Wir stehen an einem entscheidenden Wendepunkt im Bereich Customer Experience. KI hat schon lange Personalisierung hinter den Kulissen unterstützt. Doch beim Adobe Summit 2026 in Las Vegas im April konnten wir erleben, wie sie ins Rampenlicht rückte. Sie hilft Marketing-Fachleuten dabei, Erlebnisse in Echtzeit zu gestalten, aufzubauen und auf den Markt zu bringen. Und sie dann basierend auf den Kundenreaktionen anzupassen – so bestimmt Marketing, was Kundinnen und Kunden sehen, wie sie entscheiden und wie sich Interaktionen entwickeln.
Wir sind in eine neue Ära der Interaktion eingetreten, die sich auf vielen verschiedenen Ebenen abspielt: Menschen interagieren mit Menschen, Menschen arbeiten mit AI Agents zusammen und AI Agents handeln im Auftrag von Kunden. KI bringt Geschwindigkeit und Skalierbarkeit, bedeutet aber auch weniger Momente direkter Steuerung und Kontrolle.
Discovery, also Entdeckung und Auffindbarkeit, Auswertung und Interaktion finden jetzt über KI-gesteuerte Kanäle wie ChatGPT, Claude und Gemini statt. In einer Welt ohne Klicks kann fragmentiertes Marketing nicht mithalten. Und während CMOs und Marketing-Führungskräfte nach wie vor dafür verantwortlich sind, Kundschaft in bedeutsamen Momenten anzuziehen und zu binden, werden diese Momente zunehmend von KI geprägt, beschleunigt und bereitgestellt.
Hier kommt Customer Experience-Orchestration (CXO) ins Spiel. CXO führt Content, Daten, Entscheidungsfindung und Vertrauenssignale über Customer Journeys hinweg zusammen, damit Marken sowohl für Menschen als auch für AI Agents mit Klarheit und Selbstvertrauen auftreten können. Und Agent-basierte KI erweitert den Umfang der Orchestrierung und verändert, wie Erlebnisse personalisiert werden und wie Arbeit über den gesamten Kundenzyklus hinweg erledigt wird.
In meinem letzten Blog habe ich untersucht, wie AI Agents beginnen, im Auftrag von Kunden zu handeln und damit die Regeln der Interaktion verändern. Hier möchte ich mich darauf konzentrieren, was diese Dynamik für Marketing-Fachleute bedeutet, während Agent-basierte KI von der Möglichkeit zur gängigen Praxis wird.
Neu: Adobe CX Enterprise.
Ich besuche den Adobe Summit seit Jahren, aber dieses Jahr markierte einen Wendepunkt. KI und Agent-basierte Technologien verändern, wie Arbeit erledigt wird, wie Marketing-Teams ihre Bemühungen über Content, Kanäle und Zielgruppen hinweg verstärken und wie Menschen und KI zusammenarbeiten, um jeden Touchpoint und jede Interaktion mit Kundschaft zu verbessern.
Auf dem Adobe Summit haben wir Adobe CX Enterprise vorgestellt, ein durchgängiges, Agent-basiertes KI-System zur Orchestrierung des gesamten Kundenzyklus – von der ersten Interaktion bis zur dauerhaften Kundenbindung. Es ermöglicht Teams, Content zu erstellen, Kundschaft anzusprechen und mit ihr zu interagieren sowie als Marke konsistent aufzutreten, ohne Fragmentierung oder manuelle Umwege. Einfach intelligente Orchestrierung, entwickelt für die Arbeitsweise des modernen Marketings.
Außerdem haben wir CX Enterprise Coworker vorgestellt – einen Agent, der sich nahtlos in eure bestehenden Workflows einfügt und bei Bedarf eigenständig handelt – sowie Adobe Brand Intelligence, das statische Markenrichtlinien in ein lebendes System verwandelt und eure Marke konsistent hält, während KI-gestützter Content skaliert.
CX Enterprise Coworker ermöglicht es Unternehmen, über die Experimentierphase hinauszugehen und echte, wiederholbare Ausführung zu erreichen. Teams können Agents mit klaren Rollen, Berechtigungen und Richtlinien einrichten und sie so konfigurieren, dass sie bestimmte Workflows unterstützen oder im Hintergrund laufen, um vertrauenswürdige, markenkonforme Erlebnisse in Echtzeit zu liefern.
Adobe Brand Intelligence hilft dabei, die Markenintegrität zu wahren, während mehr KI-Systeme, Teams, Agenturen und Regionen involviert werden. Es ist eine stets verfügbare zentrale Datenquelle und damit der Maßstab dafür, wie eure Marke auftreten soll. Sie sorgt dafür, dass Menschen und KI auch bei zunehmendem Arbeitstempo aufeinander abgestimmt bleiben. Das System trainiert sich selbst mit genehmigtem Content, Markenrichtlinien und vergangenen Entscheidungen und wendet diese Intelligenz dann auf jedes Erlebnis an. Das Ergebnis: Weniger manuelle Prüfungen, weniger Abweichungen vom Markenbild und mehr Vertrauen, dass alles, was auf den Markt kommt, eure Marke wie beabsichtigt widerspiegelt.
Brand Visibility – die neuen Regeln der Markensichtbarkeit.
Marketer sind es gewohnt, dass sich die Regeln der Interaktion ändern – aber diesmal wurden sie zerrissen, beiseitegeschoben und völlig neu geschrieben. Was jetzt bei KI-gesteuerter Entdeckung bzw. Discovery zählt, sind Genauigkeit, Vertrauen und Darstellung, denn Marken sprechen nicht mehr immer direkt mit Kundschaft. Agents entscheiden jetzt, welche Informationen Kundinnen und Kunden sehen, indem sie Content im Namen der Marke auswählen, zusammenfassen und erklären. Die Bereitschaft für KI-gesteuerte Discovery ist jetzt eine zentrale Verantwortung der Marken.
Auf dem Adobe Summit haben wir einen exklusiven Einblick erhalten, wie Adobe Brand Visibility, ehemals Adobe LLM Optimizer, Marketing-Fachleute dabei unterstützt zu verstehen, wie ihr Content in KI-gestützten Erlebnissen erscheint – und wie diese Sichtbarkeit im Vergleich zu Konkurrenten abschneidet. Teams erkennen, wo ihr Content Schwächen hat, decken Ungenauigkeiten auf, die das Markenvertrauen gefährden könnten, und setzen gezielte Verbesserungen um, um die Performance zu optimieren.