Social-Media-Marketing – eine Strategie für 2022 und darüber hinaus.

A professional building a social media marketing strategy

Social-Media-Marketing (SMM) ist ein wichtiger Aspekt der Marketing-Strategie jedes Unternehmens. Allerdings stellt der ständige Wandel, dem Social Media unterliegt, eine Herausforderung dar. Strategien, die vor einem Jahr noch funktioniert haben, sind inzwischen weniger erfolgreich, und Kanäle, die zuvor für eure Zielgruppen geeignet waren, kommen möglicherweise aus der Mode. Wenn eure SMM-Strategie veraltet ist und nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt, wird es Zeit für ein Update.

Wir haben einen einfachen Leitfaden zusammengestellt, der euch Schritt für Schritt dabei unterstützt, eure SMM-Strategie für 2022 und darüber hinaus zu aktualisieren.

1. Legt strategische Ziele fest und definiert Metriken.

Setzt bei der Entwicklung eurer Social-Media-Marketing-Strategie am Ende an. Indem ihr mit dem Ziel vor Augen beginnt, könnt ihr sicherstellen, dass euer Social-Media-Plan einen messbaren Wert für euer Marketing-Team und euer Unternehmen schafft.

Im Folgenden findet ihr einige typische Social-Media-Ziele sowie die zu deren Tracking verwendeten Metriken.

2. Identifiziert und recherchiert eure Zielgruppen.

Sobald ihr einige strategische Ziele vor Augen habt, ist es an der Zeit, eure Profile zu definieren und zu verfeinern. Das Erfolgsgeheimnis hierbei sind Daten von tatsächlichen Kundinnen und Kunden. Wenn diese Informationen nicht verfügbar sind, solltet ihr euch zunächst auf die Anschaffung einer zuverlässigen Echtzeit-Kundendatenplattform (CDP) konzentrieren. Vereinheitlichte Kundendaten ermöglichen es euch, präzise Profile zu entwickeln, die tatsächlichen Kundinnen und Kunden entsprechen.

User persona example for social media marketing

Euer Marketing-Team verfügt wahrscheinlich über Käuferprofile, aber diese müssen für Social Media verfeinert werden. Anwenderinnen und Anwender auf Social-Media-Plattformen erwarten persönliche Kontakte, daher müssen die Interaktionen mit eurer Zielgruppe gezielt und personalisiert sein. Mithilfe demografischer Daten zu Alter, Interessen und Standort könnt ihr eure Zielgruppe genauer bestimmen.

Je mehr Details ihr bei der Erstellung von Profilen berücksichtigt, desto besser.

  1. Die richtige Einteilung der Altersgruppen ist wichtig, da die einzelnen Generationen in der Regel unterschiedliche Plattformen bevorzugen.
  2. Informationen zu beruflichen Positionen sind ebenfalls nützlich. Eine Führungskraft ist vielleicht auf LinkedIn offen für berufliche Kontakte, empfindet diese auf Kanälen wie Instagram und Facebook jedoch als störend.
  3. Psychografische Daten kombinieren demografische und psychologische Merkmale, um realitätsnahe Profile zu erstellen.

Profilvorlagen können euch bei euren ersten Schritten als Inspiration dienen.

3. Wählt geeignete Social-Media-Kanäle aus.

Nicht alle Social-Media-Kanäle sprechen alle gleichermaßen an. Unterschiedliche Plattformen ziehen in der Regel unterschiedliche Zielgruppen an. Ein junger Tech-Startup-Gründer sieht sich abends vielleicht TikTok-Videos oder Instagram-Stories an, während eine erfahrene B2B-Führungskraft bei ihrem Morgenkaffee auf Facebook vorbeischaut. Ein frischgebackener Hochschulabsolvent hingegen sieht sich möglicherweise lieber YouTube-Tutorials an.

Zu einem strategischen Social-Media-Plan gehört auch, dass ihr wisst, welche Kanäle am besten zu euren Zielgruppen passen.

Das erklärt, warum ihr eure jüngeren männlichen Zielgruppen möglicherweise nicht erreicht, obwohl ihr dreimal am Tag auf Instagram postet. SMM-Strategien haben viel mit Demografie zu tun.

