Wie ihr ein Kundenprofil erstellt – mit Praxisbeispielen und Anwendungsfällen.
09-16-2025
Ganz gleich, ob ihr in einem B2B- oder B2C-Unternehmen arbeitet – der Druck, eure Kundschaft wirklich zu verstehen, war noch nie so groß wie heute. Das gilt besonders für Enterprise-Teams, die Millionen von Datenpunkten über voneinander getrennten Quellen hinweg verwalten.
Die Herausforderung? Die meisten Marketing- und Vertriebsteams glauben, ihre Kunden zu kennen, aber in Wirklichkeit sind sie mit den Datenmengen überfordert. Es fehlt eine klare Strategie, um die Kundendaten sinnvoll auszuwerten. Dazu dient ein Kundenprofil.
Ein Kundenprofil offenbart mehr als nur grundlegende demografische Daten. Es gewährt einen umfassenden Überblick über eure Kundschaft – was sie antreibt, wie sie sich verhält, welche Probleme lösen will. Und wenn ihr es strategisch einsetzt, ist ein Profil mehr als ein statisches Dokument. Es ermöglicht die Bereitstellung personalisierter, konsistenter und wirkungsvoller Erlebnisse an jedem Touchpoint. Dieser Leitfaden beschreibt Schritte zum Aufbau von Kundenprofilen, die wirklich funktionieren – egal, ob ihr gerade erst startet oder die Skalierung auf Unternehmensebene umsetzt. Hier findet ihr praktische Tipps, Praxisbeispiele und erfahrt, wie Tools in Adobe Experience Platform euch helfen können, eine einheitliche Kundensicht zu erstellen, die Ergebnisse voranbringt.
In diesem Beitrag werden die folgenden Themen behandelt:
- Was ist ein Kundenprofil?
- Wie Kundenprofile messbare Geschäftsergebnisse voranbringen
- Vorteile der Kundenprofilierung
- So erstellt ihr ein Kundenprofil in sechs Schritten.
- Erweiterte Techniken der Kundenprofilierung
- Messung der Effektivität von Kundenprofilen
- Kundenprofile in eurem Unternehmensökosystem integrieren
- Kundenprofile über Kanäle hinweg integrieren
- Sicherstellung von Data Governance, Datenschutz und Compliance in großem Umfang.
Was ist ein Kundenprofil?
Ein Kundenprofil ist eine Datei, die alle Merkmale und Verhaltensweisen eurer idealen Kundinnen und Kunden enthält.Der Zweck eines Kundenprofils besteht darin, dass ihr die Bedürfnisse eurer Zielgruppe besser versteht und euren Ansatz darauf abstimmt. Kundenprofile sind nicht nur statische Dokumente – sie sind die Grundlage für messbare Geschäftsergebnisse wie Umsatzsteigerung, geringere Kundenabwanderung und höhere Kundenzufriedenheit. Und so funktioniert es.
Kundenprofile enthalten in der Regel Informationen über einen Kunden oder eine Kundin:
- Demografische Merkmale wie Alter, Standort und Geschlecht
- Interessen
- Kaufverlauf oder Kaufgewohnheiten
- Für B2B-Profile: Unternehmensgröße
- Motivationen
- Problem der Kundschaft (Pain points)
Um ein Kundenprofil aufzubauen, müsst ihr eine Kundenprofilierung vornehmen, bei der ihr eure allgemeine Zielgruppe analysiert, um Kontakte mit ähnlichen Datenpunkten zu finden. Ziel ist es, ein einheitliches Profil eurer idealen Kundinnen und Kunden auf Basis gemeinsamer Attribute zu erstellen.
Mit einem Profil ist es für Marketing und Vertrieb viel einfacher, Content, Kommunikationskanäle und Aktionen auf eure wichtigste Zielgruppe zuzuschneiden. Diese Personalisierung führt zu einem besseren Kundenerlebnis und mehr Verkäufen.
