Was ist eine Kundendatenplattform?

Adobe for Business-Team

09-16-2025

Eine Marketing-Fachfrau prüft ein einheitliches Kundenprofil, das Aktivitäten wie Seitenbesuche, per SMS erhaltene Buchungscodes und E-Mail-Interaktionen zeigt.

Zusammenfassung: Kundendatenplattformen ( Customer Data Platforms, CDPs) lösen eine der größten Herausforderungen im modernen Marketing: Kundendaten liegen verstreut in voneinander getrennten Systemen. Sie führen Daten von sämtlichen Touchpoints – Web, Mobile, CRM, Callcenter – zu Echtzeitprofilen zusammen, die personalisierte, datenschutzkonforme Erlebnisse im benötigten Umfang aktivieren. Im Gegensatz zu älteren Martech-Systemen sind CDPs für Agilität, Data Governance und Integration auf Unternehmensebene konzipiert. In einer Digital-First-Welt sind Daten das Erlebnis. Jede Kundenerwartung – von Relevanz bis Geschwindigkeit – basiert darauf, wie gut ihr Daten erfasst, verknüpft und nutzt.

Eine Kundendatenplattform zentralisiert Kundendaten für Marketing und Personalisierung über alle Kanäle hinweg. In diesem Leitfaden erklären wir euch, was eine Kundendatenplattform ist, wie sie funktioniert und warum sie für moderne Marketing-Teams so wichtig ist.

In diesem Beitrag werden die folgenden Themen behandelt:

Was ist eine Kundendatenplattform?

Ein CDP hilft Unternehmen, Kundendaten aus verschiedenen Systemen und Quellen zu verwalten.

Stellen wir uns vor, eure Firma hat eine hervorragende Marketing-Strategie. Wahrscheinlich habt ihr Analyse-Tags auf eurer Firmen-Website, sodass ihr Verhaltens-Daten darüber sammelt, wie Interessierte mit der Seite interagieren.

Vielleicht schaltet ihr außerdem Werbekampagnen und erfasst Daten dazu, wer mit diesen Kampagnen in Berührung gekommen ist und wie sie darauf reagiert haben.

Ihr habt möglicherweise ein E-Mail-System, das Newsletter und Sonderangebote versendet, und möchtet nachvollziehen, wie die Interaktion eurer Kunden mit diesen E-Mails aussieht.

Das ist eine ganze Menge an Daten, die im Alltag schnell unübersichtlich wird. Eine Kundendatenplattform macht das leichter.

Wofür wird eine Kundendatenplattform verwendet?

Kundenpräferenzen entwickeln sich kontinuierlich weiter – und Personalisierung wird schnell zur Mammutaufgabe, wenn ihr keine Lösung habt, die große Mengen kanalübergreifender Daten durchforstet und sauber einzelnen Kundenprofilen zuordnet. Genau diese Skalierbarkeit ist eine der großen Stärken von Kundendatenplattformen.

Im Marketing setzen Unternehmen Kundendatenplattformen ein, um personalisierte Kampagnen und konsistente, kanalübergreifende Erlebnisse zu bieten – oft spricht man von CDP-Marketing. Indem ihr einheitliche Profile erstellt, könnt ihr eure Kundschaft zum richtigen Zeitpunkt und über den richtigen Kanal mit relevanten Nachrichten erreichen – sei es per E-Mail, im Web, in der Mobile App oder im Laden.

Was eine CDP einzigartig macht, ist ihre Fähigkeit, Daten aus allen Bereichen eures Unternehmens zu erfassen und sie für die Aktivierung an allen Touchpoints verfügbar zu machen. Anders als eine Data Management Platform (DMP), wie z. B. Adobe Audience Manager, arbeitet eine CDP mit bekannten Kundendaten. Sie erfasst und speichert personenbezogene Daten wie E-Mail-Adressen, Postadressen und Telefonnummern, um eine genauere und effektivere Kundeninteraktion zu ermöglichen.

Was ist ein Kundenprofil?

Ein Kundenprofil ist eine zentrale Sammlung aller Datenpunkte, die ihr zu einer einzelnen Person habt – von demografischen Angaben über Verhaltenssignale bis hin zu Transaktionshistorie und Präferenzen. Je vollständiger ein Kundenprofil, desto besser das Kundenerlebnis, das ihr bereitstellen können.

Doch es reicht nicht aus, alle Daten an einem Ort zu haben. Damit ein Profil wirklich wertvoll ist, muss es fortlaufend in Echtzeit aktualisiert werden – also über alle Kanäle hinweg jede neue Interaktion widerspiegeln. Das ist eine der wichtigsten CDP-Funktionen – und einer der Hauptgründe, warum viele Unternehmen auf eine Real-Time CDP wie die von Adobe setzen.

Wenn ein Kunde zum Beispiel eure Website auf der Suche nach einem Produkt durchstöbert und anschließend euer Service-Team kontaktiert, kann ein Echtzeit-Kundenprofil diese Interaktion unmittelbar anzeigen. Dadurch kann das Service-Team relevanteren Support bieten – und es wird sichergestellt, dass Marketing-, Vertriebs- und Service-Abteilungen alle mit denselben aktuellen Informationen arbeiten.

Auf einer Kundendatenplattform sind diese Profile der Motor für Personalisierung, Segmentierung, Journey-Analysen und vieles mehr.

Häufige Use Cases für eine CDP.

Hier sind einige der gängigsten Möglichkeiten, wie Unternehmen Kundendatenplattformen einsetzen, um erfolgreicheres Marketing zu betreiben:

DieseUse Cases für eine CDP zeigen die Flexibilität und Leistungsfähigkeit einer Kundendatenplattform – sie unterstützen nicht nur skalierbare Personalisierung, sondern sorgen auch dafür, dass Marketing, Vertrieb und Service eine einheitliche, zuverlässige Sicht auf die Kundschaft haben.

CDP vs. CRM vs. DMP

Kriterium
CDP
CRM
DMP
Hauptzweck
Vereinheitlicht und organisiert Kundendaten zur Personalisierung von Marketing-Maßnahmen
Verwaltet Kundenbeziehungen und Vertriebsinteraktionen
Erfasst anonyme Benutzerdaten für Anzeigen-Targeting
Datentyp
First-Party-, Second-Party- und Third-Party-Daten
Hauptsächlich First-Party-Daten
Hauptsächlich Third-Party-Daten
Benutzeridentität
Bekannte und anonyme Benutzende, zu einheitlichen Profilen zusammengeführt
Bekannte Kundinnen und Kunden sowie potenzielle Kundinnen und Kunden
Anonyme Benutzende, segmentiert in Zielgruppen
Datenspeicherdauer
Langfristige Speicherung
Langfristige Speicherung
Kurzzeitige Datenspeicherung (Cookie-basiert, oft max. 90 Tage oder weniger)
Use Cases
Personalisiertes Marketing, Zielgruppensegmentierung, Customer-Journey-Analyse
Vertriebs-Management, Kundenbetreuung, Lead-Tracking
Anzeige-Targeting, Anzeigeneinkauf, Lookalike-Modellierung
Echtzeit-Aktivierung
Ja
Begrenzt
Ja
Cross-Channel-Integration (kanalübergreifende Integration)
Stark (Web, E-Mail, Mobile)
Begrenzt
Mittel
Typische Nutzerschaft
Marketing-Teams
Vertrieb, Kundendienst, Marketing-Teams
Advertising-Teams

Quelle: CDP vs. CRM vs. DMP – Unterschiede, Ähnlichkeiten und Kriterien für die Auswahl.

