Was ist Enterprise Content Management (ECM)?

Adobe for Business Team

10-09-2025

Eine Marketing-Fachfrau betrachtet personalisierten Content, der einem Kunden bereitgestellt wird, und misst dessen Performance.

Enterprise Content Management (ECM) ist eine Kombination aus Strategien, Tools und Prozessen, mit denen Unternehmen die Kontrolle über ihren Content übernehmen können, indem sie Informationen in einem zentralen System erfassen, organisieren, speichern und bereitstellen. Mit der Weiterentwicklung von Content-Typen und Workflows hat sich ECM angepasst, damit alles weiterhin effizient abläuft.

Ob interner Bericht, Marketing-Kampagne, Blogpost oder Website-Aktualisierung – die Menge an Content, den Unternehmen erstellen, verwalten und bereitstellen müssen, wächst kontinuierlich.

Hinzu kommt die Herausforderung, Content für verschiedene Zielgruppen anzupassen, ihn über mehrere Kanäle zu verteilen und das Tracking der Performance sicherzustellen. Das ist viel zu bewältigen, und Unternehmen haben oft das Gefühl, nicht hinterherzukommen – genau hier kommt ECM ins Spiel.

Bei dem ständigen End-to-End-Prozess – beschaffen, erstellen, verwalten und bereitstellen von Content – könnt ihr euch schnell überfordert fühlen. Und dann kommt noch die Personalisierung, Optimierung, Marketing über verschiedene Kanäle und das Messen der Customer Experience hinzu. Personen mit Entscheidungsbefugnis und Führungskräfte brauchen eine einzige Lösung, die alles übernimmt: Enterprise Content Management.

In diesem Beitrag werden die folgenden Themen behandelt:

Was ein ECM-System leistet und warum es wichtig ist.

Enterprise-Content-Management-Systeme helfen Organisationen dabei, Content zu erfassen, zu analysieren, zu verwalten, zu archivieren und bereitzustellen. Sie entfernen außerdem Duplikat-Content, indem sie ähnliche Dateien erkennen und zusammenführen, wodurch Unordnung und Speicherbedarf reduziert werden. Dokumente werden zentral mit Metadaten gespeichert, um eine einfache Organisation und einen schnellen Zugriff zu ermöglichen. ECM-Lösungen sind leistungsstark genug, um sowohl webbasierten Marketing-Content als auch die interne Dokumentenverwaltung zu verwalten.

Der Bereich Dokumentenmanagement innerhalb von ECM wird manchmal als „Content-Management“ bezeichnet. Gemeint ist die Fähigkeit der Technologie, physisches und digitales Content-Management so zu kombinieren, dass es sich nahtlos in bestehende Informationssysteme und -prozesse integrieren lässt. Dokumenten-Management verwaltet die transaktions- und prozessorientierten Content eines Unternehmens.

Die andere Seite von ECM wird häufig als „Content-Services“ bezeichnet. Content-Services beschäftigen sich mit Daten. Es handelt sich um eine Full-Service-Funktion, die Content erfasst, verfolgt, analysiert und dort bereitstellt, wo und wann er benötigt wird.

Mit den entsprechenden Berechtigungen können Benutzende Content schnell über die Volltext-Suche finden und von jedem Device aus Ansicht, Bearbeitung oder Drucken aufrufen. Diese intelligenten Suche-Funktionen sparen Zeit, steigern die Produktivität und stellen sicher, dass die richtigen Informationen die richtigen Personen genau dann erreichen, wenn sie sie benötigen.

Angesichts wachsender Bedenken wegen Finanzbetrug, Datenverletzungen und strenger Compliance-Management-Vorschriften müssen Unternehmen Content sorgfältig verwalten, um sowohl ihre Abläufe als auch ihren Ruf zu schützen. Content-Management-Systeme unterstützen außerdem eine bessere Entscheidungsfindung, da sie mit Analyse-Tools integriert werden können, die Roh-Content in geschäftliche Erkenntnisse verwandeln.

Da Remote-Arbeit, Mobile-Zugriff und Cloud-Technologie mittlerweile zum Standard werden, sorgen ECM-Systeme für sichere Collaboration und Kontinuität. Es hilft euch außerdem, die Abhängigkeit von Papier zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und das Risiko bei Störungen zu minimieren. Da sich Content-Typen wie Video, Audio und Social Media weiterentwickeln, müssen sich auch ECM-Plattformen weiterentwickeln, um unstrukturierte Daten zu verwalten und Unternehmen dabei zu unterstützen, organisiert, agil und gesetzeskonform zu bleiben.

Laut Fortune Business Insights wird der globale Markt für ECM-Lösungen derzeit auf 42,93 Milliarden USD geschätzt und soll bis zum Jahr 2032 voraussichtlich auf 150,97 Milliarden USD anwachsen.

Funktionen des Enterprise-Content-Management-Systems.

Enterprise-Content-Management umfasst in der Regel fünf Hauptfunktionen: Erfassen, Verwalten, Speichern bzw. Ablegen, Aufbewahren und Bereitstellen. Diese Elemente greifen ineinander, um eine integrierte ECM-Architektur zu schaffen, die sowohl benutzerorientierte als auch technische Funktionen unterstützt.

Beispiele für ECM-Software.

Heute gibt es viele Enterprise-Content-Management-(ECM)-Lösungen, die jeweils eine unterschiedliche Kombination von Funktionen zur Unterstützung von Content-Erfassung, Collaboration, Datenspeicherung, Einhaltung von Vorschriften und Bereitstellung bieten. Welche Wahl die richtige ist, hängt von der Größe, Branche und den spezifischen Content-Anforderungen eures Unternehmens ab. Im Folgenden findet ihr einige weit verbreitete ECM-Plattformen:

Vorteile eines ECM-Systems.

