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Alles Wichtige zur Customer Journey bei Streaming-Angeboten.

Strategien, um Abonnentinnen und Abonnenten zu begeistern und sie enger zu binden.

Abwanderung reduzieren durch besseres Kundenverständnis.

In den Anfängen der Streaming-Dienste konzentrierten sich Unternehmen auf Kundenakquise. Mit zunehmendem Wettbewerb entwickelte sich das Geschäftsmodell für Streaming-Dienste schnell weiter und zwang Anbieter dazu, sich stärker auf Kundenbindung zu fokussieren.

Allerdings haben sich auch die Nutzerpräferenzen insofern weiterentwickelt, als sich Streaming-Entscheidungen ständig ändern. Abonnierende wechseln häufig zwischen werbefreien und werbeunterstützten Tarifen – abonnieren, kündigen und abonnieren erneut. Sie wandern ab und wandern wieder ab aufgrund verschiedener Faktoren wie größerer Auswahl, neuer Trendshows oder -Filme und mangelnder relevanter oder interessanter Empfehlungen.

Veränderungen im Abonnentenverhalten.

Erneute Abo-Abschlüsse sind entscheidend. Die Branche ist gereift und geht über die Nachverfolgung einfacher Kündigungsraten (Brutto-Abwanderung) hinaus. Eine genauere Messgröße, die Netto-Abwanderung (die erneute Abschlüsse von Abos berücksichtigt), zeigt, dass Kundschaft häufig zu Diensten zurückkehrt. Bei Premium-Abodiensten für Video-on-Demand lag die Brutto-Abwanderungsrate Ende 2024 bei 5,3 %. Die Netto-Abwanderungsrate (der tatsächliche Abonnentenverlust) war mit 3,1 % jedoch deutlich niedriger.

Um zu wachsen, müssen Streaming-Dienste Strategien entwickeln, die sich darauf konzentrieren, bestehende Kundinnen und Kunden zu binden, verlorene zurückzugewinnen und ihre Netto-Abwanderung zu reduzieren. Dies erfordert präzise und umfassende Kundendaten über Abo- und Sehverhalten, um Kundenbedürfnisse durch gezielte Angebote und personalisierte Inhalte und Preise zu erfüllen und Abwanderung zu verhindern. Kundendatenplattformen, die mit Echtzeitdaten aufgebaut sind, können dieses Fundament schaffen.

Ursachen für Abwanderung und Verhaltensweisen.

Mehrere Faktoren fördern „On and off“-Beziehungen mit Streaming-Diensten. Dazu gehören:

Konkurrierende Auswahlmöglichkeiten.

Konkurrierende Auswahlmöglichkeiten.

Die gestiegene Anzahl von Streaming-Diensten bedeutet mehr Auswahlmöglichkeiten für Verbrauchende. Mehr hochwertige Inhalte auf verschiedenen Plattformen machen es für jede einzelne Plattform schwieriger, sich abzuheben und Abonnentinnen und Abonnenten zu binden.

Fehlende Personalisierung.

Fehlende Personalisierung.

Ohne personalisierte Content-Empfehlungen fällt es Abonnierenden schwer, gewünschte Inhalte zu finden. Das macht es unwahrscheinlicher, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu halten.

Content-Müdigkeit.

Content-Müdigkeit.

Ohne integrierte Personalisierung, Kuratierung oder Orientierungshilfen wirkt zu viel Content oft überfordernd. Manchmal ist es einfacher, einen Service zu kündigen, als sich durch zu viele Inhalte zu kämpfen.

Finanzielle Einschränkungen.

Finanzielle Einschränkungen.

Kundschaft neigt dazu, Streaming-Abonnements in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zu kündigen. Laut Deloitte sind fast 70 % der befragten Personen frustriert darüber, dass die Entertainment-Services, die sie abonniert haben, ihre Preise kontinuierlich erhöhen. Ein Drittel gibt an, die Zahl an Abonnements aufgrund finanzieller Sorgen reduziert zu haben.

Sozialer Einfluss.

Sozialer Einfluss.

Eine beliebte Show kann dazu motivieren, eine Plattform anderen vorzuziehen, und dadurch ihr Publikum vergrößern. Ebenso können Kontroversen um eine Plattform dazu veranlassen, einen Service zu kündigen und ihn durch eine oder mehrere konkurrierende Alternativen zu ersetzen.

Präferenzen bei Werbung.

Präferenzen bei Werbung.

Manche schauen lieber ohne Werbung und kündigen werbeunterstützte Streaming-Services zugunsten werbefreier Angebote. Andere preisbewusste Verbrauchende kündigen teurere Streaming-Services zugunsten günstigerer, werbeunterstützter Abos.