Was ist der Unterschied zwischen einer CDP und einem CRM?

Kundendatenplattformen (Customer Data Platform, CDP) und Customer-Relationship-Management-Systeme (Customer Relationship Management, CRM) erfassen beide Kundendaten zur Analyse, sind aber in ihrer Ausrichtung eher unterschiedlich als ähnlich.

Der Hauptunterschied liegt in der Art der Daten, die sie erfassen. Ein CRM organisiert, verwaltet und protokolliert vor allem kundennahe Interaktionen mit euren Teams – zum Beispiel Gespräche mit Sales, Service oder Support. Eine CDP dagegen sammelt Daten zum Verhalten eurer Kundschaft, wenn sie mit Angeboten für euer Produkt oder eure Dienstleistung interagieren.

Möglicherweise gibt es Überschneidungen bei Funktionen und erfassten Daten. Deshalb sollten Unternehmen genau prüfen, welche Vorteile ihre bestehenden Business-Tools bieten, bevor sie etwas ablösen oder ergänzen.

Beide Systeme helfen Marketing-Teams dabei, ein möglichst vollständiges Bild von einzelnen Kundinnen und Kunden aufzubauen, um künftige Marketing- und Outreach-Aktivitäten gezielter auszuspielen. Eine CDP geht jedoch noch weiter: Sie kann etwa Produkt- oder Engineering-Teams Hinweise darauf liefern, wo Website- oder App-Besuchende im Konversionstrichter aussteigen oder welche Funktionen besonders häufig genutzt werden.

Diese Technologie nimmt fragmentierte Kundendaten – darunter auch Informationen aus einem CRM – und baut daraus ein umfassenderes Profil auf, als es isolierte Segmentierungs-Tools leisten könnten

Was ist der Unterschied zwischen einer CDP und einer DMP?

Kundendatenplattformen (Customer Data Platforms, CDPs) und Data Management Platforms (DMPs) sammeln und organisieren beide Daten – unterscheiden sich aber grundlegend darin, welche Daten sie verarbeiten und wofür diese genutzt werden.

CDPs arbeiten hauptsächlich mit First-Party-Daten – das sind Informationen, die direkt aus euren eigenen Kanälen wie Websites, Mobile Apps, CRM-Systemen und E-Mail-Interaktionen stammen. Manche Unternehmens-CDPs können auch Second-Party-Daten einbeziehen, die direkt von einem vertrauenswürdigen Partner bereitgestellt werden. Diese Daten enthalten oft personenbezogene Informationen, was eine Identitätsbestimmung und die Erstellung einheitlicher Kundenprofile ermöglicht.

Im Gegensatz dazu nutzen DMPs vor allem Third-Party-Daten, die häufig anonymisiert und von externen Websites oder Plattformen aggregiert werden. Diese Daten sind pseudonym – das heißt, sie sind nicht direkt mit bestimmten Personen verknüpfbar und werden überwiegend für das breite Zielgruppen-Targeting in der programmatischen Werbung verwendet.

Einige CDP-Anbieter ermöglichen es Unternehmen, First-Party-Daten mit ausgewählten Third-Party-Daten – etwa aus einer DMP – anzureichern, um Verhaltensmuster besser zu verstehen. Diese Praxis wird jedoch immer seltener, da sich die Datenschutzbestimmungen weiterentwickeln und Third-Party-Cookies schrittweise auslaufen.

Im Gegensatz zu DMPs, die oft nur für kurzfristige Kampagnennutzung eingesetzt werden, speichern CDPs Daten langfristig und ermöglichen die Aktivierung sowohl auf eigenen als auch auf bezahlten Kanälen. Dadurch sind sie wichtig für langfristige Kundeninteraktion, Personalisierung und Datenschutzkonforme Marketing-Strategien.

Wenn euer Unternehmen seine Datenstrategie zukunftssicher machen möchte, solltet ihr in eine Kundendatenplattform investieren, die die Kontrolle über First-Party-Daten und das Einverständnis-Management klar in den Mittelpunkt stellt.

Vorteile einer Kundendatenplattform.

1. Einheitliches Datenformat und 360-Grad-Kundensicht.

Eine CDP führt Daten aus allen Touchpoints der Customer Journey – Web, Mobile, CRM, Offline und mehr – und bringt sie in ein einheitliches Format.

Statt Informationen aus verschiedenen, voneinander getrennten Tools manuell zusammentragen zu müssen, können Entscheiderinnen und Entscheider auf ein vollständiges Kundenprofil an einem zentralen Ort zugreifen. Das erhöht die Effizienz und Genauigkeit und ermöglicht gleichzeitig eine strategischere Segmentierung und ein gezielteres Messaging.

Diese „Single Source of Truth“ ist eine grundlegende CDP-Funktion, die Marketing-, Vertriebs- und Serviceteams dabei hilft, auf derselben Datengrundlage zu arbeiten.

2. Echtzeit-Kundenprofile, die automatisch aktualisiert werden.

Eine moderne Real-Time-CDP aktualisiert Kundenprofile, sobald neue Daten verfügbar werden – zum Beispiel nach einem Produktaufruf, einem E-Mail-Klick oder einer Interaktion im Laden.

Diese Aktualisierungen erfolgen automatisch, ohne dass es zu manuellen Synchronisierungen oder Verzögerungen bei der Batch-Verarbeitung kommt. Wenn sich diese Echtzeit-Responsivität auf Tausende von Kunden skalieren lässt, erhalten eure Teams genau die Erkenntnisse, die sie brauchen, um schnell zu handeln und relevant zu bleiben.

Adobe Real-Time CDP unterstützt außerdem hybride Personalisierungsmodelle – indem Echtzeitsignale aus Web oder App mit föderierten Daten aus unternehmensweiten Data Warehouses kombiniert werden. So könnt ihr sensible Daten – wie den Kontostatus oder die Kreditwürdigkeit – nutzen, ohne sie zu importieren, und sie mit In-Session-Signalen wie einem Website-Besuch oder einer Formularübermittlung anreichern, um latenzarme, personalisierte Experiences bereitzustellen.

3. Kundenverhalten in verwertbare Erkenntnisse verwandeln.

Eine CDP verknüpft Verhaltenssignale wie Warenkorbabbrüche, Produktpräferenzen oder Content-Interaktionen direkt mit Kundenprofilen.

Dadurch haben Marketing-Teams die Möglichkeit, Zielgruppen zu segmentieren, gezielte Kampagnen durchzuführen und „Next Best Actions“ auf Basis von Echtzeitverhalten steuern.