Fangt klein an und konzentriert euch auf einen oder zwei Kanäle, die am besten zu eurer jeweiligen Zielgruppe passen. Bei diesem Schritt geht Qualität vor Quantität. Sobald ihr eure Marke auf einigen Kanälen etabliert habt, könnt ihr weitere Kanäle ausprobieren.

4. Erstellt Content, der zielgerichtet, überzeugend und ansprechend ist.

Nun geht es an die Content-Erstellung. Eine gute SMM-Strategie konzentriert sich auf die Erstellung von Content, der zielgerichtet, überzeugend und ansprechend ist. Um überzeugenden Content zu erstellen, müsst ihr euch zunächst mit den unterschiedlichen Content-Typen auf den einzelnen Plattformen vertraut machen.

Dass auf Instagram Videos immer mehr in den Vordergrund rücken, ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich Social Media verändert und warum Marketing-Fachleute damit Schritt halten müssen. Nachdem der Fokus von Instagram jahrelang auf Bildern lag, hat der Wechsel zum Videoformat gravierende Auswirkungen auf SMM-Strategien.

Anwenderinnen und Anwender bekommen die Inhalte zu sehen, die auf den jeweiligen Plattformen bevorzugt werden. Wenn ihr versucht, auf Instagram Bilder zu posten, kommen diese häufig gar nicht mehr am neuen Algorithmus vorbei. Es liegt bei euch, darauf zu achten, dass ihr den richtigen Content auf den richtigen Kanälen veröffentlicht.

Wenn ihr mit der Planung und Erstellung von Content für eure Social-Media-Kanäle beginnt, solltet ihr einige wichtige Punkte berücksichtigen.

Wägt Bilder und Videos gegeneinander ab.

Bilder sind oft einfacher zu erstellen als Videos. Allerdings lässt sich mit statischen Bildern eure Botschaft möglicherweise nicht so gut vermitteln. Die Produktion von Videos kostet zwar mehr Zeit und Aufwand, allerdings können Videos eine Fülle von Informationen enthalten, mit denen sich Conversions erzielen lassen.

Facebook-Content sollte beispielsweise zu 60 % bis 70 % aus Bildern und zu 15 % bis 20 % aus Videos bestehen. Der Rest kann aus Live-Videos, Storys, Text und Links zusammengesetzt sein.

A Xerox social media marketing Facebook post

Tretet sympathisch auf.

Wenn Anwenderinnen und Anwender durch Social Media scrollen, suchen sie meist nach Entspannung und unterhaltsamen, leicht zu konsumierenden Inhalten. Ein natürlicher, freundlicher Ton kommt immer gut an, unabhängig von euren Zielen und eurer Branche.

A Wendy's social media marketing Twitter post

Wahrscheinlich will eure Marke nicht so weit gehen wie die Schnellrestaurant-Kette Wendy's mit ihren sarkastisch-frechen Tweets. Das Unternehmen hat jedoch zweifellos für Aufsehen gesorgt, als es anfing, auf Twitter Fans zu roasten und Memes zu produzieren.

Entscheidet euch für einen Design-Stil und bleibt dabei.

Stellt euch eure Marketing-Strategie für Social Media wie die Gestaltung eines Hauses vor. Euer Unternehmen kann eine gelassene maritime Atmosphäre verbreiten oder sich für einen stimmungsvollen Mid-Century-Look entscheiden. Verschiedene Farbschemata rufen unterschiedliche Gefühle hervor, daher solltet ihr bei der Gestaltung mit Bedacht vorgehen. Wenn ihr auf euren Social-Media-Kanälen dieselben Farben und dieselbe Design-Sprache verwendet, tragt ihr zur Verbesserung der Markenwahrnehmung und zum professionellen Erscheinungsbild eurer Seiten bei.

Legt einen Content-Mix fest.

Die 80/20-Regel (80 % informative Inhalte, 20 % werbliche Inhalte) kann hier Orientierung bieten. Letztlich solltet ihr jedoch ein Verhältnis finden, das für eure Zielgruppen sinnvoll ist. Schließlich möchte niemand einer Seite folgen, auf der es ausschließlich darum geht, Produkte oder Services zu verkaufen. Wenn eine Seite hilfreiche Anleitungen und Informationen mit Bezug auf die Interessen ihrer Follower bietet, werden Werbebeiträge besser angenommen und sind erfolgreicher.