Auch wenn ein Kundenprofil einer Buyer-Persona ähnelt, sind die Begriffe nicht identisch. Ein Kundenprofil orientiert sich an Daten und fokussiert für euch wichtige Geschäftskontakte – daher eignet es sich hervorragend für Account-basiertes Marketing. Mit einem Kundenprofil erhaltet ihr eine Sammlung faktenbasierter Datenpunkte, um Leads schneller qualifizieren zu können.
Käuferpersonas hingegen sind fiktive Darstellungen eurer Käuferinnen und Käufer, die sich stärker auf qualitative Daten stützen. Für Unternehmen ist es nicht ungewöhnlich, für das gleiche Kundenprofil über mehrere Käuferprofile zu verfügen. Ihr könnt euch das so vorstellen: Das Kundenprofil ist die übergeordnete Strategie für die Art von Unternehmen, die ihr erreichen möchtet, während die Käuferprofile die unterschiedlichen Personentypen sind, die ihr in diesem Unternehmen erreichen wollt.
Die einfachste Methode, eure Kundenprofile aufzubauen, ist, euren aktuellen Kundenstamm zu analysieren und alle in eindeutige Profile zu segmentieren. Dadurch erhaltet ihr eine sofort verfügbare Quelle zuverlässiger Daten und erfahrt, welche Kontakte am wertvollsten sind.
Wie Kundenprofile Geschäftsergebnisse messbar verbessern.
Kundenprofile sind mehr als nur Stammdaten – sie beschleunigen das Unternehmenswachstum. Für Unternehmen wirkt sich die Fähigkeit, die Kundschaft zu verstehen, direkt auf den Geschäftserfolg aus. Und so funktioniert es:
Umsatzsteigerung durch gezielte Kampagnen.
Mit einem klaren Bild ihrer idealen Kundschaft können Marketingteams zielgerichtete und wirkungsvolle Kampagnen aufbauen. Diese Zielgenauigkeit senkt Ausgaben für erfolglose Anzeigen, erhöht die Konversionsrate – und bringt letztlich mehr Umsatz mit demselben Budget.
Verbesserung der Lead-Qualifizierung und der Vertriebseffizienz.
Vertriebsteams verschwenden keine Zeit mit unqualifizierten Leads und können sich auf Accounts konzentrieren, die eurem idealen Kundenprofil entsprechen. Diese Ausrichtung verkürzt den Verkaufszyklus und verbessert die Abschlussquoten – was zu höheren Gewinnraten und lukrativen Geschäftsabschlüssen führt.
Steigerung der Kundenbindung und des Lebenszeitwerts.
Genaue Profile helfen euch, die Bedürfnisse der Kundschaft frühzeitig zu erkennen, sie zu unterstützen und für sie Angebote zu personalisieren – so reduziert ihr Abwanderung und fördert wiederholte Käufe. Das Ergebnis ist ein höherer Kundenwert und stärkere langfristige Beziehungen.
Steigerung der betrieblichen Effizienz.
Profile sorgen dafür, dass eure Teams aus Marketing, Vertrieb, Service und Entwicklung dieselbe Kundensicht haben. Dieses gemeinsame Verständnis optimiert die Zusammenarbeit, reduziert Doppelarbeit und lässt euch Ressourcen besser einsetzen.
Wettbewerbsvorteil durch geeignete Daten.
Wenn ihr Daten aus dem gesamten Unternehmen in einem einzigen, verwertbaren Profil zusammenführt, schafft ihr ein strategisches Asset, das KI-gestützte Erkenntnisse, Echtzeit-Personalisierung und intelligentere Geschäftsentscheidungen ermöglicht.