Ganz gleich, ob ihr eine E-Mail zur Wiederansprache senden oder Anzeigen für Käufer unterdrückt, die zuletzt gekauft haben: Diese Erkenntnisse verbessern die Effizienz und steigern den ROI.

4. Datenschutz- und Governance-Funktionen auf Enterprise-Niveau.

CDPs konsolidieren Daten in einer zentralen Schicht. So lassen sich Datenschutz-Einstellungen, Einwilligungen und Compliance-Anforderungen globaler Vorschriften wie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des California Consumer Privacy Act (CCPA) erfüllen.

Für Unternehmen vereinfacht das Audits, verringert rechtliche Risiken und verschafft IT- und Rechtsabteilungen mehr Transparenz darüber, wie Daten genutzt werden.

Sie verbessert außerdem die Datenhygiene inklusive Backup- und Governance-Praktiken –, was für Unternehmen mit stark datengetriebenem Marketing geschäftskritisch ist.

Davon profitieren nicht nur Marketing-Teams. CDPs unterstützen auch IT- und Rechtsabteilungen außerdem dabei, die Kontrolle, Transparenz und Compliance beim Umgang mit Daten zu sichern. Genehmigungsprozesse werden schneller, und Risiken werden reduziert.

Holt das Maximum aus euren First-Party-Daten heraus.

CDPs sind darauf ausgelegt, First-Party-Daten in den Mittelpunkt zu stellen – die zuverlässigsten und datenschutzkonformsten Daten, die euer Unternehmen besitzt.

Da die Daten direkt aus den Kundeninteraktionen stammen – statt von Dritten –, sind sie zuverlässiger und ihr habt die volle Kontrolle.

Im Gegensatz zu Ad-hoc-Tools, die auf externes Tracking angewiesen sind, bietet euch eine Kundendatenplattform die Hoheit über die Datenerfassung, Datenspeicherung und Nutzung von Daten – und schafft damit die Basis langfristig agiles Marketing.

Wie eine CDP arbeitet.

Kundendatenplattformen sind darauf ausgelegt, Kundendaten aus verschiedenen Systemen zu erfassen, zu vereinheitlichen und zu aktivieren. Manche CDPs arbeiten mit geplanten Batch-Prozessen, während weiterentwickelte Lösungen – wie Adobe Real-Time CDP – Daten in Echtzeit verarbeiten und aktivieren.

Datenerfassung.

Das Fundament einer CDP ist ihre Fähigkeit, Kundendaten aus allen relevanten Quellen zu erfassen – darunter Websites, Mobile Apps, CRM-Systeme, E-Mail-Plattformen und Third-Party-Tools. Adobe Real-Time CDP nutzt dafür vorkonfigurierte Integrationen, APIs, SDKs und ereignisbasierte Tracker. Gleichzeitig werden Identitäten über alle Touchpoints hinweg aufgelöst, sodass einheitliche Kundenprofile entstehen.

Moderne CDPs wie der von Adobe gehen noch einen Schritt weiter, indem sie Federated Data Access unterstützen. Das heißt: Marketing-Teams können Zielgruppen direkt aus Enterprise Data Warehouses – etwa Snowflake oder Databricks – erstellen und aktivieren, ohne die Daten physisch in die CDP zu übernehmen. Dieser Ansatz ohne Datenkopien wird durch Komposition föderierter Zielgruppen ermöglicht – einer Adobe-Innovation, die Datenredundanz verringert, die Governance verbessert und die Kampagnenbereitschaft beschleunigt.

Beispielsweise startete AT&T seinen ersten Use Case in nur 43 Tagen mit einem vollständig föderierten Workflow. Das Composable-CDP-Lizenzmodell von Adobe unterstützt genau diese Art von Warehouse-nativer Aktivierung und bietet zugleich die Flexibilität, bei Bedarf in hybride Datenstrategien zu wachsen.

Datenaktivierung – Daten für euch arbeiten lassen.

Daten zu sammeln ist nur die halbe Miete. Eine CDP muss diese Daten auch sinnvoll organisieren und aktivieren, um Mehrwert zu schaffen.

Sobald die Kundenprofile vereinheitlicht sind – sei es durch Datenaufnahme oder Föderation – können sie auf Marketing-, Werbe-, Kundendienst- und Analyseplattformen aktiviert werden. Dadurch können Teams:

All das geschieht auf Basis eines gemeinsamen, in Echtzeit aktualisierten Verständnisses von der Kundschaft.

Adobe Real-Time CDP ermöglicht es sowohl B2C- als auch B2B-Unternehmen, Daten über die einzelnen Kanäle – E-Mail, Web, Mobile, Anzeigeplattformen und mehr – mithilfe nativer Connectoren und nahtloser Integrationen zu aktivieren.

Genau das macht eine Kundendatenplattform so leistungsstark: Sie vereint nicht nur Daten, sondern versetzt eure Teams in die Lage, in Echtzeit auf diese Daten zu reagieren – mit der Skalierbarkeit und Governance, die moderne Unternehmen benötigen.

Echtzeit-Aktivierung sorgt nicht nur für schnellere Kampagnen, sondern stärkt auch die Beziehung zu eurer Kundschaft. Tatsächlich schreiben 47 % der Marketing- und Customer Experience-Führungskräfte ihrer CDP zu, ihnen dabei zu helfen, direktere Kundenbeziehungen zu aufbauen. 40 % melden eine höhere Kundenloyalität — laut einer Adobe-Studie, die zeigt, dass CDPs Beziehungen und Loyalität verbessern. Damit wird deutlich, welchen Kernnutzen aktivierte, vereinheitlichte Profile haben: relevantere Erlebnisse, stärkere Interaktion und langfristiges Kundenwachstum.

Welche Daten braucht eine CDP?

Eine Kundendatenplattform stützt sich in erster Linie auf First-Party-Daten – Informationen, die direkt aus Kundeninteraktionen auf Kanälen wie der Website eures Unternehmens, eurem Customer Relationship Management, Mobile Apps und Social-Media-Plattformen erfasst werden. Diese Daten sind äußerst genau, datenschutzkonform und gehören eurem Unternehmen.

Einige CDPs unterstützen außerdem Second-Party-Daten von vertrauenswürdigen Partnern sowie die begrenzte Nutzung von Third-Party-Daten, die in der Regel über externe Websites oder soziale Plattformen bezogen werden. Auch wenn Drittanbieter-Daten dazu beitragen können, die Reichweite eurer Zielgruppen zu vergrößern, sind sie mit erheblichen Risiken verbunden – darunter Datenpannen, mangelnde Transparenz und zunehmend strengere Regulierungen. Da Third-Party-Cookies abgeschafft werden, setzen viele Unternehmen auf Privacy-first-Strategien mit First-Party-Daten, unterstützt durch CDPs auf Enterprise-Niveau.

Allerdings bieten nicht alle CDPs das gleiche Niveau an Daten-Governance- oder Compliance-Unterstützung, was jedoch zunehmend wichtig wird. Enterprise-CDPs wie Adobe Real-Time CDP bieten native Funktionen, um globale Datenschutzanforderungen zu unterstützen, darunter:

Diese Schutzmechanismen unterstützen Marketing-Teams dabei, Compliance-Prozesse zu optimieren und rechtliches Risiko bei der Aktivierung von Kundendaten zu reduzieren.

