Nachdem ihr alle benötigten Kundendaten gesammelt habt, könnt ihr sie einsetzen, um personalisierte und einprägsame Kundenerlebnisse zu erstellen. Hier folgen einige der besten Strategien für die effektive Nutzung von Kundendaten zur Personalisierung eurer Marketing-E-Mails:
Segmentiert eure Zielgruppe.
Die Segmentierung ist ein wichtiges Tool zur Feinabstimmung eurer Marketing-Strategie. Sie ist auch ein wichtiger erster Schritt beim Versand effektiver, personalisierter E-Mails an eure Kundschaft.
Unterteilt eure Kundinnen und Kunden zunächst in unterschiedliche Gruppen, die gemeinsame Merkmale aufweisen. Welche Gruppen tatsächlich verwendet werden, hängt von euren Geschäftsanforderungen und Marketing-Zielen ab. Einige gängige Beispiele für die Erstellung dieser potenziellen Zielgruppen sind Geschlecht, Alter, Standort und Branche.
Wenn ihr eure Kundinnen und Kunden in diese Gruppen einteilt, könnt ihr herausfinden, welche spezifischen Faktoren ihr in eurer E-Mail-Kommunikation ansprechen solltet. Ihr könnt so außerdem leichter entscheiden, welcher Content am relevantesten ist und welche dynamischen Felder in eurem E-Mail-Text verwendet werden sollen.
Verwendet dynamischen Content.
Dynamische Felder sind bestimmte Felder in der Betreffzeile oder im E-Mail-Text, die automatisch geändert werden, je nachdem, wer die E-Mail erhält. Ein gutes Beispiel dafür ist ein dynamisches Feld für den Vornamen, das dafür sorgt, dass alle Empfängerinnen und Empfänger den eigenen Namen in der Betreffzeile sehen. Bei der Verwendung von dynamischem Content liegt der Fokus darauf, relevanten Content an Kundinnen und Kunden zu senden, statt klassische Einheits-E-Mails zu verschicken.
Damit ihr erfolgreich dynamische Felder und Inhalte in euren E-Mails verwenden könnt, müsst ihr eure Kunden segmentieren und möglichst viele Daten zu ihnen erfassen. Ohne Segmentierung wüsstet ihr nicht, welche Felder bei der gewählten Zielgruppe am besten Anklang finden. Ohne Daten, mit denen diese Felder ausgefüllt werden können, kann die Erstellung personalisierter E-Mails natürlich nicht gelingen. Deshalb sind beide Elemente so wichtig.
Wenn ihr diese Strategien effektiv anwendet, könnt ihr E-Mails personalisieren und auf bestimmte Zielgruppen zuschneiden.
Personalisiert die Betreffzeile.
Wenn ihr nur eine einzige Änderung an euren aktuellen E-Mail-Vorlagen vornehmen könnt, solltet ihr die Betreffzeile eurer E-Mails personalisieren. Auch wenn es sich dabei um eine geringfügige Änderung handelt, ist diese Anpassung eine der effektivsten Personalisierungstechniken – und sie hat oft erhebliche Auswirkungen auf die Empfängerinnen und Empfänger, da dies das erste Element eurer E-Mail ist, das sie sehen werden.
Die Personalisierung der Betreffzeile kann darin bestehen, dass ein dynamisches Namensfeld hinzugefügt oder eine spezifische Formulierung verwendet wird, die auf eure Zielgruppe zugeschnitten ist, oder dass im Feld „Absender“ anstelle des Unternehmens- oder Markennamens der Name einer bestimmten Person angezeigt wird. Handelt es sich bei dem Absender um eine bestimmte Person, kann sich die Kundschaft wertgeschätzt fühlen und sie öffnet mit höherer Wahrscheinlichkeit die E-Mail und interagiert mit dem Inhalt. Schließlich hat sich jemand im Unternehmen die Zeit genommen, sie persönlich mit Vorschlägen und Angeboten anzusprechen.
Sendet ausgelöste E-Mails.
Trigger-basierte E-Mails sind im E-Mail-Marketing unverzichtbar. Diese automatischen E-Mails werden mit einem integrierten Auslöser erstellt, der den Versand als Reaktion auf bestimmte Kundenaktionen auslöst. Häufige Trigger-Aktionen sind das Belassen von Artikeln im Warenkorb, das Anmelden für ein Konto oder das Abonnieren der E-Mail-Liste.
Außerdem könnt ihr Kundinnen und Kunden mit Trigger-E-Mails daran erinnern, dass ihr Abonnement bald abläuft, und die Möglichkeit zum Verlängern anbieten. Dies ist eine sehr gute Option, Verlängerungen im Blick zu behalten. Viele Unternehmen nutzen ausgelöste E-Mails auch, um der Kundschaft basierend auf ihrem Browsing-Verlauf oder nach einem Kauf zusätzliche Vorschläge zu unterbreiten beziehungsweise ähnliche Produkte, die ihr gefallen könnten, im Cross-Selling anzubieten.