Vorteile der Kundenprofilierung
Das Erstellen von Kundenprofilen führt nicht nur zu allgemeinen Ergebnissen wie steigenden Umsätzen oder einer besseren Kundenbindung, sondern ermöglicht es euren Teams, jeden Tag effizienter zu arbeiten. Profilierung gibt Vertriebs-, Marketing- und Serviceteams ein klares Framework, um schnellere und genauere Entscheidungen zu treffen – sei es bei der Priorisierung von Leads, der Personalisierung von Kampagnen oder der Identifizierung von Risikokundinnen und -kunden.
Hier erfahrt ihr, wie Kundenprofilierung Abläufe optimieren und die teamübergreifende Zusammenarbeit verbessern kann:
- Potenzielle Kundinnen und Kunden identifizieren: Nicht jeder Lead ist eine ideale Kundin oder ein idealer Kunde. Statt die gleichen Ressourcen für jeden Lead einzusetzen, könnt ihr mit Kundenprofilen herausfinden, welche Leads am ehesten zu Kundinnen und Kunden werden. Profile unterstützen euch nicht nur dabei, diese potenziellen Kundinnen und Kunden zu finden, sondern auch, sie zum Handeln zu motivieren.
- Die Qualifizierung eurer Leads: Mit der Lead-Qualifizierung sparen sowohl euer Vertriebsteam als auch eure Kundschaft viel Zeit. Mit einem Kundenprofil kann euer Vertriebsteam direkt messbar erkennen, ob es sich lohnt, einen Lead weiterzuverfolgen oder nicht. Dadurch kann es mehr Zeit darauf verwenden, für euer Unternehmen wichtige Leads zu pflegen – was wiederum den Umsatz und Return on Investment (ROI) steigern kann.
- Besserer Service für eure Kundschaft: Kundenerlebnis ist das Fundament für erfolgreichen Vertrieb und Marketing. Sobald ihr mehr über eure Zielgruppe wisst, könnt ihr mit den gesammelten Daten das Kundenerlebnisse an jedem Touchpoint verbessern. Customer Relationship Management (CRM)-Tools machen es euch einfach, eure Kundenprofile einzubinden und eure Zielgruppe automatisch und messbar besser anzusprechen.
- Stärkung der Kundenloyalität: Kundenprofile ermöglichen es Marketing- und Vertriebsteams, eurer Kundschaft individuelle Personalisierung zu bieten. Dies führt zu einer zufriedenen Kundschaft, die einen Grund hat, zu bleiben. Das verringert nicht nur die Abwanderung, sondern steigert auch die Kundentreue und auf lange Sicht die Verkäufe. Tatsächlich geben 94 % der Kundinnen und Kunden an, dass positive Erlebnisse sie eher zu zukünftigen Käufen bewegen.
So erstellt ihr ein Kundenprofil in 6 Schritten.
Die Kundenprofilierung ist äußerst nützlich, aber es kann euch schwierig erscheinen, wenn ihr eure Zielgruppe noch nie profiliert habt. Befolgt diesen sechsstufigen Prozess, um ein klares, aussagekräftiges Kundenprofil als Grundlage für eure Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu erstellen:
1. Erfasst Kundeninformationen.
Daten sind die Grundlage jedes Kundenprofils. Deshalb sind 84 % aller Kundenservice-Verantwortlichen der Meinung, dass Kundendaten und Analysen sehr wichtig sind. Um mit dem Anlegen von Kundenprofilen zu starten, sammelt und analysiert eure verfügbaren Kundendaten.
Es kann schwierig sein, all diese Informationen manuell zu verarbeiten, besonders wenn ihr viele Kundinnen und Kunden habt. Zum Glück kann euch die richtige Software helfen, die Daten zum Erstellen dieser Kundenprofile zu erfassen, zu aggregieren und zu analysieren. Lösungen wie Adobe Experience Platform bieten ein Customer Relationship Management zur Speicherung dieser wichtigen Kundendaten und leiten euch durch einen strukturierten Prozess zur Erstellung von Kundenprofilen.
