Cross-Channel-Marketing: Grundlagen, Beispiele und Best Practices.
10-14-2025
Kurzdefinition: Cross-Channel-Marketing bezeichnet die Möglichkeit für Marken, mit ihrer Kundschaft über verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mail, Social Media, SMS und Mobile Apps zu interagieren.
Wichtige Punkte:
- Cross-Channel-Marketing ermöglicht es Marken, Kundinnen und Kunden während der Customer Journey auf den relevantesten, von ihnen bevorzugten Kanälen zu erreichen.
- Marken sollten vermeiden, ihre Teams nach Kanälen zu isolieren, damit sie Cross-Channel-Kampagnen effektiver orchestrieren können.
- Cross-Channel-Marketing kann helfen, Probleme mit uneinheitlichem Messaging über verschiedene Kanäle sowie mit Über- oder Unterkommunikation zu lösen.
In diesem Beitrag werden die folgenden Themen behandelt:
- Was ist Cross-Channel-Marketing?
- Was ist der Unterschied zwischen Cross-Channel-Marketing und Multi-Channel-Marketing?
- Welche Probleme kann eine Cross-Channel-Strategie lösen?
- Welche Vorteile bietet Cross-Channel-Marketing?
- Wie startet ein Unternehmen eine Cross-Channel-Marketing-Kampagne?
- Wie können Firmen besser verstehen, wie sie ihre Kundschaft erreichen können?
- Wie wird sich Cross-Channel-Marketing künftig weiter verbessern?
Was ist Cross-Channel-Marketing?
Cross-Channel-Marketing ermöglicht es euch, Kunden und Kundinnen über verschiedene Kanäle zu erreichen, unter anderem:
- Web
- Mobilgeräte
- Apps
- SMS
- Callcenter
- Verkaufsräume
- Direkte E-Mails
Der Zweck von Cross-Channel-Marketing ist es nicht nur, neue Kunden und Kundinnen zu gewinnen, sondern auch die Kommunikation mit ihnen über die von ihnen genutzten Kanäle während des gesamten Kundenzyklus fortzusetzen – von der Akquise bis hin zu Treueprogrammen und Kundenbindung. Ihr müsst sicherstellen, dass ihr kanalübergreifende Erlebnisse schaffen könnt, die relevant dafür sind, wo sich der Kunde oder die Kundin in der Kauf-Journey befindet.
Der Unterschied zwischen Cross-Channel-Marketing und Multi-Channel-Marketing.
Cross-Channel-Marketing verbindet Erlebnisse auf verschiedenen Kanälen über eine einzige Kampagne hinweg. Wenn ihr beispielsweise ein Online-Konto bei einer Marke erstellt habt, könnte der nächste Schritt der Marke im Rahmen einer Cross-Channel-Marketing-Strategie darin bestehen, euch eine E-Mail zu senden. Das Ziel der Kampagne wäre es, euer Onboarding-Erlebnis erfolgreicher zu gestalten.
Im Gegensatz dazu ist Multi-Channel-Marketing allgemeiner und weniger vernetzt. Eine Firma kann mehrere Kanäle nutzen, um mit ihrer Kundschaft zu interagieren, aber diese Maßnahmen erstrecken sich typischerweise auf mehr als eine Kampagne.
Welche Probleme kann eine Cross-Channel-Strategie lösen?
Es kommt vor, dass Unternehmen ihrer Kundschaft uneinheitliche Botschaften senden. Zum Beispiel kann es passieren, dass ihr euren Kundinnen und Kunden an einem Tag einen 50-%-Rabatt-Coupon und am nächsten Tag einen 20-%-Rabatt-Coupon schickt, was zu einer verwirrenden und inkonsistenten Customer Experience führt. Eine Cross-Channel-Strategie verhindert dies, indem sie eine einheitliche Kommunikation über alle Kanäle hinweg gewährleistet.
Zusätzlich zu widersprüchlichen Botschaften beim Content kann auch die Häufigkeit des Kontakts zu Problemen führen, wenn Teams in Silos arbeiten. Wenn eine Firma nicht nachverfolgen kann, wie die einzelnen Teams die Kundenkommunikation handhaben, kann es passieren, dass ihr einer Person redundante oder unzusammenpassende E-Mails und SMS-Nachrichten schickt, was sie frustriert und dazu bringt, sich abzumelden.
Welche Vorteile bietet Cross-Channel-Marketing?
- Kommuniziert auf bevorzugten Kanälen mit personalisierten Angeboten.
- Erhöht Konversionen mit ansprechenden Erlebnissen.
- Stellt nahtlose Interaktionen bereit, die auf jeden Schritt der Journey zugeschnitten sind.
- Passt euer Messaging für neue und treue Kunden unterschiedlich an.
- Gewinnt tiefere Erkenntnisse, um sinnvoll reagieren zu können.