5. Richtet einen Social-Media-Kalender ein.

Als Nächstes solltet ihr einen Social-Media-Kalender einrichten. Legt fest, wie häufig ihr – je nach Verfügbarkeit eures Teams und euren Best Practices – auf den einzelnen Kanälen posten möchtet. Die Best Practices variieren je nach Kanal, aber im Allgemeinen solltet ihr mehrmals pro Woche oder sogar täglich Inhalte posten, sofern euer Team über entsprechende Kapazitäten verfügt.

An example of a social media marketing calendar

Tageszeit und Wochentag sind ebenfalls wichtige Faktoren, die je nach Kanal variieren. Beispiel:

Sobald ihr den geeigneten Zeitpunkt zum Posten ermittelt habt, könnt ihr davon ausgehend die Termine und Fristen für die Content-Erstellung auf Basis der Kapazitäten eures Teams bestimmen. Dabei solltet ihr die Veröffentlichung eurer Posts automatisieren, um Content innerhalb der Zeitfenster zu versenden, in denen er auf den einzelnen Kanälen am erfolgreichsten ist.

6. Werft einen Blick auf die Konkurrenz.

Es ist sinnvoll, sich darüber zu informieren, wie eure Konkurrenten Social Media nutzen – und wie erfolgreich sie dabei sind. Vielleicht haben sie ein bisher noch nicht ausgeschöpftes Themengebiet entdeckt, an dem eure Zielgruppen interessiert sind.

Kanäle.

Euer Unternehmen könnte sich beispielsweise auf Facebook konzentrieren, um die Zielgruppe der 30- bis 40-Jährigen zu erreichen. Dann stellt ihr jedoch fest, dass eure Konkurrenten einen großen Teil ihrer Ressourcen für Twitter aufwenden. Möglicherweise haben sie ein wachsendes Interesse unter männlichen Anwendern an eurer Branche entdeckt und verzeichnen auf Twitter mehr Interaktionen. Kanäle, auf denen eure Konkurrenten erfolgreich sind, dürften sich auch für euer Unternehmen eignen.

Wenn ihr andererseits auf den naheliegenden Social-Media-Plattformen nicht weiterkommt, sucht nach vielleicht ungenutzten Potenzialen auf Kanälen, die eure Konkurrenten nicht nutzen. Seht euch sich die demografischen Daten der Anwenderinnen und Anwender der betreffenden Netzwerke noch einmal genauer an und sucht nach einer Nischenüberschneidung mit euren Zielgruppen. Wenn ihr als Erste auf einer Plattform präsent seid, verschafft euch das einen enormen Vorteil.

Content.

Die Analyse der SMM-Inhalte eurer Konkurrenten ist ein weiterer guter Ansatz, um in Erfahrung zu bringen, welche Aspekte erfolgreich sind. Wenn sie beispielsweise durch Influencer-Marketing viele Interaktionen erzielen, könnt ihr das wahrscheinlich auch.

A social media marketing influencer post

Achtet außerdem auf den Tonfall eures Contents. Wenn eure Inhalte seriös und professionell gehalten sind, aber eure Konkurrenten ihre Interaktionsraten durch witzige Memes steigern, solltet ihr eure Strategie anpassen. Selbstverständlich solltet ihr dabei nicht gegen die allgemeinen Markenrichtlinien verstoßen. Versucht jedoch, die Sprache der Plattform zu sprechen.

Bewertungen.

Die meisten Marketing-Fachleute wissen, wie wichtig es ist, ihrer Kundschaft zuzuhören. Allerdings kann auch die Meinung der Kundschaft eurer Konkurrenten für euer Unternehmen nützlich sein. Sucht auf beliebten Plattformen nach ihren Markennamen, um zu erfahren, was die Anwenderinnen und Anwender sagen.

Möglicherweise hinterlassen sie auf Facebook Kommentare, die auf ein Problem mit einem Produkt hinweisen. Oder sie schlagen ein Update für ein aktuelles Online-Tool vor, um ein Problem zu lösen, das bei ihnen auftritt. Mit diesen Erkenntnissen kann euer Unternehmen Lücken in der Branche erkennen und diese Chancen für sich nutzen.

