten:

Tipps und Strategien für Erfolg mit

E-Commerce-Marketing.

Nachdem wir gezeigt haben, welche Kanäle E-Commerce-Marketing-Fachleuten zur Verfügung stehen, sprechen wir jetzt über konkrete Taktiken, mit denen ihr die Effektivität eurer E-Commerce-Marketing-Maßnahmen steigern könnt.

Ziele definieren.

Jede E-Commerce-Marketing-Kampagne benötigt zuallererst klar definierte, messbare Ziele, damit ihr und euer Team darauf hinarbeiten und eure Maßnahmen konzentrieren könnt. Außerdem erhaltet ihr auf diese Weise die Metriken, die ihr zur Erfolgsmessung benötigt.

Da es schwierig ist, ganz von vorne zu beginnen, könnt ihr branchenspezifische Benchmarks verwenden. Wenn ihr bereits eure E-Commerce-Marketing-Ziele definiert habt, seht sie euch noch einmal genau an und vergewissert euch, dass sie zu den übergeordneten Zielen eures Unternehmens passen. Bedenkt dabei auch: Wenn ihr eure Ziele konsistent erreicht, könnt ihr sie eventuell auch höher stecken.

Die Konkurrenz kennen.

Wenn ihr die E-Commerce-Marketing-Aktionen eurer Mitbewerber versteht, könnt ihr eure Ziele und Strategien besser ausrichten – oder in bestimmten Bereichen bewusst aggressiver oder weniger aggressiv vorgehen. Prüft eure Mitbewerber, um festzustellen, wo sie sich in eurem Markt positionieren. Analysiert dazu zum Beispiel diese Faktoren:


Findet heraus, in welchen Bereichen eure Konkurrenz erfolgreich ist. Stellt anschließend fest, ob ihr diesen Erfolg replizieren oder ob ihr mit einem anderen Ansatz einen Teil der Kunden abgreifen könnt.

Die Zielgruppe ganz genau definieren.

Selbst wenn ihr bereits in der Vergangenheit ideale Kundenprofile erstellt habt, lohnt es sich, sie zu überprüfen und zu aktualisieren. Vergewissert euch, dass sie detailliert genug sind, um eure E-Commerce-Marketing-Taktiken zu unterstützen, und dass sich die demografischen und psychografischen Daten nicht geändert haben. Für diese Analyse könnt ihr wie folgt vorgehen:


Je nach Zielgruppensegment benötigt ihr eine andere E-Commerce-Marketing-Strategie. Passt daher eure Marketing-Maßnahmen an jedes dieser Segmente an.

Entscheidet, welche Kanäle für euer Unternehmen relevant sind.

Einige Kundinnen und Kunden verbringen die meiste Zeit in Social Media und rufen niemals ihre E-Mails ab, während andere jeden eurer Blogposts lesen, aber niemals auf Anzeigen klicken würden. Ihr müsst also wissen, welche Kanäle eure Zielgruppen tatsächlich nutzen. So könnt ihr in die Kanäle investieren, in denen eure Kundinnen und Kunden am wahrscheinlichsten mit eurer Marke interagieren, und die bestmögliche Rendite erzielen.

Die wichtigste Grundlage für die Entscheidung über die richtigen Kanäle sind Daten. Demografische Daten sind ein guter Anfang, zeigen aber nicht unbedingt, wer zu eurer Zielgruppe gehört. Mit Umfragen erhaltet ihr bessere Erkenntnisse, doch mitunter sagen Menschen nicht unbedingt auch das, was sie tatsächlich tun.

Seht euch die letzten Performance-Daten an und stellt fest, ob ihr Kundinnen und Kunden sowie Accounts per Content, E-Mail, Social Media oder Anzeigen erreicht. Je nachdem, für welche Kanäle ihr euch entscheidet, müsst ihr E-Mail-Listen aufbauen oder anpassen, Social-Media-Influencerinnen und -Influencer finden oder Content-Marketing-Ressourcen erstellen, um erfolgreich sein zu können. Wenn ihr eine Plattform einsetzt, die Erkenntnisse erfasst und Content für mehrere Kanäle verwaltet, wird diese Aufgabe erheblich vereinfacht.

Erstellt ein Treueprogramm.

Treueprogramme können die Kundenbindung verbessern. Wenn ihr im Rahmen eures Treueprogramms Rabatte, Prämienpunkte, Geschenke und Kundenvorteile anbietet, bekommen eure Kundinnen und Kunden das Gefühl vermittelt, etwas Besonderes zu sein, und vertiefen ihre Beziehung zu eurer Marke.

Führt vor dem Start eines Treueprogramms jedoch Tests durch, um sicherzustellen, dass eure Incentives zu den Wünschen und Erwartungen eurer Kundinnen und Kunden passen. Bittet eure besten Kundinnen und Kunden außerdem, euch weiterzuempfehlen und Freunden, Familienmitgliedern und Kolleginnen und Kollegen von euren Produkten zu erzählen. Motiviert sie außerdem dazu, Online-Bewertungen zu hinterlassen oder an Kundenreferenzen teilzunehmen, um Momentum aufzubauen.

Die beste Methode zum Verwalten von

E-Commerce-Marketing.

Durch die Pandemie hat E-Commerce-Marketing an Popularität gewonnen – und dieser Trend hält weiter an. Mit E-Commerce-Marketing können Unternehmen ihre Zielgruppen kennenlernen, mit ihnen interagieren, sie gezielt ansprechen und auf diese Weise effektiv einen Kundenstamm aufbauen und den Absatz in der digitalen Wirtschaft steigern.

Doch ohne die richtigen Tools ist es nicht möglich, von all den Vorteilen von E-Commerce-Marketing zu profitieren. Adobe ist ein Vorreiter beim E-Commerce und bietet fortschrittliche Tools an, mit denen ihr E-Commerce-Sites aufbauen und verwalten, mit personalisierten Einkaufserlebnissen mit Kundinnen und Kunden interagieren und die Customer Journey optimieren könnt.

Adobe Commerce powered by Magento ist die weltweit führende Lösung für E-Commerce und skaliert mit allen Geschäftsanforderungen, damit Marken ihre Kundinnen und Kunden auf allen Geräten und Marktplätzen erreichen können – mit unübertroffener Sicherheit und Performance und minimalen Kosten.

Wenn ihr euer E-Commerce-Marketing-Programm schnell starten wollt, erfahrt ihr bei unserer interaktiven Tour, wie unsere E-Commerce-Produkte euren Einstieg beschleunigen können.