Die vier wichtigsten Datentypen, die in einer CDP verwendet werden:

Um einheitliche Kundenprofile zu erstellen und die Einhaltung von Vorschriften zu unterstützen, organisieren die meisten CDPs ihre Daten in vier Kernkategorien:

Die Fähigkeit einer CDP, adiese unterschiedlichen Datentypen aufzunehmen, zu verwalten und zu schützen, ist entscheidend, um personalisierte Erlebnisse im benötigten Umfang bereitzustellen. Gleichzeitig hilft sie dabei, moderne Anforderungen an Sicherheit, Transparenz und eine agile Nutzung von Daten zu erfüllen.

Datenaufnahme vs. Datenverbund: Auswahl des richtigen Ansatzes für eure Daten.

Nicht jedes Unternehmen möchte große Datenmengen in eine CDP verschieben – und nicht jeder Use Case erfordert das.

Adobe Real-Time CDP unterstützt sowohl die Datenaufnahme als auch den Datenverbund und gibt Unternehmen damit volle Flexibilität über das gesamte Spektrum einer modularen Architektur hinweg. Manche Teams importieren operative Daten – wie Web-Verhalten oder Transaktionsereignisse – für Echtzeit-Entscheidungen. Andere entscheiden sich dafür, sensible oder selten abgerufene Attribute – wie Kreditwürdigkeit, Produkteignung oder Geschäftskontostrukturen – direkt aus ihrem Data Warehouse zu föderieren, ohne sie in die Plattform zu kopieren.

Föderation ist ideal für Teams mit Fokus auf Data Warehouses, die Marketing-Use-Cases aktivieren möchten, ohne Daten zu duplizieren. Im Gegensatz dazu eignet sich Ingestion für High-Speed-Usecases, bei denen Entscheidungen mit minimaler Latenz gefragt sind – etwa für Onsite-Personalisierung oder Next-Best-Action-Empfehlungen.

Die meisten Unternehmen setzen auf ein hybrides Modell – sie importieren Daten, die für Use Cases mit niedriger Latenz benötigt werden, und föderieren Daten, die sensibel, träge oder bereits gut im Data Warehouse verwaltet sind. Dieser duale Ansatz erhöht die Agilität, stärkt die Governance und ermöglicht es Teams, Kampagnen schneller zu aktivieren – und das alles innerhalb einer einzigen CDP-Architektur.

Ist eine CDP das Richtige für euer Unternehmen?

Nicht jedes Unternehmen braucht eine Kundendatenplattform – insbesondere wenn eure Datenmengen gering sind oder eure bestehenden Tools einfache Segmentierung bereits gut abdecken. Aber für Unternehmen mit wachsender Komplexität oder Omni-Channel-Anforderungen kann ein CDP ein wichtiger Hebel für Skalierung, Personalisierung und Governance sein. Wenn ihr nicht sicher seid, ob euer Unternehmen die CDP-Anforderungen erfüllt, stellt euch die folgenden Fragen:

  1. Sind eure Kundendaten über isolierte Tools und Teams verstreut?
  2. Fehlt es euren Marketing-, Vertriebs- und IT-Abteilungen außerhalb ihrer eigenen Systeme an Transparenz zum Kundenverhalten?
  3. Entwickeln sich eure Marketing-Technologien schneller als eure Fähigkeit, diese zu integrieren?
  4. Habt ihr große Mengen an First-Party-Daten, aber keine Möglichkeit, sie kanalübergreifend zu aktivieren?

Wenn ihr eine der oben genannten Fragen mit „Ja“ beantwortet habt, ist eure Organisation wahrscheinlich bereit für eine Kundendatenplattform.

In diesem Schritt ist es wichtig, dass ihr beginnt, eure spezifischen Use Cases für eine CDP zu identifizieren – sei es der Aufbau einheitlicher Kundenprofile, die Aktivierung von Echtzeit-Personalisierung oder die Verbesserung der Effizienz von Cross-Channel-Kampagnen. Diese Use Cases helfen euch dabei, CDP-Anbieter und -Funktionen auswerten.

Kann eine CDP die Komplexität jedes Unternehmens bewältigen?

Nicht alle CDP-Anbieter sind gleich. Auch wenn viele CDP-Anbieter oberflächlich ähnliche Funktionen anbieten, kann ihre Fähigkeit, Daten, Integrationen und Governance im Unternehmensmaßstab zu bewältigen, stark variieren.

Einige CDP-Lösungen befinden sich noch in der frühen Entwicklungsphase oder sind auf kleine und mittelständische Unternehmen ausgerichtet. Viele dieser Lösungen bringen möglicherweise nicht die nötige Infrastruktur, den Support oder die Skalierbarkeit mit, um mit eurem Wachstum Schritt zu halten. Darum ist es wichtig, ein Enterprise-CDP zu wählen, das euer Unternehmen sowohl heute als auch in Zukunft unterstützen kann.

Wenn ihr Plattformen bewertet, solltet ihr euch unter anderem diese Fragen stellen:

Adobe Real-Time CDP bietet zum Beispiel eine tiefe Integration mit Adobe Experience Cloud sowie offene APIs und Partner-Connectoren. Das beschleunigt die Implementierung – und reduziert gleichzeitig eure Abhängigkeit von IT-Ressourcen.

Die Plattform unterstützt außerdem ein modulares Lizenzmodell, das speziell auf Warehouse-zentrierte Unternehmen zugeschnitten ist. Wenn eure Datenstrategie darauf abzielt, Kundendaten in eurem Enterprise Data Warehouse zu halten, bietet Adobe ein modulares Zielgruppenpaket an, das eine Echtzeit-Aktivierung aus föderierten Daten ermöglicht – mit minimaler Duplizierung und flexibler Preisgestaltung. Dieser Ansatz hilft Unternehmen, ihre Architektur zu ihren eigenen Bedingungen zu modernisieren – ohne unnötige Kompromisse.

Die Implementierung ist jedoch nur ein Teil des Gesamtbilds. Entscheidend ist, wie gut die einzelnen Funktionen der CDP im gesamten Unternehmen zusammenspielen.

Eine moderne CDP ist mehr als nur ein Paket von Funktionen. Es ist ein integriertes System, in dem Datenvereinheitlichung, Echtzeit-Profilerstellung, Aktivierung, Personalisierung und Governance optimal zusammenspielen. Für heutige Unternehmen müssen diese Funktionen kontinuierlich aktualisiert und teamübergreifend skaliert werden sowie den Compliance-Anforderungen entsprechen. Deshalb setzen führende Plattformen wie Adobe Real-Time CDP auf eine modulare Architektur und vorkonfigurierte Integrationen. So können Unternehmen sich schnell anpassen und ab Tag eins echten Mehrwert voranbringen.

