Customer Journey Analytics und
Adobe Analytics sind Schwesterprodukte im CX Analytics Portfolio von Adobe, die jeweils für unterschiedliche Analyse-Schwerpunkte entwickelt wurden. Adobe Analytics (positioniert als „Digital Analytics“) misst das Web- und Mobile-Verhalten über eine eigene native Datenerfassung, basierend auf einem festen Berichts-Suite-Schema, das bereits zum Zeitpunkt der Erfassung festgelegt wird. Customer Journey Analytics hingegen läuft auf Adobe Experience Platform und kann beliebige Online- wie Offline-Datenquellen aufnehmen. So lassen sich Verhaltensweisen über Web, App, Callcenter und stationäre Kontaktpunkte hinweg verbinden – durch personenbasierte Identitätszuordnung statt über Sitzungs- oder Cookie-Kennungen. Außerdem könnt ihr das Reporting nachträglich anpassen, ohne Daten erneut erfassen zu müssen. Viele Unternehmen nutzen beide Produkte: Adobe Analytics für fokussierte Web- und App-Analysen, Customer Journey Analytics, wenn Fragen kanal- und identitätsübergreifend beantwortet werden sollen. Der Wechsel zu Customer Journey Analytics ist eine natürliche Weiterentwicklung eurer Analyse-Strategie – keine erzwungene Abkehr von Adobe Analytics.
Customer Journey Analytics ist ein Produkt innerhalb von
Adobe CX Analytics – dem Analytics-Portfolio, das Adobe auf dem Summit 2026 gemeinsam mit Adobe Analytics, Adobe Customer Journey Analytics B2B Edition, Adobe Marketing Campaign Analytics und Adobe Content Analytics vorgestellt hat. Im Rahmen dieses Portfolios ist Customer Journey Analytics das Produkt, das verhaltensbezogene und Offline-Daten zu einem einzigen, identitätsaufgelösten Kundenprofil zusammenführt und mit KI-gestützten Tools statt starrer Dashboards visuell erkundbar macht. Es kombiniert Verhaltens- und Merkmalsdaten über verschiedene Kanäle und Geräte hinweg, unterstützt flexible Ad-hoc-Analysen mit rückwirkender Datenanpassung und setzt KI ein, um Erkenntnisse zu gewinnen und Ergebnisse vorherzusagen – konzipiert für Business-Anwender, nicht nur für Analysten.
Customer Journey Analytics wurde für Enterprise-Teams entwickelt, die Marketing, Produkt und Analyse auf einer einheitlichen Datenbasis vereinen möchten – und beseitigt gezielt die Hindernisse, die Kundenanalysen heute ausbremsen. Konkret bedeutet das: CMOs und Marketing-Verantwortliche optimieren Journeys über bezahlte, eigene und organische Kanäle und
messen die Kampagnen-Performance, ohne auf IT-Unterstützung warten zu müssen. Produkt- und Digital-Teams verfolgen, wie sich Features auf Conversion und Interaktion über App, Web und stationäre Erlebnisse auswirken. Analyse- und Insights-Teams führen retroaktive Abfragen durch und erkunden Daten eigenständig in großem Maßstab – statt auf starre Berichte angewiesen zu sein. CIOs und Datenverantwortliche setzen richtlinienbasierte Governance durch und ermöglichen Teams gleichzeitig sicheren Self-Service-Zugriff auf dieselben Daten. Der Schlüssel zum Mehrwert liegt darin, echte kanalübergreifende Daten zunächst in Adobe Experience Platform zusammenzuführen – die Analyse selbst erfordert dann kein spezialisiertes Analyst-Tooling mehr, sobald die Daten fließen.