2. Identifiziert demografische Daten eurer Kundschaft.
Sobald ihr mit dem Logging von Kundendaten in einem Customer Relationship Management startet, solltet ihr demografische Merkmale sammeln, die ihr zum Aufbauen von Kundenprofilen verwenden könnt. Mit diesen Datenpunkten könnt ihr eure Kundendaten effizienter auswerten.
- Grundlegende demografische Informationen: Startet zuerst mit grundlegenden Informationen über eure Kunden. Dazu gehören Datenpunkte wie geografischer Standort, Branche, Berufsbezeichnung, Geschlechtsidentität, Alter und Gerätepräferenzen.
- Verhalten: Analysiert als nächstes typische Verhaltensweisen eurer Kundinnen und Kunden, die ihre Kaufentscheidungen beeinflussen können. Dazu gehören Informationen über den Lebensstil der Kundschaft, wie zum Beispiel ihre sozioökonomische Klasse oder ihre Einkaufsvorlieben.
- Einstellung und Denkweise: Hier geht es um die Einstellung und das Mindset eurer Zielgruppe. Tragt Informationen zu den Werten, Interessen, Sorgen und Bedenken eurer Kundschaft zusammen, um eure Profile zu vervollständigen.
3. Verwendet eine Customer Journey Map.
Nachdem ihr nun grundlegende Informationen über eure Zielgruppe habt, dokumentiert genau, welche Schritte eure Leads unternehmen, um Kundinnen und Kunden zu werden. Hierzu erstellt ihr eine Customer Journey Map, eine visuelle Darstellung der häufigsten Touchpoints, die Leads mit eurer Firma vor dem Konvertieren haben.
Customer Journey Maps zeigen die Journey eurer Kundschaft – von der ersten Marketing-Begegnung über den Kaufprozess und den Kundendienst bis hin zur Stammkundschaft. Das Abbilden der Customer Journey verschafft euch ein tiefes Verständnis eurer Zielgruppe, das ihr nutzen könnt, um ein effektiveres Profil zu erstellen.
4. Schaut euch das Feedback an.
Quantitative Daten sind nützlich, aber es ist auch hilfreich, Meinungen eurer Kunden und Kundinnen einzuholen. Mithilfe des Feedbacks erhaltet ihr wertvolle Informationen über die Erwartungen, Probleme und Motivationen eurer Kundschaft. Stimmt euer Marketing, Produktfunktionen und den Kundendienst genau auf die Erwartungen eurer Zielgruppe ab.
Ihr könnt auf verschiedene Arten Kundenfeedback einholen. Falls ihr derzeit nur wenige Kundendaten in eurem Customer Relationship Management habt, schaut euch bei der Konkurrenz um. Das ist zwar nur eine indirekte Feedback-Quelle, aber ihr könnt in den sozialen Kanälen und auf Bewertungsseiten eurer Konkurrenten sehen, wie deren Kunden mit ihnen interagieren. Achtet besonderes auf geäußerte Beschwerden.
Ihr findet auch Feedback in euren eigenen Rezensionen. Wie bewerten euch eure Kundinnen und Kunden bisher? Sucht nach gemeinsamen Themen in euren Bewertungen, um ähnliche Anregungen, Herausforderungen und Verhaltensweisen zu erkennen.
Außerdem könnt ihr Kundenfeedback einholen, indem ihr Umfragen und Interviews durchführt. Formuliert Fragen basierend auf dem, was ihr bereits über eure Kundinnen und Kunden wisst, um eventuelle Wissenslücken zu schließen. Versendet digitale Umfragen per E-Mail, um Reaktionen zu erhalten. Am besten haltet ihr diese Umfragen kurz und konzentriert euch auf das Wesentliche. Wenn ihr detailliertere Informationen wünscht, bietet ausgewählten Kundinnen und Kunden eine Aufwandsentschädigung für kurze Online-Interviews an. Das erfordert mehr Zeit, aber im direkten Gespräch erhaltet ihr ein umfassenderes Bild eurer Zielgruppe.