Erinnert an Jahrestage.
Eine weitere einfache Methode zum Aufbau von Beziehungen mit Kundinnen und Kunden mithilfe personalisierter E-Mails ist der Versand von E-Mails zu Geburtstagen oder Jahrestagen, die den besonderen Anlass feiern. Mit solchen E-Mails zeigt ihr, dass eure Kundinnen und Kunden euch wichtig sind und ihr euch die Zeit genommen habt, euch an ihren besonderen Tag zu erinnern.
Erstellt personalisierte E-Mail-Inhalte.
Mit dieser Strategie soll die gesamte E-Mail für die Empfängerinnen und Empfänger interessant werden. Ihr erstellt nicht mehr nur Betreffzeilen hinaus, die Kundinnen und Kunden zum Öffnen der E-Mail motivieren, sondern geht einen Schritt weiter, indem ihr sicherstellt, dass nach dem Öffnen der Nachricht alle Inhalte der E-Mail für die Kundschaft relevant und auf deren Interessen oder Vorlieben zugeschnitten sind.
Hier sind einige Ideen dafür, wie ihr den Content eurer E-Mails personalisieren könnt:
- Sendet spezifische Produktempfehlungen basierend auf dem Browsing-Verlauf
- Präsentiert Produkte, nach denen Kunden basierend auf ihrem Browsing-Verhalten auf eurer Website suchen oder woran sie interessiert sein könnten.
- Erstellt Bilder, die den Namen der Empfängerinnen bzw. Empfänger oder die Stadt enthalten, in der sie leben.
- Bezieht euch auf die Branche oder aktuelle Umstände (ein Reiseunternehmen könnte beispielsweise eine Urlaubs-E-Mail an alle Kundinnen und Kunden senden, die sich in einer Stadt befinden, in der es gerade regnet, und darüber schreiben, welche Ruhe und Entspannung an einem warmen, sonnigen Strand warten).
Seid kreativ und nutzt alle verfügbaren Ressourcen.
Konzentriert euch auf Re-Engagement.
Re-Engagement bzw. Retargeting bezeichnet alle Marketing-Taktiken, die das Interesse früherer Kundinnen und Kunden oder potenzieller Interessentinnen und Interessenten neu beleben sollen. Ein Hauptkandidat für das Retargeting ist eine Kundin oder ein Kunde, die oder der schon lange nichts mehr gekauft hat. Gut möglich, dass euer Produkt der Person sehr gut gefallen hat, aber sie eure Marke aus den Augen verloren hat. Per E-Mail könnt ihr sie daran erinnern, wie positiv sie ihren letzten Kauf in Erinnerung hat, und sie dazu motivieren, einen weiteren Kauf zu tätigen.
Auch ehemalige Abonnentinnen und Abonnenten, die vor Kurzem auf „Abmelden“ geklickt haben und inaktiv waren, könnt ihr so wieder erreichen. Ihr könnt diese Personen mit relevanten Blog-Inhalten gezielt ansprechen oder ihnen News zu den neuesten Angeboten und Rabatten senden.
Eine der beliebtesten Arten des Re-Engagements beinhaltet das Targeting potenzieller Kundinnen und Kunden, die einen Artikel betrachtet oder in den Warenkorb gelegt, aber keinen Kauf getätigt haben. Ihr könnt diese Interessierten mit First-Party-Cookies tracken und ihnen Follow-up-E-Mails senden.
Rettet verlassene Warenkörbe.
Verlassene Warenkörbe zählen zu den besten Einsatzmöglichkeiten für personalisiertes E-Mail-Marketing. Kundinnen und Kunden, die den Kaufvorgang beinahe abgeschlossen haben, sind an euren Produkten sehr interessiert. Außerdem stehen euch durch den Kaufprozess viele Informationen zur Verfügung, die ihr für die E-Mail-Personalisierung nutzen könnt.
Nutzt diese Daten, um die abgebrochenen Warenkörbe doch noch zu verkaufen. Möglicherweise war der Kunde/die Kundin gerade noch abgelenkt und musste an seinen/ihren ausstehenden Kauf erinnert werden.
Vielleicht haben das Fehlen kostenloser Versandoptionen oder andere preisbezogene Probleme zu Warenkorbabbrüchen geführt. Dadurch habt ihr die Möglichkeit, den Verkauf zu ermöglichen, indem ihr den potenziellen Kundinnen und Kunden ein maßgeschneidertes Angebot für das Produkt sendet, für das sie sich interessiert haben. Außerdem erfahrt ihr, wie ihr das Kundenerlebnis und die Customer Journey verbessern könnt.