Change is coming: Der CMO von morgen krempelt die Arbeitsweise der Marketing-Teams um

Die vergangenen 18 Monate waren für viele Organisation eine, wenn nicht sogar die größte, Herausforderung der Unternehmensgeschichte. Sie hatten Schwierigkeiten damit, mit den Herausforderungen, die die Pandemie von heute auf morgen mit sich brachte, umzugehen. Kundenbedürfnisse änderten sich über Nacht und diese zu erfüllen, war eine Mammutaufgabe. Business Leader suchten daher nach Antworten – im Marketing.

Der Druck wurde immer größer, Budgets gekürzt. Während sich der digitale Wandel nochmals beschleunigte, stiegen auch die Erwartungen der Kunden an ein nahtloses digitales Erlebnis. Langfristige Kundenbindung und -wachstum erfordern nun eine neue, agile Denkweise vom Marketing, die zur Norm zu werden scheint: schnellere Entscheidungsfindung, schnellere kreative Prozesse, schnellere Kampagnenumsetzung und schnellere Genehmigungen sind inzwischen Teil des Alltags in Unternehmen.

Um mit weniger Aufwand mehr zu erreichen, haben viele Marketing-Experten in Senior-Position nach Prozessen und Tools gesucht, die ihnen dabei helfen, jederzeit und unabhängig der Herausforderung das Wachstum zu fördern. Das Ziel: das Marketing von heute umkrempeln, um eine ideale Zukunft mitzugestalten.

Laut Tomorrow’s CMO Report wollen künftige CMOs (Chief Marketing Officer) diese Führungsposition erreichen, um die Art und Weise, wie Marketing funktioniert, zu verändern.

Für die Studie wurden 1.100 Marketing-Experten aus fünf Ländern befragt, um zu untersuchen, wie die Pandemie sich auf die strategische, operative und kreative Einstellung bezüglich der Führung im Marketing ausgewirkt hat. 250 der Teilnehmer stammten auch aus Deutschland. Die Ergebnisse zeichnen ein Bild davon, welche Eigenschaften und Einstellungen diese zukünftigen CMOs in die Vorstandsetage mitbringen werden, insbesonders in Bezug auf die folgenden vier Schlüsselattribute:

Innovation: simple, kreativ und kommunikativ

Trotz der Herausforderungen, mit denen sich Marketing-Verantwortliche derzeit konfrontiert sehen, strebt so gut wie jeder der in Deutschland befragten Marketer (96,4 Prozent) danach, CMO zu werden. Die Studie zeigt, dass nicht Geld oder Bekanntheit der größte Motivator für eine Karriere als zukünftiger CMOs sind, sondern die Möglichkeit, das Marketing innovativ zu gestalten und zum Besseren zu verändern (23,2 Prozent).

Möglichkeiten, um den Wandel im Marketing voranzutreiben, sehen sie dabei durch Investitionen in den folgenden Bereichen:

Der CMO von morgen glaubt nicht an den Einsatz von noch mehr Tools, die ohnehin bereits komplexen Martech-Stack eingesetzt werden. Vielmehr sind Vereinfachung, Rationalisierung und ergebnisorientierte Strategieausrichtung die Leitmotive der nächsten Generation von Führungskräften.

Digital first

Die CMOs von morgen sind nicht nur innovativ, sondern auch technik-affin. Sie wissen um die Vorteile und Möglichkeiten, die die richtige Technologie bieten kann: Sie kann den Erfolg im gesamten Marketing-Ökosystems fördern - und Daten sind das Lebenselixier dieses Ökosystems.

Die Studie zeigt, dass 68,8 Prozent der Marketing-Experten in Deutschland regelmäßig Daten nutzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Fast drei Viertel verlassen sich auf Technologie, um:

Die Wissenschaft hinter Marketing – also der der datengestützte, logische Ansatz – wird für den CMO von morgen von grundlegender Bedeutung sein.

Kreative Teams – unabhängig vom Standort

Diese Wissenschaft gewinnt zwar zunehmend an Bedeutung, aber auch die Kunst des Marketings und das Bestreben, Kreativität zu maximieren, sind für die befragten Marketers wichtig.