Marktwachstum: Streaming ist nach wie vor eine wachsende Branche.

Trotz überall spürbarer Abwanderung wächst die Streaming-Branche und bietet weiterhin erhebliches Potenzial. Laut PwC wird der Umsatz mit Over-the-Top-Video voraussichtlich schnell weiterwachsen – von 169 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 230 Milliarden US-Dollar im Jahr 2029. Diese Zahlen unterstreichen das wirtschaftliche Potenzial.

Die großen Player im Streaming verstehen ihre Klientel und können sie bei der Stange halten. Nielsen beleuchtet die Wettbewerbslandschaft:

  • Streaming-Dominanz: Im Januar 2025 machte Streaming 42,6 % der gesamten TV-Nutzung in den USA aus, während der kombinierte Anteil von Broadcast- und Kabel-TV auf etwa 46,9 % sank.
  • Plattformführerschaft: Im April 2025 erreichte YouTube 12,4 % der gesamten TV-Sehzeit und erzielte damit einen Plattform-Höchstwert. Netflix erreichte ebenfalls im Januar einen Plattformrekord, hauptsächlich bedingt durch viralen Premium-Content wie Squid Game.
  • Contenttrends: Die enormen Zuschauerzahlen durch exklusiven Livecontent (zum Beispiel Prime Video beim Streaming des NFL Wild Card-Spiels) und erfolgreiche Multiplattform-Strategien (zum Beispiel Grey's Anatomy auf Hulu und Netflix) verdeutlichen die Notwendigkeit für datengestützte Content-Strategien und flexible Verwertung.
Videounternehmen wie YouTube und TikTok bieten wertvolle Insights in erfolgreiche Bindungsstrategien und -taktiken, etwa durch die Integration sozialer Features oder Gaming-Elemente in die User Experience. Sie verstehen es meisterhaft, maßgeschneiderte Empfehlungen und Erlebnisse zu entwickeln, die Viewer zu relevantem neuen Content führen und sie langfristig binden. Ihre fein abgestimmten Empfehlungs-Engines liefern neuen Content basierend auf Nutzungsdaten und Sehverhalten.

Zielgruppenbestimmung und Bindungsstrategien.

Trotz des Wachstums der Streaming-Branche insgesamt wird die künftige Expansion nicht wie der anfängliche Boom ausfallen. Anstatt mit allen Mitteln neue Abonnierende zu gewinnen, konzentrieren sich Services auf gezielte Ansätze, um neue und potenzielle Benutzende zu erreichen.

Globale Expansionsmöglichkeiten.

Basierend auf Wachstumsprognosen und Branchen-Trends können Services weiter wachsen, indem sie internationale Märkte erschließen, Content lokalisieren, um neue Umsatzströme zu finden, und ihre Abhängigkeit von einzelnen Märkten reduzieren.

Streaming-Services haben enorme Chancen in wachstumsstarken „Mobile first“-Märkten der APAC-Region. Laut PwC führen Länder wie Indien und Indonesien dieses Wachstum mit jährlichen Raten von über 7,5 % an und übertreffen damit andere große Märkte. Diese Expansion wird durch steigendes verfügbares Einkommen, erschwingliche Zahlungsoptionen und die Notwendigkeit angetrieben, lokalisierten Content bereitzustellen, der bei unterschiedlichen kulturellen Präferenzen ankommt.

Darüber hinaus konsumieren selbst globale Bevölkerungsgruppen ohne Zugang zu Laptops oder Smart-TVs Streaming-Content. Smartphones sind weltweit verbreitet. Alle mit einem Bildschirm und Zugang zu einem Mobilfunknetz sind potenzielle Viewer. Content, der unterschiedliche kulturelle Präferenzen berücksichtigt, kann die globale Reichweite einer Plattform stärken und „Streaming on demand“ für ein breiteres Publikum attraktiver machen.

Zielgruppen-Insights aus Abonnentenprofilen.

Durch das Sammeln von Daten aus Kundenbefragungen, Marketing-Analyse-Tools und Marktforschung können Streaming-Services detaillierte Personas und Kundenmodelle entwickeln, die verschiedene Zielgruppensegmente repräsentieren. Dieser Prozess, bekannt als Marktsegmentierung, basiert auf dem Aufbau einheitlicher Kundenprofile anhand von Echtzeitdaten.

Diese Personas können demografische Daten, Content-Präferenzen, Sehverhalten und Problembereiche umfassen. Durch kontinuierliche Aktualisierung der Abonnentenmodelle basierend auf Echtzeitdaten und Analysen können Streaming-Dienste proaktiv ihre Angebote anpassen, um sich verändernde Anforderungen zu erfüllen und Kundentreue aufrechtzuerhalten.