5. Erstellt Kundenprofile.
Nachdem ihr nun ein klareres Bild davon habt, wer eure Kunden sind, ist es an der Zeit, eure Kundenprofile zu erstellen.
Jedes eurer Kundenprofile sollte mindestens folgende Daten enthalten:
- Titel: Ihr richtet euch an Fachkräfte in einem Unternehmen, könnt also eine Berufsbezeichnung hinterlegen.
- Altersbereich: Nicht alle eure Kundinnen und Kunden sind gleich alt, aber ihr könnt hier ein ungefähres Alter auswählen. Ihr könnt zum Beispiel erfahrene Fachkräfte im Alter von 45 bis 65 Jahren als Zielgruppe wählen.
- Bildungsniveau: Gebt den Bildungsabschluss der Personen an. Das kann das Abitur sein, ein Bachelor- oder Master-Abschluss oder ein Doktortitel. Außerdem solltet ihr angeben, ob die Personen eine spezielle Zertifizierung oder Lizenz besitzen.
- Kaufmuster: Dauert es bei dieser Person Wochen, bis sie eine Entscheidung trifft, und zwar erst nach Rücksprache mit einer größeren Gruppe? Oder trifft sie schnell eigene Entscheidungen? Zudem müsst ihr die durchschnittlichen Verkaufswerte und die Einkaufshäufigkeit berücksichtigen, um die Kaufmuster eurer Kundschaft zu verstehen.
- Problembereiche: Euer Unternehmen ist dafür da, Kundenprobleme zu lösen. Indem ihr diese „Schmerzpunkte“ (Pain Points) im Kundenprofil auflistet, habt ihr die Bedürfnisse eurer Kundschaft immer im Blick.
- Eignung von Produkten oder Services: Euer Unternehmen bietet wahrscheinlich verschiedene Produkte und Services an. Legt in euren Kundenprofilen fest, welche Angebote sich am besten eignen, um die Probleme eurer Kundschaft zu beheben. So kann euer Team für jede Kundin und jeden Kunden die relevantesten Botschaften erstellen.
Sobald ihr euer Kundenprofil erstellt habt, teilt es mit euren Marketing-, Vertriebs- und Kundendienstteams. Für sie ist das Profil ein nützliches Tool zum Optimieren der Kampagnenbotschaften und anderer Aspekte, bis hin zum Timing.
6. Aktualisiert Kundenprofile regelmäßig.
Es erfordert intensive Recherchen und Arbeit, um detaillierte Kundenprofile zu erstellen. Die Erstellung eines Profils und seine Aktivierung sind aber zwei verschiedene Vorgänge. Testet es mit einem erstellen Profil. Das ermöglicht euch, kleinere Anpassungen vorzunehmen und die Qualität des Profils zu verbessern, bevor es unternehmensweit eingeführt wird.
Auch wenn ihr wahrscheinlich großen Nutzen aus diesem Profil zieht, müsst ihr euch bewusstmachen, dass es nicht statisch ist. Eure Kundschaft, euer Unternehmen, eure Branche und eure Services verändern sich im Laufe der Zeit – deshalb ist es wichtig, Kundenprofile regelmäßig zu aktualisieren. Regelmäßige Aktualisierungen helfen eurem Unternehmen, relevant zu bleiben und sich auf die richtige Zielgruppe zu konzentrieren.
Lasst nicht zu, dass diese Profile im Laufe der Zeit veralten, sondern bestimmt einen festen Zeitpunkt, zu dem euer Team sie überprüft. Das kann ein oder zweimal jährlich passieren oder quartalsweise. Tragt diese Termine jetzt in den Kalender ein, damit euer Team daran denkt, diese Profile so oft wie nötig zu aktualisieren.
Erweiterte Techniken für die Kundenprofilierung.