1. Fangt mit euren Use Cases an.

Bevor ihr Plattformen miteinander vergleicht, solltet ihr euch klar machen, was die CDP für euch leisten muss. Definiert zuerst eure wichtigsten CDP-Use-Cases, zum Beispiel:

Je klarer eure Ziele sind, desto leichter könnt ihr beurteilen, ob einw CDP euren Anforderungen entspricht.

2. Worauf solltet ihr bei der Auswahl einer CDP achten?

Wenn ihr eine Lösung auswählt, gewertet CDPs nach den Fähigkeiten und Eigenschaften, die für euer Unternehmen am wichtigsten sind. Das solltet ihr priorisieren:

3. Testet, bevor ihr euch festlegt.

Sobald ihr eure Liste der CDP-Anbieter eingegrenzt habt, fordert Demos an und testet die Plattform nach Möglichkeit mit echten oder Beispieldaten.

Nutzt diese Zeit, um:

Ein guter Anbieter erfüllt nicht nur eure aktuellen Anforderungen, sondern begleitet euch auch als strategischer Partner, wenn euer Unternehmen wächst und sich weiterentwickelt.

Braucht ihr Hilfe bei der Entscheidung? Lest unseren ausführlichen Leitfaden zu zur Auswahl der passenden Customer Data Platform für euer Team. Es werden Evaluationskriterien, Plattformtypen und Hinweise dazu, was ihr Anbieter fragen solltet, behandelt – all das soll euch dabei unterstützen, eine informierte und sichere Entscheidung zu treffen. Oder bucht eine Demo.

Adobe Real-Time CDP: Business-Impact für Menschen, Prozesse und Technologie.

Bei der Auswahl einer Kundendatenplattform geht es nicht nur um Features, sondern um echte Resultate. Adobe Real-Time CDP hilft Enterprise-Teams dabei, messbare Business-Resultate zu erzielen: vereinheitlichte Daten, effizientere Abläufe und relevantere, skalierbare Kundenerlebnisse.

So wirkt sich Adobe Real-Time CDP auf Menschen, Prozesse und Technologie aus:

Effizienz und Skalierbarkeit,

Erkenntnisse und Interaktion.

Umsatz und Produktivität.

Diese Ergebnisse zeigen, für welche Dimensionen Adobe Real-Time CDP gebaut ist: schnellere Kampagnenzyklen, verlässliche Daten, starke Governance – und kanalübergreifend stärkere Interaktion.

CDP-Kundenreferenz: Echtzeit-Personalisierung bei der TSB Bank.

Als Director of Analysis and Design bei TSB Bank legt Mike Gamble besonderen Wert auf das Feedback seiner Kundschaft. Jede Bewertung, jeder Touchpoint mit der Kundschaft – Gamble und sein Team schauen ganz genau hin. Dieses Commitment spiegelt sich auch in den Technologien wider, die sie wählen, um eine sich rasant digitalisierende Kundschaft zu unterstützen.

Da immer mehr Privatpersonen und kleine Unternehmen online und geräteübergreifend Bankgeschäfte tätigen, benötigte TSB eine Möglichkeit, fragmentierte Kundendaten zu vereinheitlichen und konsistente, personalisierte Erlebnisse zu liefern – egal ob jemand eine Filiale besucht oder sich per Mobile App einloggt „Wir brauchten ein vollständiges Bild von jeder Person, die bei uns ein Konto hat“, so Gamble. „Von ihrem Verlauf über ihre Bedürfnisse bis hin dazu, wie sie sich durch die Customer Journey bewegen – und das bedeutete, dass wir unsere Daten auf einer einzigen Plattform zentralisieren mussten.“

Früher hatte TSB bei der Personalisierung einen linearen, segmentierten Ansatz verfolgt. Die Teams arbeiteten in Silos – sie sammelten Daten, gruppierten Kundinnen und Kunden in groben Segmenten und verschickten Batch-Marketing-Nachrichten. Dieser Ansatz konnte einfach nicht mit Kundinnen und Kunden Schritt halten, die sich nahtlos zwischen Devices und Kanälen bewegen.

Adobe Real-Time CDP vereinheitlicht Daten entlang der gesamten Journey.

TSB implementierte Adobe Real-Time CDP, um Kundendaten aus Online- und Offline-Interaktionen zusammenzuführen. Wo es früher über zwei Wochen dauerte, bis die Bank Erkenntnisse sammeln, verarbeiten und anwenden konnte, ermöglicht die CDP jetzt Profilaktualisierungen in Echtzeit und die sofortige Aktivierung über sämtliche Marketing-Kanäle hinweg.

Diese Veränderung hatte tiefgreifende geschäftliche Auswirkungen:

Mit Adobe Real-Time CDP bekam TSB eine Enterprise-Plattform, die Folgendes ermöglichte:

„Die wertvollen Erkenntnisse, die wir durch Adobe Real-Time CDP gewinnen, prägen unsere Personalisierungsstrategie und verbessern das Kundenerlebnis spürbar“, berichtet Gamble. Am wichtigsten ist: Wir können diese Qualität online wie offline konsistent liefern, weil unsere Entscheidungen auf jeder einzelnen Interaktion in der Vergangenheit des Kunden oder der Kundin basieren.“

Erste Schritte mit einer CDP.

Adobe Real-Time CDP führt bekannte und unbekannte Daten von Einzelpersonen und Firmen zu umfassenden, Echtzeit-Kunden- und Konto-Profilen zusammen. Diese Profile werden kontinuierlich aktualisiert – so können eure Teams personalisierte, relevante Erlebnisse in großem Umfang auf jedem Kanal bereitstellen.

Ob ihr im B2C- oder B2B-Bereich tätig seid – das Enterprise-CDP von Adobe unterstützt komplexe Customer Journeys mit:

Seht euch das Übersichtsvideo zu Adobe Real-Time CDP an, um mehr zu erfahren.

Fordert noch heute eine Demo an und erfahrt, wie Adobe Real-Time CDP euren nächsten Wachstumsschritt unterstützen kann.

Häufig gestellte Fragen zu Kundendatenplattformen

Was ist eine Kundendatenplattform?

Eine Kundendatenplattform (Customer Data Platform, CDP) ist ein Software-System, das Kundendaten aus all euren Quellen – Websites, Anwendungen, Customer Relationship Management usw. – zentral bündelt – in einer einheitlichen Datenbank. Sie erstellt für jede Person ein eigenes Kundenprofil, indem sie Kennungen und Verhaltensweisen zusammenführt. Kurz gesagt: Eine CDP verschafft Marketing-Fachleuten sowie Analystinnen und Analysten eine vollständige Echtzeit-Sicht auf jede einzelne Person – die Basis für personalisiertes Marketing und bessere Customer Experiences.

Wie funktioniert eine CDP?

