Unternehmen wechseln zu einem neuen Betriebsmodell, bei dem Agenten aktiv an der Arbeit von Marketingteams mitwirken, Aufgaben übernehmen und am Ende keine Vorschläge, sondern fertige Ergebnisse liefern.
Wir nennen das Human-Agent-Work. Agenten fungieren dabei nicht als Assistenz, die man gelegentlich konsultiert, sondern als echte Teilnehmer: Sie arbeiten in denselben Systemen, greifen auf denselben Kontext zurück und werden an denselben Maßstäben gemessen wie euer Team. Doch nur wenige Unternehmen – und noch weniger Marketingorganisationen – verfügen bereits über die Infrastruktur, die dieses neue Modell erfordert.
Ein leistungsstarker Agent, der in eine Marketingabteilung integriert wird, ohne zu wissen, wie dort gearbeitet wird, was in der Vergangenheit funktioniert hat oder wer welche Freigaben erteilen muss, ist im Grunde ein brillanter Fremder. Er kann das organisatorische Wissen nicht so aufnehmen wie eine neue Mitarbeiterin oder ein neuer Mitarbeiter – Workflows brechen zusammen, und jedes Ergebnis muss erneut geprüft werden.
BCG hat herausgefunden, dass der Unterschied zwischen Unternehmen, die echte Renditen aus ihren KI-Investitionen erzielen, und solchen, die das nicht tun, genau darin liegt: einen Agenten vom brillanten Fremden zum verlässlichen Partner zu machen. Organisationen, die ihren Agenten den notwendigen gemeinsamen Kontext bereitstellten, verzeichneten eine rund dreifache Produktivitätssteigerung und verkürzten die Durchlaufzeiten um bis zu 80 %.1 Wer diesen Schritt überspringt, verbringt am Ende mehr Zeit damit, die Arbeit von Agenten zu kontrollieren – statt den Gesamtaufwand zu reduzieren.