Wenn euer Unternehmen wächst, werden die Kundendaten komplexer. Über die Grundlagen hinauszugehen bedeutet, fortschrittliche Technologien einzusetzen, um aus Rohdaten in Echtzeit und im großen Umfang Erkenntnisse zu ziehen.
KI und maschinelles Lernen nutzen.
Manuelle Profilierung hat ihre Grenzen – besonders, wenn ihr es mit Millionen von Kundinnen und Kunden zu tun habt. Mithilfe von KI und maschinellem Lernen könnt ihr Muster erkennen, die ihr ansonsten übersehen würdet. Ihr könnt Kundinnen und Kunden in dynamische Segmente gruppieren, Verhaltensänderungen erkennen und Profile in Echtzeit anpassen.
Für Unternehmen bedeutet das weniger Rätselraten und eine bessere Prognosequalität. Mit Tools wie der Adobe Experience Platform könnt ihr strukturierte und unstrukturierte Daten importieren, Modelle für maschinelles Lernen anwenden und Profile erstellen, die sich automatisch aktualisieren, wenn sich das Kundenverhalten ändert.
Predictive Analytics bei der Kundenprofilierung.
Predictive Analytics erweitert die Möglichkeiten der Kundenprofilierung und unterstützt euch dabei, folgende Fragen zu beantworten:
- Welche Personen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit abwandern – und warum?
- Welche Kundinnen und Kunden haben das höchste Lebenszeitwert-Potenzial?
- Welches ist das beste Produkt, das ihr als Nächstes empfehlen könnt?
Diese Erkenntnisse verbessern nicht nur die Segmentierung – sie unterstützen euch dabei, während der gesamten Customer Journey klügere Entscheidungen zu treffen. Ihr könnt beispielsweise die Zielgruppe mit Risikokonten proaktiv ansprechen, wertvollen Kundinnen und Kunden personalisierte Angebote machen und das Timing für eure Kampagnen anhand vorhersehbarer Interaktionsmuster optimieren.
Kundenprofile kanalübergreifend integrieren.
Profile sind nur dann wertvoll, wenn sie über alle Touchpoints hinweg miteinander verbunden sind. Für Unternehmen beginnt hier die eigentliche Arbeit: Sie müssen Silos aufbrechen und sicherstellen, dass Kundendaten über CRM-, Marketing-Automatisierungs-, Analyse- und Service-Plattformen hinweg fließen.
Mit Profilen einheitliche Kundenerfahrungen gestalten.
Kundinnen und Kunden erwarten nahtlose Interaktionen, aber die meisten Unternehmen arbeiten immer noch in getrennten Systemen. Adobe Experience Platform führt die Daten aus allen Quellen zu einem einzigen, für alle Teams und Tools zugänglichen Profil zusammen.
Mit dieser Integration könnt ihr:
- Konsistentes Messaging über Web, E-Mail, Paid Media und Offline-Kanäle bereitstellen.
- Vertriebs- und Serviceteams mit aussagekräftigen Erkenntnissen unterstützen.
- Personalisierungen in Echtzeit und in großem Umfang aktivieren – ganz ohne manuellen Aufwand.
Eure Kundenprofile auf Marketingstrategien ausrichten.
Einheitliche Profile ermöglichen euch intelligenteres Marketing. Mit genauen Daten könnt ihr:
- Wichtigen Zielgruppen für Kampagnen den Vorrang geben.
- Content basierend auf tatsächlichen Verhaltensweisen und Vorlieben anpassen.
- Den richtigen Kanal, den richtigen Zeitpunkt und die passende Art der Kommunikation für jedes Segment wählen.
- Die Performance mithilfe von Erkenntnissen fortlaufend optimieren.
Der Unterschied liegt zwischen einer ungenauen, zufälligen Methode und einer passenden Zielgruppenansprache mit, die Wirkung zeigt.
Messung der Wirksamkeit von Kundenprofilen.
