Agile Teams können ganz unterschiedlich gestaltet sein und arbeiten. Es gibt jedoch einige spezifische Merkmale, die alle erfolgreichen agile-Teams gemeinsam haben. Eines der Ziele der agilen Methode besteht darin, Silos zu beseitigen und ein Gefühl der Zusammenarbeit zu fördern, das sowohl positiv als auch produktiv ist.
Verbesserte Team-Zusammenarbeit.
Die erfolgreichsten agilen Teams zeichnen sich vor allem durch ein Gefühl der Einheit aus, das alle Handlungen und Interaktionen durchdringt. Team-Mitglieder werden ermutigt, ihre Erfolge und Misserfolge gleichermaßen mitzuteilen und bei Bedarf zusammenzuarbeiten, um Lösungen vorzuschlagen oder Erfolge zu feiern. Wenn ihr als kohärente Einheit zusammenarbeitet, könnt ihr die allgemeine Team-Performance verbessern und zugewiesene Ziele erfolgreicher erreichen.
Hohe Produktivität.
Durch die Arbeit als einheitliche Gruppe sollten agile Teams auch eine hohe Produktivität zeigen. Wenn klar ist, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist und wann sie fällig sind, können alle Beteiligten besser verstehen, welche Rolle sie im Team innehaben, und ihre Aufgaben auf die effizienteste Weise erledigen.
Funktionsübergreifende Funktionalität.
Funktionsübergreifende agile Teams werden häufig mit T-förmigen Teams verglichen, bei denen die Mitglieder über profundes Know-how in bestimmten Bereichen sowie über die Fähigkeit verfügen, funktionsübergreifend in anderen Bereichen zu arbeiten. Tatsächlich gibt es zwischen diesen Teamstrukturen durchaus Ähnlichkeiten. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass agile, funktionsübergreifende Team-Mitglieder Fähigkeiten außerhalb traditioneller Disziplinen besitzen, ist höher. Durch dieses umfassende Know-how können sie an verschiedenen Projekten mitarbeiten, was wiederum die Geschwindigkeit eines agilen Teams erhöht. Der Grund ist einfach: Wenn ihr nicht auf externe Ressourcen warten müsst, könnt ihr in kürzerer Zeit mehr erledigen.
Klar definierte Zuständigkeiten.
Zwar sollten die Team-Mitglieder bereit sein, einander bei Bedarf zu helfen, aber klar definierte Aufgaben und Zuständigkeiten für jede Person können dazu beitragen, die Arbeitsaufteilung und Vorgehensweisen zu optimieren. Projekt-Managerinnen und -Manager oder Scrum Master können sicherstellen, dass es keine Überschneidungen zwischen Aufgaben gibt. So bleiben die Beteiligten produktiv und effizient, da Grenzen und Aufgaben klar definiert sind.
Selbstorganisiert mit Fokus auf Mehrwert.
Agile Teams erzielen die besten Ergebnisse, wenn sie den prognostizierten Mehrwert kennen, den sie dem Unternehmen bringen werden. Führungskräfte sollten die Ziele und Ergebnisse von Anfang an klar formulieren, den Mehrwert definieren und aufzeigen, wie die iterativen Aufgaben von heute in das finale Produkt oder die Dienstleistung von morgen übergehen.
Emotionale Intelligenz.
Agile Projekte können mitunter stressig sein, da die Team-Mitglieder bestrebt sind, die klar festgelegten Deadlines mit präzisen Ergebnissen einzuhalten. Agile Teams mit einem hohen Maß an emotionaler Intelligenz sind in der Lage, Zeiten von beruflichem und privatem Stress zu bewältigen, indem sie die Team-Mitglieder von der aktuellen Arbeit trennen. So machen sie in schwierigen Zeiten mehr Fortschritte, statt in Panik zu geraten.
Anpassbar und lernbereit.
Agile Team-Mitglieder sind Chamäleons, die von einer Umgebung zur nächsten wechseln können, ohne dass sich die von ihnen erzielten Ergebnisse ändern. Häufig wissen sie sehr genau, welches berufliche Umfeld am besten zu ihnen passt, sodass sie in jeder Situation den produktivsten Ort finden können.
Fortgeschrittene T-förmige Fähigkeiten.
Team-Mitglieder mit T-förmigem Qualifikationsprofil verstehen die meisten Aspekte eines Projekts auf einer grundlegenden Ebene (die horizontale Linie oben im „T“) und verfügen gleichzeitig über profundes Know-how in einem Bereich (die vertikale Linie in der Mitte). Diese Fähigkeit kann für Teams von Vorteil sein, die die Entwicklung oder Prozesse in bestimmten Bereichen vorantreiben möchten.