CDPs erfassen Daten von mehreren Touchpoints, führen sie unter individuellen Kundenidentitäten zusammen und spielen diese dann in andere Systeme aus. Zum Beispiel kann eine CDP das Website-Verhalten einer Person, ihre Interaktionen mit E-Mails und ihre Einkäufe in der Filiale erfassen, die Daten in einem einzigen Profil bündeln und anschließend ein Segment besonders wertvoller Kundinnen und Kunden an eine E-Mail-Kampagne übergeben. Moderne CDPs verarbeiten Daten in Echtzeit, sodass Kundenprofile bei jeder Interaktion sofort aktualisiert werden. Sie bieten außerdem Tools für Segmentierung, Analyse und Integrationen mit Marketing-Kanälen. So fließen die Insights aus der CDP direkt in personalisierte Kampagnen ein.

Was sind häufige CDP-Use-Cases im Marketing?

Typische CDP-Use-Cases zielen vor allem darauf ab, Marketing und Kundenerlebnis zu optimieren:

  • Personalisierte Omni-Channel-Kampagnen: Mithilfe einheitlicher Profile können Marketing-Teams konsistente, maßgeschneiderte Botschaften über E-Mail, Social Media, Websites und weitere Kanäle hinweg ausspielen. Eine CDP kann zum Beispiel dafür sorgen, dass eine Kundin oder ein Kunde auf der Website Produkt­empfehlungen sieht, die auf ihrer jüngsten Aktivität in der Mobile App basieren
  • Customer-Journey-Orchestrierung:Eine CDP kann Aktionen auslösen, während die Kundschaft verschiedene Phasen der Journey durchläuft – zum Beispiel ein Folgeangebot senden, wenn jemand den Warenkorb abbricht, oder den Vertrieb informieren, sobald ein B2B-Lead einen bestimmten Score erreicht.
  • Erweiterte Segmentierung und Analysen: Marketing-Teams sowie Analystinnen und Analysten nutzen CDPs, um sehr spezifische Zielgruppensegmente zu erstellen – wie „Kundinnen mit hoher Interaktionsrate in Sydney, die seit drei Monaten nichts gekauft haben“ – und ihr Verhalten zu analysieren. Diese Erkenntnisse helfen euch dabei, Kampagnen wirkungsvoller aufzusetzen.
  • Account-basiertes Marketing (B2B): Für Account-basiertes Marketing im B2B-Bereich vereinheitlicht eine B2B-CDP Daten auf Konto-Ebene. Es verknüpft einzelne Kontakte mit Unternehmens-Accounts, sodass Sales- und Marketing-Teams ein vollständiges Bild des jeweiligen Kontos bekommen. Das ist entscheidend für Account-basierte Marketing-Strategien, bei denen jedes Unternehmen individuell angesprochen werden soll.

Im Kern hilft eine CDP Unternehmen dabei, verstreute Kundendaten in umsetzbare Strategien zu übersetzen – etwa durch präziseres Kampagnen-Targeting, Echtzeit-Personalisierung von Inhalten oder eine bessere Abstimmung der Teams auf eine gemeinsame „Single Source of Customer Truth“.

Welche Vorteile bietet eine Kundendatenplattform?

Die Vorteile einer Kundendatenplattform umfassen:

  • Bessere Customer Experience: Mit vollständigen, aktuellen Kundenprofilen können Firmen Interaktionen und Angebote personalisieren, was zu relevanterem Marketing und zufriedenerer Kundschaft führt.
  • Vereinheitlichte Daten und Erkenntnisse: Eine CDP bricht Datensilos auf. Alle eure Kundendaten – online, offline, Customer Relationship Management usw. – werden zentralisiert, sodass Analyse und Reporting genauer und umfassender sind. Ihr erhaltet eine echte 360-Grad-Ansicht auf eure Kunden.
  • Funktionen für Echtzeit-Marketing: Viele moderne CDPs, darunter auch die von Adobe, sind Real-Time CDPs, bei denen Profile und Segmente sofort aktualisiert werden. So könnt ihr auf Kundenverhalten reagieren – zum Beispiel einen Klick, einen Kauf und mehr – und das unmittelbar. Beispielsweise wird eine In-App-Nachricht genau zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst – und nicht erst Wochen später.
  • Verbesserter Marketing-ROI: Dank gezielterem Targeting und besserer Personalisierung könnt ihr eure Marketing-Budgets optimal einsetzen. Unternehmen verzeichnen höhere Konversionsraten, wenn ihr mit einem CDP präzise abstimmt, wer welche Nachricht wann erhält. Zum Beispiel verzeichnete die TSB Bank einen Anstieg der Kreditanträge um 400 %, indem sie Echtzeit-Kundendaten nutzte, um ihre Angebote zu optimieren.
  • Datenschutz-Compliance und -kontrolle: Eine CDP zentralisiert Einverständnis- und Präferenzdaten, sodass ihr die Datenschutzentscheidungen eurer Kunden auf allen Kanälen respektieren könnt. Außerdem wird es einfacher, Vorschriften wie DSGVO oder CCPA einzuhalten, da ihr die Löschung von Daten oder den Widerruf von Einverständnissen an einem zentralen Ort verwalten könnt. Kurz: Damit erhält eure Organisation mehr Kontrolle über die Nutzung von Kundendaten.

Diese Vorteile zeigen, warum sich die Investition in eine CDP wirklich auszahlen kann: Sie macht datengetriebenes Marketing und kundenzentrierte Strategien möglich, die mit fragmentierten Datensilos nur schwer umzusetzen sind.

Welche Funktionen und Eigenschaften sollte eine CDP mitbringen?

Wenn ihr CDPs evaluiert, dann achtet auf Funktionen, die zu euren konkreten Geschäftsanforderungen passen. Zu den wichtigsten CDP-Funktionen, die ihr im Blick haben solltet, gehören:

