Es gibt verschiedene Techniken zur Datenbereinigung, die unterschiedliche Arten von Qualitätsproblemen beheben. Welche Technik die richtige ist, hängt von der Fehlerart, dem Datenvolumen und dem nachgelagerten Use Case ab.
erkennt Datensätze, die dieselbe reale Entität darstellen, und führt sie zusammen oder löscht sie. Fuzzy-Matching – ein Verfahren, das ähnliche, aber nicht identische Datensätze vergleicht, wie Jon Smith versus John Smith, an derselben Adresse – ist erforderlich, wenn die reine Übereinstimmungslogik Duplikate übersieht. In B2B-Datenbanken können ohne aktives Datenqualitätsmanagement schätzungsweise 10–30 % der Kontakte Duplikate sein. Durch ihre Bereinigung lassen sich die Versandkosten von Kampagnen senken und Zustellbarkeitsmetriken verbessern.
überführt Daten systemweit in ein einheitliches Format. Telefonnummern wie (555) 867-5309, 555-867-5309 und 5558675309 stehen für denselben Wert. Die Standardisierung fasst sie in ein einziges kanonisches Format zusammen. Diese Disziplin der Datenstandardisierung ist die Voraussetzung für die systemübergreifende Zusammenführung von Datensätzen. Ohne sie würde ein einfacher SQL-Join über die Telefonnummer diese drei Formate als drei unterschiedliche Kontakte behandeln.
behebt leere oder nicht ausgefüllte Felder mit einer von drei Strategien:
- ersetzt fehlende Werte durch statistisch abgeleitete oder regelbasierte Angaben – zum Beispiel durch die Ergänzung eines fehlenden Bundesstaatsfeldes anhand der Postleitzahl.
- kennzeichnet das Feld als unbekannt, sodass nachgelagerte Modelle es explizit berücksichtigen, anstatt den Datensatz zu ignorieren oder standardmäßig auf null zu setzen.
- löscht unvollständige Datensätze, wenn Vollständigkeit unverzichtbar ist – etwa im Finanzreporting, wo unvollständige Datensätze gegen Prüfungsanforderungen verstoßen würden.
Die richtige Strategie hängt davon ab, wie kritisch das jeweilige Feld für den Use Case ist. Das Ergänzen einer fehlenden Produktkategorie für ein Empfehlungsmodell ist sinnvoll. Das Ergänzen eines fehlenden Einwilligungsflags für einen Datenschutz-Workflow hingegen nicht.
legen fest, welche Anforderungen Daten erfüllen müssen, um akzeptiert zu werden. Ein Geburtsdatumsfeld darf kein zukünftiges Datum enthalten. Eine E-Mail-Adresse muss einem gültigen Syntaxmuster entsprechen. Ein Ländercode muss in einer ISO-Referenzliste vorhanden sein. Die Datenvalidierung ist häufig die erste Kontrollinstanz in einer Datenpipeline: Sie erkennt Fehler bereits bei der Datenaufnahme, bevor sie sich in Berichtstabellen und Aktivierungssysteme ausbreiten.
macht statistisch unwahrscheinliche Werte sichtbar, die eher auf Dateneingabefehler als auf echte Extremwerte hindeuten. Ein Transaktionsbetrag von 1.000.000 $ in einem Datensatz mit einem Median von 45 $ sollte genauer geprüft werden. Es kann sich dabei um einen Eingabefehler, einen Fehler bei der Währungsumrechnung oder einen legitimen Sonderfall handeln, der eine gesonderte Behandlung erfordert. Entscheidend ist, die Anomalie zur Überprüfung sichtbar zu machen – anstatt sie stillschweigend einzuschließen oder auszuschließen.
teilen zusammengesetzte Felder in einzelne Komponenten auf. Wird ein einzelnes Full Name-Feld in First Name und Last Name aufgeteilt, ermöglicht das Personalisierung und Sortierung. Eine in Straße, Stadt, Bundesstaat und Postleitzahl aufgegliederte Adresse ermöglicht eine geografische Segmentierung. Diese Technik überschneidet sich häufig mit der Datentransformation, dient jedoch der Sicherstellung der Datenkorrektheit und nicht der Schemaänderung.