Das Starten einer Cross-Channel-Marketing-Kampagne erfordert eine strategische Planung, beginnend mit der richtigen Technologie und einem klaren Verständnis eurer Kundschaft, Teams und Kanäle. So baut ihr ein solides Fundament auf:
1. Wertet euren aktuellen Technologie-Stack aus.
Als Erstes muss euer Marketingteam seinen Technologie-Stack auswerten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Werbungtreibende jahrzehntealte Marketing-Technologien nutzen, um mit ihrer Kundschaft zu kommunizieren. Ein Beispiel: Ein Team verwendet eine Plattform, um mobile Nachrichten zu versenden, ein anderes ein separates System für E-Mail und so weiter. Dieser Ansatz ist oft nicht erfolgreich, weil die Marketing-Botschaften inkonsistent, nicht auf das Markenimage abgestimmt oder fragmentiert sind. Darüber hinaus bleiben die Kundendaten in diesen verschiedenen Systemen isoliert.
2. Technologien über alle Kanäle hinweg abbilden.
Der erste Schritt für Marketingteams besteht darin, zu verstehen, welche Technologie ihr für jeden Kanal verwendet. Außerdem müssen sie die Teamstrukturen analysieren, denn es könnte verschiedene Teams für E-Mail, Mobile und Briefpost geben – und interne Teams kommunizieren oft nicht miteinander.
3. Kundendaten analysieren.
Unternehmen müssen auswerten, wie sie ihre Kundendaten organisieren und im Blick behalten. Es kann etwa sein, dass manche Personen auf eine Kampagne per Briefpost besser reagieren als auf eine E-Mail-Kampagne, aber wenn sich die Technologien des Unternehmens in Silos befinden, erfährt es diese Präferenz nicht. Cross-Channel-Werbungtreibende müssen nicht nur wissen, wer ihre Kunden sind, sondern auch, wo sie sich in der Journey befinden und welche Kanäle sie nutzen. Werbungtreibende sollten sich fragen: Über welchen Kanal lässt sich die höchste Konversionsrate für ein bestimmtes Kundensegment erzielen?
4. Einen stufenweisen Rollout-Ansatz aufbauen.
Unternehmen sollten das Cross-Channel-Marketing phasenweise angehen. Ihr könnt damit starten, ein paar Kanäle zu identifizieren, die ihr verbessern oder auf die ihr euch konzentrieren wollt. Wenn ihr beispielsweise eure E-Mail-Kampagnen verbessern wollt, könnt ihr damit beginnen, den E-Mail-Content auf die jeweilige Phase der Customer Journey abzustimmen. Sobald ihr das umgesetzt habt, könnt ihr beginnen, weitere Kanäle hinzuzufügen, die für eure Zielgruppe am sinnvollsten sind, während ihr eure Marketing-Kompetenz weiterentwickelt.
Beispiele für Cross-Channel-Marketing.
Hier findet ihr Beispiele dafür, wie verschiedene Branchen Cross-Channel-Marketing nutzen können, um nahtlose und wirkungsvolle Customer Experiences zu schaffen, die Ergebnisse voranbringen:
- Telekommunikation: Ein Telekommunikationsunternehmen verschickt eine SMS, in der ihr eingeladen werdet, an einem Online-Wettbewerb für gratis Datenvolumen teilzunehmen. Der Link führt euch zu einer Landingpage, gefolgt von einer personalisierten E-Mail mit exklusiven Angeboten basierend auf eurer Surf-Aktivität.
- E-Commerce: Ein Online-Einzelhändler für Mode wählt Instagram-Anwender als Zielgruppe und spricht sie mit Anzeigen für eine neue Kollektion an. Käuferinnen und Käufer, die auf die Anzeige klicken, werden per E-Mail mit Warenkorb-Erinnerungen und einem Rabattcode erneut angesprochen, gefolgt von In-App-Push-Benachrichtigungen zu ähnlichen Produkten.
- B2B: Eine Softwarefirma bewirbt über LinkedIn-Anzeigen ein neues Whitepaper. Nach dem Herunterladen tritt der Lead in einen Nurturing-Flow ein, der E-Mail-Follow-ups, eine personalisierte Einladung zu einem Webinar und ein telefonisches Verkaufsgespräch umfasst – wobei jeder Touchpoint die gleiche Botschaft verstärkt.
- Gesundheitswesen: Ein Gesundheitsdienstleister sendet euch eine E-Mail über die Verfügbarkeit von Grippeimpfungen, sendet als Follow-Up SMS-Erinnerungen zur Terminbuchung über das Patientenportal und teilt informative Inhalte in seiner App sowie in den Social-Media-Kanälen.
- Retail: Ein Kaufhaus verschickt an Treueprogramm-Mitglieder eine In-App-Push-Benachrichtigung für einen exklusiven Sale im Laden, sendet als Follow-up einen E-Mail-Coupon und teilt Echtzeit-Aktualisierungen auf Social Media.
- Technologie: Eine Technologiefirma kündigt eine Produkteinführung per E-Mail an, veröffentlicht Feature-Teaser auf X (Twitter) und LinkedIn, stellt eine In-App-Anleitung für aktuelle Benutzer bereit und postet Support-Artikel zur weiteren Unterstützung.
Diese Cross-Channel-Strategien bieten konsistente, personalisierte Erlebnisse, die die Interaktion, die Treue und die Performance über die gesamte Customer Journey hinweg steigern.