Über die Hälfte der in Deutschland Befragten (53,6 Prozent) stimmt zu, dass die Kreativität während der Pandemie und den damit einhergehenden Restriktionen gelitten hat. Zwei Drittel (66 Prozent) planen, persönliche Treffen zur Förderung des kreativen Denkens wieder einzuführen, wenn die Belegschaft ins Büro zurückkehrt. Gleichzeitig genießen die meisten auch die Freiheiten, die das Remote Arbeiten mit sich bringen, und sind besorgt, dass ihre Autonomie durch eine Rückkehr ins Büro eingeschränkt wird (55,6 Prozent).

Die nächste Generation von CMOs erkennt, dass Technologie dazu beitragen kann, gleichzeitig Raum für Kreativität und Innovation zu schaffen (35,2 Prozent), ohne Kompromisse bei ihrem Arbeitsort eingehen zu müssen. Mehr als zwei Drittel (70,4 Prozent) wünschen sich deswegen schon jetzt Investitionen in Technologien, die eine Kultur der Kreativität fördern und klare kreative Prozesse bieten.

Das wird eine neue Generation von hybriden Kreativen hervorbringen, die von überall aus arbeiten können. Sie sind in der Lage, die digitale und persönliche Arbeitsweise zu steuern, Kreativität und Innovation zu maximieren und herausragende Kundenerlebnisse zu schaffen.

Geschickte Unternehmensführer

Neben großartigen Führungsqualitäten, strategischem Denken, hervorragender Kommunikation und einem Verständnis für Marketing ist es die Fähigkeit, in einem sich ständig weiterentwickelnden Umfeld zu führen, die über Erfolg oder Misserfolg eines CMO entscheidet. Die dafür erforderlichen Fähigkeiten liegen außerhalb dessen, was viele als „typische“ Anforderungen im Marketing ansehen.

So zeigt die Umfrage auch, dass die CMOs von morgen glauben, dass sie ein breites Spektrum an Fähigkeiten entwickeln müssen, um sich zu Führungskräften zu entwickeln, die Innovation und Wachstum in ihren Unternehmen vorantreiben. Zu diesen erweiterten Fähigkeiten gehören:

Die zukünftigen CMOs verstehen auch die Arbeit an sich anders. Sie haben verstanden, dass Marketing strategisch verwaltet werden muss, und zwar mit dem gleichen Maß von Prozessen und technologischer Raffinesse wie alle anderen geschäftskritischen Funktionen, wie Finanzen, Vertrieb, HR und IT, auch.

40,8 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass das Management der Arbeit - die Orchestrierung, Ausführung und Messung der strategischen Arbeit - die größte Herausforderung für den CMO von heute darstellt. Die nächste Generation von CMOs wird sich dieser Herausforderung stellen. Fast zwei Drittel (59,6 Prozent) der Marketing-Experten sind der Meinung, dass Technologien für Work Management wichtig sind, um Menschen, Prozesse, Daten und Technologien zu verbinden und so die Arbeit zu optimieren und zu koordinieren.

Den CMO von morgen schon heute befähigen

Die Erfahrung einer weltweiten Pandemie haben den CMOs von morgen den Anstoß gegeben, innovativ zu sein und positive Veränderungen in der Branche voranzutreiben. Sie setzen sich für die Verbindung von Marketing-Kunst und -Wissenschaft ein und wollen sich entsprechend weiterbilden. Sie wissen, dass Marketing entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens ist und entsprechend strategisch gesteuert werden muss. Des Weiteren haben sie eine geringere Toleranz für Prozesse oder Tools, die Produktivität, Kreativität und Wachstum einschränken.

All diese Erkenntnisse sollen den CMOs von heute Wege aufzeigen, ihre Teams dabei zu unterstützen, diese Veränderungen bereits jetzt anzugehen. Um außergewöhnliche Kundenerlebnisse zu schaffen, müssen Marketing-Teams agil, kreativ und schnell sein. Es ist an der Zeit, für die Teams herausragende Erlebnisse zu schaffen, indem Ineffizienzen, Kopfzerbrechen und Hürden beseitigt werden, die zwischen ihnen und ihrer besten Arbeit stehen – und zwar während gleichzeitig außergewöhnlicher Erlebnisse für die Kunden geschaffen werden.

Lesen Sie den vollständigen Bericht ”Tomorrow’s CMO”, um weitere spannende Erkenntnisse über den CMO von heute und morgen zu erhalten.