  • Datenintegration: Die CDP sollte problemlos Daten aus all euren Quellen aufnehmen können – Web, Mobile, CRM, E-Commerce, Werbeplattformen usw. Vorkonfigurierte Connectoren und eine unkomplizierte Integration sind ein Pluspunkt – zum Beispiel unterstützt die CDP-IntegrationsBibliothek von Adobe zahlreiche beliebte Tools.
  • Identitätsbestimmung: Sie sollte Kundenidentitäten (durch das fusionieren von Kennungen wie E-Mails, Device-IDs und Cookies) zu einem Profil abstimmen. Das ist für eine genaue und einheitliche Ansicht unerlässlich.
  • Echtzeit-Verarbeitung: Wenn eure Use Cases Live-Personalisierung oder schnelle Reaktion erfordern, sollte das CDP Profile und Segmente in Echtzeit oder nahezu Echtzeit aktualisieren. Adobe Real-Time CDP fokussiert sich beispielsweise auf Streaming von Datenaktualisierungen.
  • Bidirektionale Datenübertragung: Sucht nach Plattformen, die eine sichere, regulierte Datenfreigabe zwischen eurer CDP und eurem Data Warehouse unterstützen. Mit Adobe Real-Time CDP können Unternehmen angereicherte Profil- und Zielgruppendaten beispielsweise mithilfe einer Zero-Copy-Architektur zurück in Snowflake streamen. So werden erweiterte Use Cases für Analysen, Machine Learning und Reporting möglich – ohne dass sensible Daten dupliziert oder exportiert werden müssen.
  • Segmentierung und Aktivierung: Eine robuste Benutzeroberfläche für die Segmentierung und die Möglichkeit, diese Kundensegmente direkt aus der CDP auf verschiedene Marketing-Kanäle – wie E-Mail, Anzeigennetzwerke und Personalisierungs-Engines – zu übertragen. Grundsätzlich sollte die CDP nicht nur Daten speichern, sondern sie auch für Marketing-Zwecke nutzbar machen.
  • Skalierbarkeit und Performance: Eine Enterprise-CDP muss große Datenmengen verarbeiten können – Millionen von Profilen und hohe Event-Aufkommen – und das ohne spürbare Performance-Einbußen. Prüft, ob der Anbieter nachweisen kann, dass er Unternehmen in eurer Größenordnung oder größer unterstützen kann.
  • Sicherheit und Compliance: Achtet auf leistungsstarke Daten-Governance-Funktionen – Einverständnismanagement, rollenbasierter Zugriff, Verschlüsselung und Compliance-Zertifizierungen. Zum Beispiel hilft euch ein gutes CDP dabei, Datenschutzgesetze von Anfang an zu erfüllen und Datenschutz- sowie Datensicherheitsstandards einzuhalten.
  • Flexibilität (composable/modular vs. Paket): Entscheidet, ob ihr eine Paketlösung oder eine flexible (modulare) Lösung benötigt. Einige Anbieter von Composable-CDPs bieten modulare Dienste an, bei denen ihr euer eigenes Data Warehouse nutzen und das CDP für bestimmte Funktionen integrieren könnt. Andere bieten eine All-in-One-Plattform. Was die richtige Wahl ist, hängt von euren technologischen Stärken und Vorlieben im Unternehmen ab. Aber ganz gleich, wofür ihr euch entscheidet: Stellt sicher, dass die CDP in eurer Umgebung laufen kann – zum Beispiel, was Cloud-Kompatibilität angeht.

Erstellt eine Checkliste dieser Funktionen und ordnet eure potenziellen CDP-Anbieter entsprechend ein. Das hilft euch dabei, die Plattform zu wählen, die am besten zu eurer Marketing- und Datenstrategie passt.

Was ist Adobe Real-Time CDP?

Adobe Real-Time CDP ist eine Enterprise-Lösung, die von Adobe entwickelt wurde. Sie ist darauf ausgelegt, sowohl B2C (Business-to-Consumer)- als auch B2B (Business-to-Business)-Use Cases zu unterstützen und bietet Flexibilität für Unternehmen, die ein breites Spektrum an Kunden- und Konto-Beziehungen verwalten müssen.

Die Plattform erstellt einheitliche Kundenprofile mithilfe von First-Party-Daten, die von Websites, mobilen Apps, CRM-Systemen und anderen digitalen Touchpoints gesammelt werden. Diese Profile werden kontinuierlich in Echtzeit aktualisiert, sodass Unternehmen auf das Kundenverhalten reagieren können, während es passiert.

Adobe Real-Time CDP lässt sich nativ mit Adobe Experience Cloud-Programmen integrieren, darunter Adobe Analytics, Adobe Target und Adobe Campaign. Außerdem wird die Integration mit Nicht-Adobe-Systemen über APIs und vorkonfigurierte Connectoren unterstützt. Dadurch eignet sich die Lösung für unterschiedliche Marketing- und Datenumgebungen.

Eine der wichtigsten Stärken von Adobe Real-Time CDP ist seine Fähigkeit, Personalisierung in Echtzeit zu ermöglichen. Wenn zum Beispiel jemand ein Produkt auf eurer Website ansieht, kann die Plattform das jeweilige Segment sofort aktualisieren und eine relevante Nachricht oder ein relevantes Angebot auslösen – und das alles innerhalb von Sekunden. Das ermöglicht eine zeitnahe, kontextbezogene, kanalübergreifende Interaktion.

Adobe Real-Time CDP integriert sich zudem tief mit Adobe Journey Optimizer – sodass Teams Echtzeit-Journeys auf Basis föderierter oder importierter Profildaten designen, triggern und verwalten können. Marketing-Teams können ereignisgesteuerte Kommunikation ausspielen, Lifecycle-Kampagnen automatisieren und Momente über Web, App, E-Mail und Push hinweg personalisieren – auf Basis einer eines einzigen Kundenprofils, das sich kontinuierlich aktualisiert.

Die Plattform enthält native Governance-Tools, die dabei helfen, Datennutzungsregeln durchzusetzen und die Einhaltung globaler Datenschutzvorschriften wie der DSGVO und des CCPA sicherzustellen. Die auf Skalierbarkeit ausgelegte Adobe Real-Time CDP kann große Datenmengen, komplexe Segmentierungsanforderungen und Omni-Channel-Aktivierung bewältigen – und ist damit eine starke Lösung für Unternehmen, die ihre Kundeninteraktion mithilfe von Daten verbessern möchten.

Admins finden weitere Infos zu Real-Time CDP in der Experience League – inklusive praxisorientierter Dokumentation.

Kann eine CDP für B2B-Marketing eingesetzt werden?

Ja, obwohl CDPs oft im B2C-Kontext erwähnt werden, kann eine unternehmensweite CDP absolut für B2B verwendet werden. Im B2B-Marketing und -Vertrieb habt ihr die zusätzliche Herausforderung, dass ihr sowohl Einzelpersonen als auch Konten oder Firmen verwaltet. Ein CDP, das B2B unterstützt, ermöglicht es euch, Daten auf Konto-Ebene zu vereinheitlichen. Das heißt, die CDP kann einzelne Kundeneinträge – zum Beispiel mehrere Mitarbeitende derselben Firma – mit einem gemeinsamen Account-Profil für dieses Unternehmen verknüpfen.

Im Fall von Use Cases im B2B-Umfeld kann eine CDP Folgendes leisten:

  • Daten auf Account-Ebene konsolidieren. Sie bündelt Informationen aus CRM, Marketing Automation, Website-Besuchen und sogar Third-Party-Daten in einer einzigen, einheitlichen Sicht auf ein Konto.
  • Account-basiertes Marketing unterstützen. Ihr könnt Accounts segmentieren und gezielt ansprechen, die bestimmte Kriterien erfüllen – zum Beispiel alle Finanzunternehmen, die besonders intensiv mit eurer Website interagieren.
  • Marketing und Vertrieb aufeinander abstimmen. Beide Teams greifen auf dieselben, vereinheitlichten Account-Insights in der CDP zu, um ihre Kontaktaufnahmen zu koordinieren. Zum Beispiel könnten Vertriebsmitarbeitende über das CDP einen Warnhinweis erhalten, wenn ein wichtiger Kontakt in ihrem Ziel-Konto intensiv mit Content interagiert – was einen guten Zeitpunkt für die Kontaktaufnahme signalisiert.

Wichtig: Adobe Real-Time CDP unterstützt die Komposition föderierter Zielgruppen für B2B. So können Unternehmen mithilfe von in externen Datenbanken gespeicherten Daten personenbezogene Zielgruppen erstellen, ohne diese zu importieren. Dadurch wird es einfacher, nach Accounts zu segmentieren, Profile mit firmografischen Daten anzureichern und Zielgruppen für ABM-Kampagnen zu aktivieren – und das alles, während sensible Geschäftsdaten am Ursprungsort belassen werden. Diese Funktion ist für Kundschaft verfügbar, die Adobe Real-Time CDP B2B Edition verwendet.