Wie startet eine Firma eine Cross-Channel-Marketing-Kampagne?
Das Starten einer Cross-Channel-Marketing-Kampagne erfordert eine strategische Planung, beginnend mit der richtigen Technologie und einem klaren Verständnis eurer Kundschaft, Teams und Kanäle. So baut ihr ein solides Fundament auf:
1. Wertet euren aktuellen Technologie-Stack aus.
Als Erstes muss euer Marketingteam seinen Technologie-Stack auswerten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Werbungtreibende jahrzehntealte Marketing-Technologien nutzen, um mit ihrer Kundschaft zu kommunizieren. Ein Beispiel: Ein Team verwendet eine Plattform, um mobile Nachrichten zu versenden, ein anderes ein separates System für E-Mail und so weiter. Dieser Ansatz ist oft nicht erfolgreich, weil die Marketing-Botschaften inkonsistent, nicht auf das Markenimage abgestimmt oder fragmentiert sind. Darüber hinaus bleiben die Kundendaten in diesen verschiedenen Systemen isoliert.
2. Technologien über alle Kanäle hinweg abbilden.
Der erste Schritt für Marketingteams besteht darin, zu verstehen, welche Technologie ihr für jeden Kanal verwendet. Außerdem müssen sie die Teamstrukturen analysieren, denn es könnte verschiedene Teams für E-Mail, Mobile und Briefpost geben – und interne Teams kommunizieren oft nicht miteinander.
3. Kundendaten analysieren.
Unternehmen müssen auswerten, wie sie ihre Kundendaten organisieren und im Blick behalten. Es kann etwa sein, dass manche Personen auf eine Kampagne per Briefpost besser reagieren als auf eine E-Mail-Kampagne, aber wenn sich die Technologien des Unternehmens in Silos befinden, erfährt es diese Präferenz nicht. Cross-Channel-Werbungtreibende müssen nicht nur wissen, wer ihre Kunden sind, sondern auch, wo sie sich in der Journey befinden und welche Kanäle sie nutzen. Werbungtreibende sollten sich fragen: Über welchen Kanal lässt sich die höchste Konversionsrate für ein bestimmtes Kundensegment erzielen?
4. Einen stufenweisen Rollout-Ansatz aufbauen.
Unternehmen sollten das Cross-Channel-Marketing phasenweise angehen. Ihr könnt damit starten, ein paar Kanäle zu identifizieren, die ihr verbessern oder auf die ihr euch konzentrieren wollt. Wenn ihr beispielsweise eure E-Mail-Kampagnen verbessern wollt, könnt ihr damit beginnen, den E-Mail-Content auf die jeweilige Phase der Customer Journey abzustimmen. Sobald ihr das umgesetzt habt, könnt ihr beginnen, weitere Kanäle hinzuzufügen, die für eure Zielgruppe am sinnvollsten sind, während ihr eure Marketing-Kompetenz weiterentwickelt.
Beispiele für Cross-Channel-Marketing.
Hier findet ihr Beispiele dafür, wie verschiedene Branchen Cross-Channel-Marketing nutzen können, um nahtlose und wirkungsvolle Customer Experiences zu schaffen, die Ergebnisse voranbringen:
- Telekommunikation: Ein Telekommunikationsunternehmen verschickt eine SMS, in der ihr eingeladen werdet, an einem Online-Wettbewerb für gratis Datenvolumen teilzunehmen. Der Link führt euch zu einer Landingpage, gefolgt von einer personalisierten E-Mail mit exklusiven Angeboten basierend auf eurer Surf-Aktivität.
- E-Commerce: Ein Online-Einzelhändler für Mode wählt Instagram-Anwender als Zielgruppe und spricht sie mit Anzeigen für eine neue Kollektion an. Käuferinnen und Käufer, die auf die Anzeige klicken, werden per E-Mail mit Warenkorb-Erinnerungen und einem Rabattcode erneut angesprochen, gefolgt von In-App-Push-Benachrichtigungen zu ähnlichen Produkten.
- B2B: Eine Softwarefirma bewirbt über LinkedIn-Anzeigen ein neues Whitepaper. Nach dem Herunterladen tritt der Lead in einen Nurturing-Flow ein, der E-Mail-Follow-ups, eine personalisierte Einladung zu einem Webinar und ein telefonisches Verkaufsgespräch umfasst – wobei jeder Touchpoint die gleiche Botschaft verstärkt.
- Gesundheitswesen: Ein Gesundheitsdienstleister sendet euch eine E-Mail über die Verfügbarkeit von Grippeimpfungen, sendet als Follow-Up SMS-Erinnerungen zur Terminbuchung über das Patientenportal und teilt informative Inhalte in seiner App sowie in den Social-Media-Kanälen.
