Die Analyse auf Kundenebene führt anonyme und bekannte Interaktionen im Laufe der Zeit zu einem einzigen Personenprofil zusammen – anstatt isolierte Sitzungen oder Besuche zu messen, wie es beim sitzungs- oder Cookie-basierten Tracking der Fall ist.
Customer Journey Analytics erreicht dies durch Identitätszuordnung: Frühere anonyme Aktivitäten werden rückwirkend einer Person zugeordnet, sobald sie identifiziert wurde. Ein Beispiel: Zehn anonyme Seitenaufrufe werden im Moment der elften Anmeldung einer E-Mail-Identität zugeordnet. Das Ergebnis ist eine Sichtweise auf Kundenebene – nicht auf Geräte- oder Sitzungsebene.
Customer Journey Analytics unterstützt
zwei Zuordnungsmodi. Auf welche ihr zugreifen könnt, hängt von eurer CJA-Lizenzstufe ab. Die feldbasierte Zuordnung verbindet Daten über einen gemeinsamen Bezeichner, der in jedem Datensatz tatsächlich vorhanden ist – etwa eine Geräte-ID oder E-Mail-Adresse – und ordnet historische anonyme Ereignisse rückwirkend zu, sobald dieser Bezeichner erscheint. Die Graph-basierte Zuordnung nutzt stattdessen das Adobe Experience Platform Identity Graph, um eine Person über verschiedene Identity-Namespaces hinweg zu identifizieren – beispielsweise ECID, Geräte-ID und E-Mail – ohne dass derselbe Bezeichner in jedem Datensatz vorhanden sein muss. Hierfür muss die Funktion jedoch für euren AEP-Mandanten aktiviert sein. Klärt mit eurem Adobe-Accountteam, welche CJA-Stufe ihr nutzt und ob die Graph-basierte Zuordnung für euren Mandanten aktiviert ist, bevor ihr davon ausgeht, dass beide Modi verfügbar sind.
Ja, mit Customer Journey Analytics könnt ihr Attributionsmodelle auf Basis eurer verknüpften, kanalübergreifenden Kundendaten aufbauen und vergleichen. So lässt sich die Anerkennung für eine
Conversion auf alle Kontaktpunkte verteilen, die dazu beigetragen haben – statt sie einem einzigen Last-Touch-Ereignis zuzuweisen. Da die zugrunde liegenden Daten auf Personenebene und kanalübergreifend vorliegen, kann ein Attributionsmodell hier Web-, App- und Offline-Kontaktpunkte in einer einzigen Ansicht erfassen – und ist damit nicht auf die Sitzungsdaten eines einzelnen Kanals beschränkt.
Die Identitätszuordnung funktioniert rückwirkend und nicht-destruktiv: Sobald eine Identität bekannt ist, werden historische anonyme Ereignisse damit verknüpft – ohne dass die zugrunde liegenden Rohdaten der Ereignisse verändert werden. Dieser Prozess läuft zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ab, sodass eure Quelldaten in Adobe Experience Platform unberührt bleiben. Die Identitätszuordnung lässt sich außerdem neu verarbeiten, wenn sich die Identitätsbestimmung verbessert – ihr seid nicht auf den Wissensstand zum Zeitpunkt der Datenerfassung festgelegt.
Voraussetzung ist eine einheitliche Personen-ID, die in jedem Quelldatensatz vorhanden ist, den ihr zusammenführen möchtet – auf jeder Zeile, im gleichen Format über alle Quellen hinweg und ohne personenbezogene Werte (sensible Daten vor der Aufnahme in die Datenansicht bitte per Hash anonymisieren). Darüber hinaus muss jeder Datensatz über ein geeignetes Schema mit
Adobe Experience Platform verbunden sein. Sobald die Personen-ID und eure Verbindung eingerichtet sind, werden die Identitätszuordnung und die daraus resultierenden Produktmetriken auf Kundenebene in Analysis Workspace automatisch angewendet.