Kundenerlebnisse sind der digitale Trend, der moderne Unternehmen wachsen lässt, da Kundinnen und Kunden in fast allen Branchen „digital first“ agieren. Daher müssen Marken dringend Personalisierung einführen und dazu umfangreiche Kundendaten erfassen.
Doch Kundendaten stammen aus verschiedensten Quellen und sind zudem häufig unstrukturiert. Einer der wichtigen Erfolgsfaktoren der kommenden Jahre wird die Fähigkeit sein, Kundendaten gut zu verwalten und zu verwenden.
Hier kommen Kundendatenplattformen (Customer Data Platforms, CDPs) ins Spiel.
Die Wahl eurer CDP ist eine wichtige Geschäftsentscheidung. Der Markt bietet jedoch so viele Optionen, dass die richtige Wahl schwerfällt. Wir unterstützen euch bei dieser Entscheidung. In diesem Artikel erfahrt ihr alles, was ihr über die Wahl der richtigen CDP für euer Unternehmen, eure Zielgruppe und eure Teams wissen solltet. Dabei erhaltet ihr diese Informationen:
- Was sind Kundendatenplattformen?
- Vergleich der 13 besten CDPs auf dem Markt.
- Die Wahl der richtigen CDP für euer Unternehmen.
Was sind Kundendatenplattformen?
Kundendatenplattformen sind Software-Lösungen, die Daten erfassen, die direkt von Kundinnen und Kunden stammen, um damit ein einheitliches Profil für alle Benutzerinnen und Benutzer zu erstellen. Diese Daten, die als First-Party-Daten bezeichnet werden, können aus verschiedenen Quellen stammen. Gleichzeitig könnt ihr mithilfe dieser Daten Trends und Verhaltensmuster innerhalb der gesamten Zielgruppe identifizieren. Durch die Vereinheitlichung könnt ihr sicherstellen, dass eure Kampagnen äußerst zielgerichtet sind.
Gute CDPs werden in allen Branchen immer wichtiger. Als Google zum Beispiel bekanntgab, dass Chrome zukünftig keine Cookies mehr unterstützen wird, wurde Marketing-Fachleuten bewusst, dass die Erfassung von Kundendaten schwieriger wird. CDPs füllen diese Lücke.
CDPs erfassen und organisieren First-Party-Daten aus mehreren Quellen – von Terminals in Filialen bis zu E-Mails und Web-Formularen. Die CDP führt diese Daten in einem einzigen Kundenprofil zusammen, das ihr für alle Kanäle und Systeme nutzen könnt. In Filialen erfasste Daten können zum Beispiel für Social-Media-Marketing-Entscheidungen genutzt werden, während Daten von einer E-Commerce-Plattform für den Kunden-Support nützlich sein können.
CDPs können aber noch mehr. Mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen können CDPs vorhersagen, was eure Kundinnen und Kunden als Nächstes tun werden, und Empfehlungen für die nächsten Schritte geben. So wisst ihr genau, welche E-Mails ihr senden, welche Produkt ihr empfehlen oder in welche Kampagnen ihr sie einbeziehen solltet.
Es gibt einige allgemeine Arten von CDP. Die Kategorisierung einzelner Lösungen kann jedoch schwierig sein, weil sich die Funktionen überschneiden. Insgesamt gibt es vier CDP-Haupttypen, aus denen ihr wählen könnt. Das sind die Unterschiede:
- Marketing-Cloud-CDPs werden von großen Software-Unternehmen angeboten, die sich am Markt für Kundendatenplattformen beteiligen. Ihr wichtigstes Verkaufsargument ist die Integration der CDP mit den anderen Lösungen dieses Anbieters. Dadurch könnt ihr die CDP mit euren übrigen Marketing-Lösungen kombinieren, ohne Anbieter wechseln zu müssen.
- Smart-Hub-CDPs sind vorkonfiguriert und daher sofort und einfach einsetzbar. Diese CDPs konzentrieren sich auf Analysen und Vorhersagen (daher die Bezeichnung „Smart“), damit Benutzerinnen und Benutzer in Echtzeit auf das Verhalten ihrer Kundinnen und Kunden reagieren können.
- Marketing-Datenintegrations-CDPs haben ihren Fokus auf Daten, weniger auf Analysen und Vorhersagen. Mit diesen CDPs lassen sich zwar segmentierte Kampagnen bereitstellen, sie bieten jedoch wenig Unterstützung bei der Entscheidungsfindung.
- Engines und Toolkit-CDPs richten sich an Marken, die eine eigene Lösung für ihre individuellen Anforderungen wünschen. Diese CDPs sind komplex und meist teuer. Sofern ihr keine maßgeschneiderte Lösung benötigt und nicht über gewisses technisches Know-how verfügt, solltet ihr euch für eine andere Art von CDP entscheiden.
Es gibt Hunderte CDP-Anbieter auf dem Markt. Die Suche nach dem passenden Anbieter für euer Unternehmen ist daher wahrscheinlich nicht einfach. Nachfolgend stellen wir die derzeit 13 besten CDPs vor.
Vergleich der 13 besten Kundendatenplattformen.
1. Adobe Real-Time Customer Data Platform.
Adobe Real-Time CDP ist eine Cloud-basierte Plattform, die sowohl B2B- als auch B2C-Daten von mehreren Kanälen erfasst und verwaltet und einheitliche Account-Profile erstellt. Diese Profile werden in Echtzeit aktualisiert, sobald die Software neue Daten aktiviert. Dadurch können Marketing-Fachleute basierend auf den aktuellsten Interaktionen relevante und personalisierte Erlebnisse erstellen.
Die Stärke dieser CDP liegt in den Echtzeitfunktionen, d. h. die Zielgruppendaten werden bei jeder Aktivität aktualisiert, sodass Unternehmen zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über die Attribute und das Verhalten ihrer Kundinnen und Kunden erhalten.
2. Treasure Data CDP.
Treasure Data CDP ist eine Unternehmens-CDP, die Datenschutz priorisiert. Treasure Data CDP ist für die Verarbeitung großer Datenmengen bekannt. Sie kann jede Sekunde Millionen Datenzeilen übertragen, sodass sie für Anforderungen an Big Data geeignet ist. Benutzerinnen und Benutzer wissen die integrierten Connectoren zu schätzen, mit denen sie bei der Vereinheitlichung der Kundendaten Zeit sparen.
Einige beschweren sich darüber, dass zu einigen Workflows die Dokumentation fehlt und sie daher nicht wissen, wie diese implementiert werden sollen.