Branchenführer.

Schließlich solltet ihr auch die Branchenführer nicht außer Acht lassen, die möglicherweise viel größer sind als euer Unternehmen. Marken in eurer Branche, die zu groß sind, um (vorerst) unmittelbare Konkurrenten zu sein, können wichtige Anhaltspunkte dafür bieten, wohin sich neue Trends entwickeln. Denn sie verfügen über die Ressourcen, um kommende Trends zu prognostizieren und sich einen Vorsprung zu verschaffen.

7. Prüft eure Social-Media-Marketing-Strategie.

Social-Media-Marketing ist keine Strategie, die man einmal festlegt und dann wieder vergisst. Social Media entwickelt sich ständig weiter, es gibt ständig wechselnde Trends. Entsprechend muss sich auch eure SMM-Strategie ständig weiterentwickeln.

Zieht die im ersten Schritt festgelegten Ziele und Messgrößen heran, um eure Strategie regelmäßig zu prüfen. Die Tatsache, dass etwas vor sechs Monaten funktioniert hat, bedeutet nicht, dass es auch heute noch funktioniert. Um diese Prüfungen durchzuführen, solltet ihr euch auf Analysen stützen. Ihr solltet den Erfolg eurer aktuellen Strategie an euren anfänglichen Zielen messen, um zu ermitteln, was funktioniert hat und was nicht. Ausgehend davon könnt ihr die nächste Kampagne auf Basis der neuen Erkenntnisse anpassen.

Häufig gestellte Fragen zu SMM.

Angesichts der schnellen Änderungen, denen SMM unterliegt, ergeben sich für euch wahrscheinlich Fragen zu einzelnen Aspekten. Im Folgenden findet ihr häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema Social Media Marketing.

Was ist Social Media Marketing?

Social Media Marketing (SMM) ist eine Marketing-Disziplin, die Social-Media-Plattformen nutzt, um potenzielle Kundinnen und Kunden zu erreichen und mit ihnen in Kontakt zu treten. SMM kann dazu beitragen, die Markenwahrnehmung zu verbessern, eine Community rund um eine Marke aufzubauen, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen, die Bindung zu bestehenden Kundinnen und Kunden zu verbessern und den Website-Traffic zu erhöhen.

Was ist eine Social-Media-Marketing-Strategie?

Eine Social-Media-Marketing-Strategie beschreibt den Plan eines Unternehmens für Social-Media-Kampagnen und -Posts innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie wird unter Berücksichtigung der Unternehmensziele erstellt und muss regelmäßig aktualisiert werden, da sich sowohl die Ziele als auch die Best Practices für Social Media ständig ändern.

Was beinhaltet eine Social-Media-Marketing-Strategie?

Der Entwicklung einer guten Social-Media-Strategie für 2022 und 2023 sollten folgende Schritte vorausgehen:

Eine Social-Media-Marketing-Strategie für 2022 und darüber hinaus.

Eine moderne Social-Media-Marketing-Strategie kann unter anderem dazu beitragen, sowohl bestehende als auch neue Kundschaft anzusprechen, die Markenwahrnehmung zu verbessern, verwertbares Feedback von tatsächlichen Kundinnen und Kunden einzuholen sowie den Website-Traffic und den Umsatz zu steigern.

Bringt zunächst eure Stakeholder zusammen und legt fest, welche Ziele für euer Unternehmen im Moment am wichtigsten sind. Ausgehend von diesen Zielen könnt ihr euch dann an die Entwicklung einer tragfähigen SMM-Strategie machen.

Adobe Marketo Engage, Teil von Adobe Experience Cloud, ist eine Komplettlösung für die Verwaltung von Leads, mit der ihr personalisierte Erlebnisse orchestrieren, Content verbessern und geschäftliche Auswirkungen kanalübergreifend messen könnt.

Wenn ihr Posts auf mehreren Social-Media-Plattformen koordinieren, Interaktionen automatisieren und Analysen an einer zentralen Stelle anzeigen möchtet, seht euch die Produkttour zu Adobe Marketo Engage an.