Das Erstellen von Profilen ist erst der Beginn. Für Unternehmensteams ist die Messung wichtig – denn ihr könnt nur verbessern, was gemessen wird.
Wichtige Kennzahlen, die nach der Implementierung von Kundenprofilen zu beobachten sind.
Sobald eure Profile live sind, überwacht:
- Konversionsrate: Schließt ihr mehr Geschäfte ab?
- Lead-Qualifizierungsrate: Sprecht ihr die richtigen Interessentinnen und Interessenten an?
- Kundenakquisekosten (CAC): Gebt ihr weniger aus, um hochwertige Kundschaft zu gewinnen?
- Kundenzufriedenheit (CSAT) und Net Promoter Score (NPS): Verbessern sich die Kundenerlebnisse und Rezensionen?
- Engagement-Raten: Erhalten eure Kampagnen mehr Klicks, Öffnungen und Interaktionen?
Kundenbindung durch Kundenprofilierung verbessern.
Kundenbindung ist der ultimative Test für effektive Profilierung. Mit genauen Profilen könnt ihr:
- Risikokunden frühzeitig identifizieren.
- Angebote machen, die weitere Einkäufe bewirken.
- Die Ansprache personalisieren, damit eure Kunden am Ball bleiben.
Das Ergebnis? Ein wachsender Kundenstamm, der euch erhalten bleibt.
Kundenprofile im gesamten Unternehmensökosystem integrieren.
Kundenprofile sind nur wertvoll, wenn ihr sie überall miteinander verbindet. Für große Unternehmen bedeutet das, die Silos zwischen Marketing, Vertrieb, Service, Analyse und IT aufzubrechen. Ein Profil ist nicht nur eine Datei in einem System – es ist das Herzstück eurer Kundendatenstrategie und sorgt für personalisierte Erlebnisse über alle Kanäle und Touchpoints hinweg.
So setzt ihr es in eurem Unternehmensökosystem um:
Verbindet die Punkte zwischen euren Systemen.
Die Technologie-Stacks von Unternehmen sind komplex: CRM, Data Warehouse, Marketing-Automatisierung, BI-Tools und Kundenservice-Plattformen. Ohne Integration bleiben eure Profile isoliert und euren Teams fehlt der Kontext, den sie für fundierte Entscheidungen benötigen.
Adobe Experience Platform wurde entwickelt, um diese Lücken zu schließen. Als zentrale Anlaufstelle nimmt sie aus euren bestehenden Systemen – Salesforce, Microsoft Dynamics, Snowflake und mehr – Daten auf und führt sie zu einem einzigen Echtzeit-Kundenprofil zusammen. Das bedeutet, eure Teams können auf dieselbe genaue, aktuelle Kundensicht zugreifen, egal ob sie eine Kampagne erstellen, einen Bericht ausführen oder ein Support-Ticket beantworten.
Ermöglicht konsistente, personalisierte Erlebnisse.
Wenn eure Profile im gesamten Ökosystem miteinander verbunden sind, bietet ihr nahtlose Erlebnisse.
Beispiele:
- Marketingteams können Kampagnen basierend auf dem Echtzeit-Browsing-Verhalten personalisieren.
- Vertriebsteams können vor einem Anruf die letzten Service-Interaktionen einsehen.
- Serviceteams können Kundenbedürfnisse anhand des Einkaufsverlaufs und der Präferenzen prognostizieren.
Das ist nicht nur Effizienz – es ist die Grundlage für Loyalität und langfristiges Wachstum.
Ermöglicht funktionsübergreifende Zusammenarbeit.
Getrennte Daten führen zu getrennten Teams. Mit einheitlichen Profilen ziehen Marketing-, Vertriebs- und Serviceteams an einem Strang und ermöglichen damit:
- Präziseres Targeting und Segmentieren
- Bessere Zielgruppenansprache und Inhalte
- Schnellerer und effektiverer Kundenservice
Indem ihr Profile unternehmensweit integriert, verbessert ihr nicht nur eure Kampagnen – ihr schafft eine Kultur der Kundenzentrierung, in der jedes Team die Bedürfnisse der Kundschaft versteht und antizipiert.