- Retail: Ein Kaufhaus verschickt an Treueprogramm-Mitglieder eine In-App-Push-Benachrichtigung für einen exklusiven Sale im Laden, sendet als Follow-up einen E-Mail-Coupon und teilt Echtzeit-Aktualisierungen auf Social Media.
- Technologie: Eine Technologiefirma kündigt eine Produkteinführung per E-Mail an, veröffentlicht Feature-Teaser auf X (Twitter) und LinkedIn, stellt eine In-App-Anleitung für aktuelle Benutzer bereit und postet Support-Artikel zur weiteren Unterstützung.
Diese Cross-Channel-Strategien bieten konsistente, personalisierte Erlebnisse, die die Interaktion, die Treue und die Performance über die gesamte Customer Journey hinweg steigern.
Wie können Firmen besser verstehen, wie sie ihre Kunden am besten erreichen?
Marken müssen in Erfahrung bringen, was ihre Kundschaft ausmacht. Ihr müsst nicht nur wissen, wer eure Kundinnen und Kunden sind und wie sie mit eurer Marke interagieren, sondern auch ihre demografischen Informationen, wo sie leben und welche Sprache sie sprechen. Zum Beispiel können Marken nachverfolgen, wann eine Kundin oder ein Kunde eine E-Mail öffnet oder mit einer Textbenachrichtigung interagiert, und diese Informationen verwenden, um Muster zu erkennen.
Wie wird sich Cross-Channel-Marketing in Zukunft weiter verbessern?
Cross-Channel-Marketing entwickelt sich rasant weiter, und künstliche Intelligenz (KI) sowie maschinelles Lernen (ML) spielen dabei eine zentrale Rolle. Seit Juni 2025 ist KI zunehmend in Marketing-Plattformen integriertund ermöglicht es Marken, intelligentere, schnellere und personalisiertere Erlebnisse über jeden Touchpoint hinweg zu bieten.
In den kommenden Jahren sind insbesondere in den folgenden Bereichen bedeutende Verbesserungen zu erwarten:
- Personalisierung in Echtzeit: KI wird es euch erleichtern, maßgeschneiderte Botschaften sofort basierend auf dem Verhalten, den Vorlieben oder dem Standort der Benutzer und Benutzerinnen zu liefern, unabhängig davon, ob sie eine Website besuchen, eine E-Mail öffnen oder eine Anwendung nutzen.
- Prädiktive Customer Journeys: Maschinelles Lernen ermöglicht es, vorherzusagen, mit welchem Content oder Kanal Kundinnen und Kunden wahrscheinlich als nächstes interagieren, sodass ihr eure Strategien vorausschauend anpassen könnt.
- Automatisierte Content-Erstellung und -optimierung: Generative KI hilft euch dabei, Texte, Bilder und Angebote zu erstellen, die für jeden Kanal und jedes Zielgruppensegment optimiert sind. Dies spart Zeit und steigert eure Performance.
- Einheitliche Kundenprofile: Kanalübergreifende Daten werden automatisch konsolidiert und analysiert, um Werbungtreibenden ein klareres Bild von jedem einzelnen eurer Kundinnen und Kunden zu geben und nahtlose Erlebnisse über Marketing, Vertrieb und Support hinweg zu ermöglichen.
Letztendlich wird KI Marken dabei helfen, noch responsiver, datengestützter und kundenzentrierter zu arbeiten und das kanalübergreifende Marketing in eine wirklich adaptive Echtzeit-Disziplin zu verwandeln.
Andere haben auch angesehen:
Weitere Glossarbegriffe:
Content-Management
Customer-Journey-Orchestrierung
E-Mail-Kampagne
Analytics
Lead-Management
Omni-Channel-Marketing
Verwandte Adobe-Produkte:
Lasst uns darüber sprechen, was Adobe für euer Unternehmen tun kann.
Häufig gestellte Fragen
Was ist plattformübergreifendes Marketing?
Was ist eine Cross-Marketing-Strategie?
Eine Cross-Marketing-Strategie ist ein kollaborativer Ansatz, bei dem zwei oder mehr Unternehmen als Partner zusammenarbeiten, um ihre Produkte oder Dienstleistungen gegenseitig an ihre jeweiligen Kundschaft zu bewerben. Diese Art der Partnerschaft hilft allen Partnern, ihre Reichweite zu vergrößern, die Markenwahrnehmung zu stärken und den Umsatz zu steigern, indem sie neue und komplementäre Zielgruppen erschließen.
Beispiel: Eine Fitnessbekleidungs-Marke arbeitet als Partner mit einer Nahrungsergänzungsmittel-Firma zusammen, um Produkte gemeinsam über Social-Media-Kampagnen und E-Mail-Newsletter zu bewerben. So erreichen beide Marken ihre Kundschaft mit relevanten Angeboten.
Was ist eine Cross-Channel-Vertriebsstrategie?
Empfehlungen für euch
https://business.adobe.com/fragments/resources/cards/thank-you-collections/generic-dx