Änderungen an Streaming-Angeboten können von personalisierten Watchlists bis zu Verbesserungen an der In-App-Benutzeroberfläche und am Anwendererlebnis reichen, denen viele Tausend Datenpunkte von Kundinnen und Kunden weltweit zugrundliegen.

Lifecycle-Marketing zur Reduzierung und Vermeidung von Abwanderung.

Lifecycle-Marketing ist der beste Weg, um Abwanderung anzugehen und zu verhindern. Abonnierende kündigen seltener und schließen seltener neue Abos ab, wenn sie kontinuierlich von maßgeschneiderten Empfehlungen profitieren können, die für ihre Interessen relevant sind. Dynamische Preisstrukturen, Bündelung, Rabatte und Anreize können Kundschaft ebenfalls halten. Anstatt zu kündigen und zu einem Konkurrenten zu wechseln, kann man sich für ein werbeunterstütztes Angebot entscheiden oder ein Sonderangebot nutzen.

Wenn Streaming-Dienste mit präzisen Kunden-Personas, -modellen und -daten ausgestattet sind, können sie Maßnahmen ergreifen, um Abonnierende anzusprechen und sicherzustellen, dass kein Kündigungsrisiko besteht. Diese Strategien umfassen:

  • Mithilfe von KI maßgeschneiderte Content-Empfehlungen basierend auf individuellen Sehgewohnheiten bereitstellen.
  • Gestaltung und Funktionen der Streaming-Plattform entsprechend Benutzerinteraktionen und -präferenzen verbessern.
  • Dynamische Preisoptionen integrieren, einschließlich verschiedener Service-Stufen wie werbeunterstützter oder komplett werbefreier Abos.
  • Treueprogramme und Anreize anbieten, um langfristige Abonnements und Bindung zu fördern.
  • Extras wie Watch-Partys einführen, um ein Gemeinschaftsgefühl zu fördern.
  • Abonnierende mit Abwanderungsrisiko identifizieren und gezielte Bindungskampagnen ausspielen.

Jede dieser Strategien basiert auf Echtzeit-Kundendaten, um Dienste effektiv mit dem zu verbinden, was Verbrauchende wollen, und so ein positives Anwendererlebnis sowie nachhaltige Interaktion sicherzustellen.

Wie Adobe for Business helfen kann.

Durch tiefere Erkenntnisse über Abonnentenverhalten und -präferenzen können Streaming-Dienste proaktiv Abwanderungs-Trigger angehen, wie den Mangel an personalisierten Empfehlungen, Ermüdung und Preisbedenken. Adobe bietet eine integrierte Suite an Lösungen, die mit bestehenden Techstacks zusammenarbeitet, um Personen, die wiederholt kündigen, in treue Kundschaft zu verwandeln, die Monat für Monat weiterschaut.

Adobe Real-Time Customer Data Platform, Customer Journey Analytics und Journey Optimizer ermöglichen es Streaming-Diensten, Zielgruppen zu segmentieren, Kundeninteraktionen nachzuverfolgen, zu analysieren und zu modellieren sowie maßgeschneiderte Angebote entlang der Customer Journey zu aktivieren. Mit diesen Informationen sind Dienste besser positioniert, um Strategien einzusetzen, die ihre Abonnierenden begeistern, sie treu bleiben lassen und die Abwanderung reduzieren. Diese Strategien lassen sich mit eingebetteter KI-Technologie von Adobe viel einfacher implementieren. Denn sie kann bei der Automatisierung von Angebotsempfehlungen und der Erstellung personalisierten Contents für einzelne Personen basierend auf deren Präferenzen helfen.

Erfahrt mehr darüber, wie Adobe-Lösungen dazu beitragen können, Kundenerkenntnisse in personalisierte Kundenerlebnisse zu verwandeln – in diesem Sling TV-Artikel.

Entdeckt die integrierte Suite an Adobe-Lösungen für personalisierte Entertainment-Erlebnisse.

Quellenangaben.

„Antenna's 2024 Top Subscription Insights: Net Churn“, Antenna, 20. Dezember 2024.
Brendan Brady und Sam Garfield, „Understanding the Streaming Subscriber Journey“, Adobe, 17. April 2024.
„Digital Media Monitor“, Deloitte, 28. Oktober 2025.
„The Gauge™: Traditional TV Gets a Boost from Football and News in January 2025“, Nielsen, 18. Februar 2025.
„Unleashing Agility in a Rapidly Changing World“, PwC, 24. Juli 2025.

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