Nicht alle CDPs auf dem Markt bieten robuste B2B-Funktionen. Wenn ihr ein B2B-Unternehmen seid, solltet ihr diesen Aspekt bei der Auswahl eines CDP-Anbieters berücksichtigen. Die CDP von Adobe ist ein Beispiel für eine Plattform, die sowohl auf B2C- als auch auf B2B-Anforderungen ausgelegt ist.

Worauf sollte ich bei der Auswahl eines CDP-Anbietern achten?

Wenn ihr CDP-Anbieter vergleicht, behaltet folgende Schritte und Kriterien im Hinterkopf – einige davon kennt ihr bereits aus dem Hauptartikel.

  1. Identifiziert euren Use Case: Macht euch klar, was eure CDP leisten soll – zum Beispiel Daten aus fünf Quellen vereinheitlichen, Echtzeit-Web-Personalisierung aktivieren, Segmentierung für E-Mails verbessern usw. Eure Anforderungen hängen von eurem Use Case ab.
  2. Listet die benötigten Funktionen auf: Leitet aus euren Use Cases ab, welche Features unverzichtbar sind – zum Beispiel Echtzeit-Verarbeitung, Anzahl und Tiefe der Integrationen, Machine-Learning-Funktionen oder ob ihr eine Composable-CDP braucht oder nicht. Listet auch Präferenzen wie Budgetrahmen oder On-Premise bzw. Cloud auf, wenn zutreffend.
  3. Erstellt eine Shortlist und prüft die Skalierbarkeit: Recherchiert eine Auswahl potenzieller Anbieter. Fragt euch bei jedem Anbieter: Können er euer Datenvolumen und eure Komplexität bewältigen? Wie bereits erwähnt, tun sich einige kleinere CDP-Anbieter mit Enterprise-Skalierung oder komplexen B2B-Daten schwer.
  4. Integration und Ökosystem: Prüft, wie gut sich die CDP der einzelnen Anbieter in euren bestehenden Stack integriert. Gibt es vorkonfigurierte Connectoren für eure wichtigsten Systeme? Ein Anbieter, der auf tiefgehende Produktintegrationen setzt – wie Adobe mit seinem umfangreichen Integrationsnetzwerk – kann euch später Zeit und Probleme ersparen.
  5. Demo und Testversion: Fordert eine Demo oder sogar eine Sandbox-Testversion an. Wenn ihr das CDP live mit Beispieldaten erlebt, könnt ihr die Benutzerfreundlichkeit, die intuitive Bedienung der Benutzeroberfläche für eure Marketing-Teams und die Geschwindigkeit beurteilen, mit der ihr eine Kampagne umsetzen oder ein Segment aufbauen könnt.
  6. Total Cost of Ownership: Berücksichtigt nicht nur die Lizenzkosten, sondern auch Implementierungsaufwand, Wartung und ob ihr zusätzliche Tools benötigt. Hier kann eine Composable-CDP unerwartete Komplexität oder zusätzliche Kosten verursachen, wenn ihr mehrere Produkte kombinieren müsst.
  7. Support und Roadmap: Sprecht mit dem Anbieter über den Onboarding-Prozess und den laufenden Support. Schaut euch auch die Produkt-Roadmap an: Entwickelt der Anbieter sein Produkt weiter – etwa durch neue KI-Funktionen oder Anpassungen an geänderte Datenschutzvorgaben? Eine solide Roadmap ist ein Zeichen dafür, dass ein Anbieter euren Anforderungen langfristig gerecht wird.

Wenn ihr Anbieter anhand dieser Faktoren sorgfältig auswertet, werdet ihr mit größerer Wahrscheinlichkeit eine CDP auswählen, die zu den Bedürfnissen eurer Organisation passt. Denkt daran, dass die richtige CDP keine Einheitslösung ist – die richtige Lösung ist die, die eure Marketing-, Vertriebs- und Daten-Teams dazu befähigt, auf effizientem Wege bessere Customer Experience zu schaffen.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Implementierung einer CDP?

Die Implementierung einer CDP kann sehr lohnend sein, ist aber nicht ohne Herausforderungen:

  • Silos in der Organisation: Die größte Hürde ist oft nicht die Technologie, sondern die interne Abstimmung. Eine CDP umfasst Daten und Prozesse in den Bereichen Marketing, Vertrieb, Kundendienst und IT. Wenn diese Teams in Silos arbeiten, kann es schwierig sein, sie zusammenzubringen, um Daten auszutauschen und neue Workflows zu definieren. Es ist wichtig, dass ihr die Unterstützung der Führungsebene und die Team-übergreifende Abstimmung sicherstellt, damit alle gemeinsam auf eine ganzheitliche Kundensicht hinarbeiten.
  • Datenqualität und Integration: Wenn ihr Daten aus vielen Quellen zusammenführt, stoßt ihr auf inkonsistente Datenformate, Duplikate oder Qualitätsprobleme. Für die Bereinigung und Standardisierung der Daten für die CDP kann viel Vorbereitungsarbeit nötig sein. Die Wahl einer CDP mit leistungsstarken Tools für Datenaufnahme und Daten-Governance – idealerweise kombiniert mit Beratung – kann euch dabei helfen, dieses Problem zu lösen.
  • Technische Komplexität: Auch wenn viele CDPs für euch als Marketing-Fachleute benutzerfreundlich sind, kann das initiale Setup komplex sein. Gegebenenfalls müsst ihr Tracking (SDKs, Tags) auf verschiedenen Plattformen implementieren, Regeln zur Identitätsbestimmung einrichten und die CDP mit mehreren Endpunkten integrieren. Eine sorgfältige Planung und eine schrittweise Einführung – Use Case für Use Case – helfen euch dabei, diese Komplexität in den Griff zu bekommen.
  • Benutzerakzeptanz: Es ist ebenfalls wichtig sicherzustellen, dass eure Marketing-Teams und andere Endanwender die CDP nutzen. Manchmal halten Teams aus Bequemlichkeit an alten Gewohnheiten wie dem manuellen Export von CSV-Dateien fest. Wenn ihr in Trainings investiert und frühe Erfolge sichtbar macht – etwa, dass die CDP in Minuten erledigt, wofür ihr früher Wochen gebraucht habt –, steigt die Bereitschaft zur Nutzung deutlich.

Diese Herausforderungen lassen sich mit dem richtigen Ansatz bewältigen: mit einer klaren Strategie, der Unterstützung wichtiger Stakeholder und der Wahl eines CDP-Anbieters, der euch ein solides Onboarding bietet Nicht selten zeigt sich: Sobald die CDP produktiv ist, löst sie genau die Silos auf, die anfangs ein Hindernis waren, und unterstützt den Wandel hin zu einer datengetriebenen, kollaborativen Unternehmenskultur.

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