Customer Journey Analytics ermöglicht es euch,
Datenfelder, Sitzungsdefinitionen und Reporting-Ansichten zum Zeitpunkt der Auswertung anzupassen – nicht-destruktiv, ohne Pipelines neu zu verarbeiten, Symbole umzuschreiben oder den Quell-Datensatz zu verändern. Dabei zieht jede Governance-Steuerung nahtlos mit dieser Flexibilität mit, anstatt gegen sie abgewogen zu werden. Da Customer Journey Analytics auf Adobe Experience Platform aufbaut, übernimmt es das Data-Governance-Framework von Experience Platform: Nutzungsrichtlinien und Sensitivitätslabels gelten für die zugrunde liegenden Daten, rollenbasierte Berechtigungen regeln, wer Daten einsehen oder exportieren darf, und Warnhinweise im Produkt melden Richtlinienverstöße, bevor sie auftreten. Business-Anwender können neue Fragestellungen eigenständig untersuchen – das Label- und Berechtigungs-Modell bleibt dabei im Hintergrund konsequent durchgesetzt.
Ja. Customer Journey Analytics gibt
Zielgruppen direkt an Real-Time CDP und Journey Optimizer weiter. Eine Zielgruppe, die ihr in Analysis Workspace auf Basis von Verhalten, Kampagnenreaktion oder kanalübergreifenden Journey-Daten definiert, lässt sich so direkt für Targeting und Orchestrierung aktivieren – ohne den Umweg über einen externen Export. Die Performance-Ergebnisse dieser Aktivierung können anschließend wieder in Customer Journey Analytics eingespeist werden und schließen so den Kreislauf zwischen Analyse und nächster Entscheidung, anstatt die Analyse als Einwegbericht enden zu lassen.
Customer Journey Analytics verknüpft Identitäts- und Interaktionsdaten aus allen Touchpoints – online wie offline – und ermöglicht so eine lückenlose, sequenzielle Betrachtung der gesamten Customer Journey, statt kanalübergreifende Berichte isoliert auszuwerten. In Analysis Workspace seht ihr, was Engagement, Abbrüche oder Conversions in den einzelnen Schritten beeinflusst, könnt die Pfade verschiedener Kundensegmente vergleichen, um Reibungspunkte und verpasste Opportunities zu erkennen, und nutzt
KI-gestützte Analysen, um aufkommende Trends und Anomalien frühzeitig zu erkennen. Dieser ganzheitliche Journey-Kontext versetzt Teams in die Lage, nicht mehr nur reaktiv Berichte zu erstellen, sondern Erlebnisse proaktiv neu zu gestalten – und zu messen, ob eine Content- oder Produktänderung die Journey tatsächlich verbessert hat.
Ja. Customer Journey Analytics basiert auf
Adobe Experience Platform, und für den Zugriff auf die Anwendung ist eine Customer Journey Analytics-Lizenz erforderlich. Eine eigenständige Version, die unabhängig von Experience Platform läuft, gibt es nicht. In der Praxis bedeutet das: Eure Daten müssen zunächst in Experience Platform verfügbar sein – ob über Web- und App-SDKs, Offline-Quellen oder bestehende Adobe Analytics Report Suites – bevor Customer Journey Analytics darüber berichten kann.
Eure vorhandenen Adobe Analytics Report Suite-Daten gelangen über den
Analytics-Quell-Connector in Customer Journey Analytics – dieser überträgt sie direkt in Adobe Experience Platform, ohne dass ihr eure Site oder App neu instrumentieren müsst. Dort werden sie zu einer Verbindung, die ihr in eine oder mehrere Datenansichten einbindet – dem Customer Journey Analytics-Äquivalent einer virtuellen Report Suite. So behaltet ihr eure historischen Adobe Analytics-Daten, gewinnt gleichzeitig mehr Flexibilität bei der Berichterstellung zur Laufzeit und habt die Möglichkeit, diese Daten mit Offline- oder anderen Kanal-Daten zu verknüpfen, sobald ihr weitere Quellen hinzufügt. Das ist eine Weiterentwicklung eures bestehenden Setups – kein Neustart von null.