Macht eure Datenstrategie zukunftssicher.
Euer Unternehmensökosystem entwickelt sich weiter. Neue Tools kommen und gehen, aber eure Kundenprofile sind die verlässlichste Datenquelle. Die offene Architektur und das API-First-Design der Adobe Experience Platform ermöglichen, dass ihr neue Technologien integrieren, euch an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen und skalieren könnt, ohne von vorne beginnen zu müssen.
Unternehmensweite Sicherstellung von Data Governance, Datenschutz und Compliance.
Für Unternehmen geht es beim Erstellen von Kundenprofilen nicht nur um gezielteres Targeting – sondern darum, Vertrauen aufzubauen. Ohne strenge Datenverwaltung und Datenschutzmaßnahmen riskiert ihr auch mit der ausgefeiltesten Profilierungsstrategie, das Vertrauen eurer Kundschaft zu untergraben. Schlimmstenfalls verstoßt ihr gegen Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), den California Consumer Privacy Act (CCPA) und das australische Datenschutzgesetz.
So erstellt ihr Profile sicher, regelkonform und nachhaltig erfolgreich:
Implementiert ein robustes Data Governance Framework.
Kundendaten fließen über mehrere Teams, Tools und Systeme. Ohne Governance kann dies zu fragmentierten, veralteten oder inkonsistenten Profilen führen. Unternehmen benötigen ein klares Governance-Modell, das Folgendes definiert:
- Dateneigentum: Wer ist für die Korrektheit verantwortlich?
- Zugriffskontrollen: Wer kann abteilungsübergreifend Profildaten anzeigen, bearbeiten und nutzen?
- Datenlebenszyklus-Management: Wie werden Daten erfasst, gespeichert, aktualisiert und archiviert?
Adobe Experience Platform bietet eingebettete Governance-Funktionen, mit denen Enterprise-Teams Regeln definieren, Berechtigungen festlegen und die Datennutzung in Echtzeit verwalten können.
Implementiert Datenschutz technisch („Privacy by Design“).
Bei jeder Kundeninteraktion müssen muss von Anfang an die Datenschutzpräferenzen berücksichtigt werden – egal ob auf einer Website, in einer Anwendung oder vor Ort.
Die technische Implementierung des Datenschutzes in eure Profilierungsstrategie bedeutet:
- Sicherstellung der Einwilligung an jedem einzelnen Touchpoint
- Berücksichtung und Umsetzen der Präferenzen eurer Kundschaft in allen Systemen
- Automatisches Kennzeichnen und Entfernen von Daten, die nicht den Compliance-Standards entsprechen
Die Funktionen für die Einwilligungsverwaltung in der Adobe Experience Platform stellen sicher, dass eure Profile nicht nur korrekt, sondern auch datenschutzkonform sind – sodass eure Kundinnen und Kunden Kontrolle über ihre Daten haben.
Haltet die Compliance-Regeln in internationalen Märkten ein.
Unternehmen sind oft in mehreren Ländern tätig, die jeweils eigene Datenschutzgesetze haben. Compliance ist nicht statisch – sie entwickelt sich weiter. Eure Profilierung muss flexibel genug sein, um sich an neue Vorschriften anzupassen, und skalierbar genug, um die unterschiedlichen regionalen Anforderungen zu erfüllen.
So hilft Adobe Experience Platform Organisationen, diese Komplexität zu bewältigen:
- Regionale Datenspeicherung und -verarbeitung
- Prüfprotokolle für Compliance-Berichterstattung
- Bereitstellung von Tools für dynamisches Einwilligungs- und Präferenzmanagement
Für euch empfohlen
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