Enterprise Content Management ist nichts Neues. Aber obwohl der Begriff bereits Anfang der 2000er Jahre geprägt wurde, ist die Technologie erst vor Kurzem so weit gereift, dass sie das volle Potenzial von ECM ausschöpfen kann.

Hier sind einige der wichtigsten Vorteile, die moderne ECM-Lösungen eurem Unternehmen bieten.

Flussdiagramm zeigt ECM-Vorteile – Datenzugänglichkeit, Content-Organisation, Content-Erfassung, papierlose Prozesse und Datenverteilung.

ECM-Software ist die einfache Lösung, um Prozesse und Performance in jeder Phase des Content-Lebenszyklus zu verbessern. Diese intuitiven Systeme und Tools helfen Organisationen dabei, ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten.

Die Implementierung dieser Lösungen erzeugt natürliche Effekte, die Raum schaffen, damit Organisationen nicht nur wachsen, sondern auch gedeihen können. ECM ermöglicht es Organisationen, ihre Energie auf externe Initiativen wie Collaboration, Partnerschaften und Innovation umzuleiten, anstatt sich mit interner Organisation aufzuhalten.

ECM-Lösungen werden in Branchen wie Banken, Finanzdienstleistungen und Versicherungen (BFSI), Gesundheitswesen, öffentlicher Verwaltung und Einzelhandel weit verbreitet eingesetzt, wo effizientes Content-Management und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wichtig sind.

Erfahrt, wie Adobe seine unternehmensweite Content Supply Chain im Zeitalter von KI transformiert hat.

Erste Schritte mit einem ECM-System.

Die Implementierung einer so umfassenden Lösung kann anfangs genauso überwältigend wirken wie die Probleme, die sie erforderlich machen. Hier sind ein paar empfohlene Schritte für euren Einstieg:

  1. Definiert Content: Überlegt euch Ideen für einheitliche, personalisierte Anwendererlebnisse für eure Kundschaft und internen Manager.
  2. Plant eine Roadmap: Kommuniziert mit wichtigen Verantwortlichen und Entscheidungsträgern, um euer ideales Software-Framework zu konzipieren.
  3. Identifiziert Ineffizienzen: Veranschaulicht den idealen Content-Fluss und -Lebenszyklus auf allen Unternehmenskanälen.
  4. Werdet digitaler: Ersetzt papierbasierte Prozesse und isolierte digitale Einzellösungen, um eine reibungslose Transition zu vollständig integrierten Service-Funktionen zu ermöglichen.

Wie Adobe Experience Manager euch unterstützen kann.

Enterprise-Content-Management-Lösungen sind darauf ausgelegt, eurem Unternehmen fortlaufende Vorteile zu bieten, während es wächst, sich verändert und skaliert. Aber eine fundierte Bewertung dieser Systeme ist für euch unerlässlich, um die profitabelsten Ergebnisse zu erzielen.

Durch die Kombination von Digital Asset Management und Content-Management ist Adobe Experience Manager eine branchenführende, einheitliche Lösung, die zur Erweiterung von ECM entwickelt wurde. Dank ihrer umfangreichen Funktionen könnt ihr zeitnahe, relevante digitale Erlebnisse in einem vollständig nahtlosen, stets verfügbaren und aktuellen Cloud-Dienst beschaffen, anpassen, automatisieren und bereitstellen.

Seht euch dieses Video an um mehr darüber zu erfahren, wie Experience Manager euer Unternehmen transformieren und eure ECM-Anforderungen erfüllen kann.

Häufig gestellte Fragen zu ECM.

Was ist ein Beispiel für ein ECM?

Ein Beispiel für ein Enterprise-Content-Management-System (ECM) ist Adobe Experience Manager. Es kombiniert die Möglichkeiten von einem Content-Management-System (CMS) und einem Digital Asset Management-System (DAM), sodass Organisationen ihr digitales Content-Management effizient steuern können. Durch Zentralisierung und Strukturierung von Content über Websites, Kanäle und Programme hinweg vereinfacht Adobe Experience Manager das Enterprise-Content-Management, reduziert die Komplexität und spart Unternehmen wertvolle Zeit.

Was ist der Unterschied zwischen ECM und CMS?

Enterprise Content Management (ECM) ist ein umfassendes System zur Verwaltung aller Arten von Content, sowohl strukturiert als auch unstrukturiert, innerhalb eines Unternehmens – einschließlich Dokumente, Einträge (Records) und Workflows. Im Gegensatz dazu konzentriert sich ein Content-Management-System (CMS) in erster Linie auf die Erstellung, Bearbeitung und Veröffentlichung digitaler Inhalte für Online-Kanäle. ECM erfüllt umfassendere Content-Management-Anforderungen in einem Unternehmen.

Was ist der Unterschied zwischen ERP und ECM?

Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) sind darauf ausgelegt, zentrale Geschäftsprozesse – wie Finanzen, Personalwesen und Lieferketten – zu verwalten und zu integrieren, wobei der Fokus auf strukturierten Daten und Transaktionen liegt. ECM-Systeme (Enterprise Content Management) hingegen verwalten unstrukturierte Content wie Dokumente, E-Mails und Multimedia und sorgen für deren ordnungsgemäße Datenspeicherung, Auffindbarkeit und Compliance. Während ERP Transaktionsdaten verarbeitet, verwaltet ECM den Content, der diese Transaktionen unterstützt.

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